Norbert Lammert vor wenigen Wochen bei der Point Alpha-Preis-Verleihung - Archivfoto: Hans-Hubertus Braune

FULDAVerleihung am 28. Oktober

"Winfried-Preis der Stadt Fulda 2017" geht an Norbert Lammert

13.09.17 - Vor kurzem hat er seine Abschiedsrede als Präsident des Deutschen Bundestags gehalten – jetzt wird ihm in Fulda eine besondere Ehre zuteil: Prof. Dr. Norbert Lammert erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten „Winfried-Preis der Stadt Fulda“. Er soll am Samstag, 28. Oktober, um 11 Uhr im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses verliehen werden.

Nach Überzeugung der Dr.-H.-G.-Waider-Stiftung, die den Preis in Abstimmung mit der Stadt Fulda vergibt, hat sich Prof. Lammert vor allem als Bundestagspräsident, aber auch in seinem sonstigen politischen Leben in besonderer Weise um den europäischen Integrationsprozess verdient gemacht. Ihn trage, so die Stiftung und die Stadt, die auch religiös geprägte Grundüberzeugung, dass die großen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit nicht von Nationalstaaten alleine gelöst werden können. Diese Haltung stehe exemplarisch für ein im Sinne des Stifters preiswürdiges Engagement. Im Einklang hierzu vermittele er in seinem Buch „Ich glaube an Gott. Die deutsche Messe neu übersetzt“ ein christliches Weltbild, das an die Verantwortung und Selbstständigkeit der Gläubigen appelliere.

Die Laudatio auf Lammert wird der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und später von Thüringen, Dr. Bernhard Vogel, halten. Vogel hatte übrigens bereits im Jahr 2012 die Laudatio für den damaligen Winfried-Preisträger Prof. Dr. Hans Maier gehalten.

Hintergrund: Der Winfried-Preis der H.-G-Waider-Stiftung

Der Namensgeber und Stifter des Winfriedpreises, Heinz G. Waider, stammte aus Fulda und lebte zuletzt in Neuss. Der im Oktober 2015 verstorbene Mäzen hat Winfried Bonifatius aus zweierlei Beweggründen prägende Persönlichkeit für die Namensgebung ausgewählt: Zum einen stellt er die Verbindung zu Waiders alten Heimat Fulda her. Was aber für Waider nach seinen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg noch viel wesentlicher war: Mit seinem Werk hat der angelsächsische Missionar völkerverbindend und friedensstiftend gewirkt, indem er die christliche Botschaft auf dem Kontinent verbreitet hat.

Im vergangenen Jahr hatte Abtprimas Prof. Dr. Notker Wolf den Winfriedpreis erhalten, im Jahr davor war der Preis der früheren Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth zuerkannt worden. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem auch der frühere luxemburgische Ministerpräsident und heutige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse oder auch der frühere bayerische Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier. (pm) +++


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