Beim FZ-Forum im Petersberger Propsteihaus standen die Bürgermeister-Kandidaten Rede und Antwort. - Fotos: Marius Auth

PETERSBERGFZ-Forum im Propsteihaus

Drei Kandidaten, ein Ziel: Petersberg bürgernah und transparent optimieren

13.09.17 - Beim FZ-Forum im Petersberger Propsteihaus am Dienstagabend hatten die drei Bürgermeisterkandidaten leichtes Spiel: Da keiner der Bewerber bisher im Chefsessel der Stadtrandgemeinde gesessen hat, wurde bei Kritik aus dem Publikum für den Fall des Siegs konziliant Besserung gelobt, die Vorschläge zur Belebung von Gewerbe und Gemeinschaft ähnelten sich verblüffend. Doch am Abend wurden auch heiße Eisen angepackt.

Nachdem im März dieses Jahres der langjährige Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU) bekanntgegeben hatte, für keine weitere Amtsperiode mehr zur Verfügung zu stehen, haben sich drei Bewerber um den Posten herauskristallisiert: Die Christdemokraten haben sich mit großer Mehrheit für Carsten Froß entschieden, Die Linke. Offene Liste hat Torsten Jahn vorgeschlagen, der parteilose Kandidat Peter Geffe komplettiert das Aufgebot. Am 24. September lohnt sich für die Petersberger der Gang zur Wahlurne denn auch besonders: Neben Bundestags- und Landtagswahl steht die Wahl ihres neuen Bürgermeisters an, die Fußstapfen sind groß. Schwiddessen hinterlässt einen soliden Haushalt, eine gesunde Infrastruktur, die Gemeinde weist ein beruhigend hohes Wachstum auf. Lob und Anerkennung deswegen auch von den Bewerbern. Die provokante Frage von FZ-Redakteur Sebastian Kircher, der den Abend moderierte, was man denn verbessern wolle und warum man gewillt sei, den alles andere als geruhsamen Job zu übernehmen, beantworteten die Kandidaten mit ihrer langen Erfahrung im administrativ-organisatorischen Sektor: Stress und komplexe Strukturen seien sie gewohnt, die Arbeit in und für Petersberg bereite aufgrund der Verwurzelung in der Gemeinde besondere Freude.

Carsten Froß

Torsten Jahn

Peter Geffe


Dafür gelte es, auch hier erwartungsgemäß Einigkeit, zuzuhören: den Bürgern, den Gewerbetreibenden, den Interessengruppen in der inzwischen 15.000 Einwohner zählenden Gemeinde. Der dörfliche Charakter im reizvollen Spannungsfeld zwischen Fulda und der Rhön solle auch in Zukunft bewahrt werden. Erst die Publikumsfragen in der zweiten Hälfte der Abendveranstaltung brachten Kontroversen auf und offenbarten Volkes Wille unverstellt. Das Gefahrenpotenzial am Tegut-Markt in Marbach und die Biogasanlage in Melzdorf brannten den Zuhörern unter den Nägeln, vom Podium freundliches Interesse: Man werde sich kümmern, die vorgeschlagene Vorgehensweise hing bei manchem Thema auch vom Informationsstand des Kandidaten ab. Beim Thema Wohnen in Petersberg kamen die weitgehendsten Anregungen von Geffe: 200 Baulücken existieren im Gemeindegebiet, Altimmobilien sollten verstärkt genutzt werden, um Leerstände zu reduzieren. Beim Thema Straßenbeiträge konnte Froß seine Erfahrungen aus der Bad Vilbeler Kommunalpolitik einfließen lassen: Dort hatte die Stadt die Beiträge übernommen, um die Belastung für die Bürger zu verringern.

Petersbergs Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen

Thomas Kirchhof, stellvertretender Leiter des ...


Das Thema Transparenz hatten sich alle Kandidaten am Abend auf die Fahne geschrieben, prompt wurde die Wahlkampf-Rhetorik aus dem Publikum in Frage gestellt: Was bedeutet das genau, in und für Petersberg? Verwaltungs-Prozesse und Entscheidungsfindung sollten verständlich kommuniziert werden und Hand in Hand mit den Bürgern ablaufen, so die Bürgermeister in spe unisono. Nur am Ende bröckelte die vermeintliche Harmonie ein wenig: Auf die scherzhafte Frage des Moderators, welchen der Mitbewerber man im Fall des Wahlsiegs als Beisitzer küren würde, wählten Geffe und Jahn einander - Froß dagegen konterte trocken: "Keinen der beiden. Die politischen Mehrheitsverhältnisse sind andere." (Marius Auth) +++


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