02.10.12 - Fulda

Schreibblockade? Kennt Alexa Hennig von Lange nicht - Einblicke bei Lesung

Ist es schwer, als Schriftsteller Fuß zu fassen? Reicht ein Autorengehalt zum Leben? Wie lassen sich Schreibblockaden vermeiden? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Alexa Hennig von Lange, die jetzt im Bildungsunternehmen Dr. Jordan ihr aktuelles Buch "Leichte Turbulenzen" vorgestellt hatte. Die Geschichte handelt von der Wachs-Bildhauerin Ivy, die eigentlich alles hat - bis auf einen Mann. Daraufhin formt sich Ivy ihren Traumpartner aus Wachs. Während der Anfertigung denkt sie über ihr Leben nach und stellt fest, was wirklich im Leben zählt. 

Bekannt geworden ist die 38-Jährige mit ihrem Debütroman „Relax“, der 1997 die Bestsellerlisten stürmte. Die in Hannover geborene Schriftstellerin zählt zu den erfolgreichsten ihrer Generation und erhielt 2002 den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Buch „Ich habe einfach Glück“. Die Verbindung zum Bildungsunternehmen bestand bereits: Während einer Lesung in der Nähe von Hamburg lernten sich Hennig von Lange und Deutschlehrer Dr. Ralf Oldenburg kennen.

„Es war eine sehr unterhaltsame und informative Veranstaltung“, erklärte Dr. Oldenburg, der Hennig von Lange zwischen den einzelnen Lesepassagen interviewt hat, um Einblicke in ihr Leben als Autorin zu gewinnen. Auch die Zuhörer hatten die Möglichkeit, Fragen an die Schriftstellerin zu richten. So erfuhren sie beispielsweise, dass die Autorin zwar vom Schreiben leben könne, jedoch froh sei, einen Mann an ihrer Seite zu haben, der ebenfalls den Lebensunterhalt für die vierköpfige Familie sichere. Schreibblockaden kenne sie nicht, da sie nur das schreibe, was sie denkt und sich nicht den Kopf darüber zerbreche, was andere lesen wollen. „Allerdings muss ich zugeben, dass die Freiheit am Schreiben von damals, als  Relax entstanden ist, erst jetzt nach 15 Jahren wieder kommt“, erklärt die Autorin, die zu Beginn ihrer Karriere noch eine ganz romantische Vorstellung vom Schriftstellerdasein hatte.

Ein „ganz normaler“ Job kam für die Schriftstellerin noch nie in Frage. Schon in ihrer Jugend wusste sie, dass sie sich nicht an einen Ort binden möchte. So verwarf sie den Gedanken an ein Studium direkt nachdem Anblick des Vorlesungsverzeichnisses. Auch bei Woolworth, wo sie zwischenzeitlich jobbte, blieb sie nicht lange. Seit ihrem Durchbruch schreibt Hennig von Lange bis zu drei Büchern im Jahr sowie Theaterstücke, Drehbücher und Kurzgeschichten für Zeitungen. Sie plant ihre kommenden Werke unter einem Synonym zu veröffentlichen, da ihrer Meinung nach die Zeit der namenhaften Autoren vorbei sei und heutzutage fast ausschließlich Unterhaltungslektüre gekauft würde. Die Buchhandlung Uptmoor bot auf einem Büchertisch alle Werke der Schriftstellerin zum Verkauf an.+++

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