27.11.09 - FULDA

├ťWAG-Busfahrer streiken ganztags - 6 statt 60 Busse unterwegs - VIDEO

Die Gewerkschaft ver.di hat die Busfahrer in Fulda und Marburg heute ├╝berraschend zu einem eint├Ągigen Warnstreik aufgerufen. Um 4:25 Uhr folgten in Fulda etwa 40 Fahrer dem Steikaufruf und versammelten sich vor dem ├ťWAG-Bus-Depot in der Daimler-Benz-Stra├če. Sie verhinderten Aus- und Einfahrt der Busse. Der Streik ist f├╝r den gesamten Tag geplant. In Fulda sind nach Angaben der Polizei die ├Âffentlichen Stadtbusse und die Schulbusse der ├ťWAG und der ├ťWAG-Tochter ├ťVG betroffen. Die Busse aus dem Umland in die Stadt werden nicht bestreikt. Von dem Streik betroffen sind vor allem die Schulbusnutzer. In der Bahnhofstra├če ist kein einziges Taxi mehr zu bekommen - viele Eltern haben ihre Kinder offenbar mit dem Pkw in die Schule gebracht - der Verkehr staut sich in der gesamten Stadt.

Mit nur sechs statt ├╝blicherweise 60 Bussen konnten die ├ťWAG-Verkehrsbetriebe lediglich einige Sch├╝ler- und Linienfahrten durchf├╝hren. Auch im Tagesverlauf sei mit deutlichen Einschr├Ąnkungen im Busverkehr f├╝r das Stadtgebiet zu rechnen, teilt die ├ťWAG mit. ÔÇ×Wir bedauern au├čerordentlich, dass die Gewerkschaft auf dem R├╝cken der Fahrg├Ąste versucht, Druck f├╝r die laufenden Verhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und ver.di aufzubauenÔÇť, sagt Dipl.-Ing. Thomas Lang, Leiter der ├ťWAG-Verkehrsbetriebe. Da die n├Ąchsten Verhandlungstermine schon vereinbart seien und konkrete Angebote des LHO bei den Doppelverhandlungen zum Mantel- und Entgelttarifvertrag vorl├Ągen, sei der Warnstreik in Fulda und Marburg unverst├Ąndlich und ├╝berraschend.

Die ├ťWAG-Verkehrsbetriebe h├Ątten sechs Fahrzeuge besetzen k├Ânnen und damit Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler vom Aschenberg und aus K├╝nzell in die Stadt gebracht, Fahrg├Ąste zu den Werkst├Ątten des Antoniusheims bef├Ârdert und die Linien 2 (Ziehers-S├╝d ÔÇô St├Ądtische Kliniken ÔÇô Aschenberg-West), 5 (Giesel ÔÇô Pilgerzell) und 6 (Bronnzell ÔÇô Lehnerz) bedient. ÔÇ×Wir bem├╝hen uns, einen Notfall-Verkehr auf den am st├Ąrksten frequentierten Linien im Stadtbusbereich weiterhin anbieten zu k├Ânnen - allerdings nicht fahrplanm├Ą├čigÔÇť, sagt Thomas Lang. Mit starken Einschr├Ąnkungen sei zu rechnen, wenn der Warnstreik, wie von der Gewerkschaft ver.di geplant, den gesamten Tag andauert.

Die streikenden Fahrer sind mittlerweile von ihrem Standort vor dem Busdepot um 7:30 Uhr abgezogen und haben ein als "Streiklokal" umfunktionierte Gastst├Ątte in Niesig aufgesucht. Mit dem eint├Ągigen Warnstreik will die Gewerkschaft ver.di w├Ąhrend der laufenden Tarifverhandlung Druck auf die Arbeitgeber aus├╝ben. ver.di fordert in den Tarifauseinandersetzungen mit dem Landesverband hessischer Omnibusunternehmer (LHO) f├╝r die 2.000 Besch├Ąftigten eine Lohnerh├Âhung von 6,5 Prozent. +++ci

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