21.01.13 - REGION

"Schnee-Bilanz": nur 15 Unfälle - Störfallmanagement funktionierte - VIDEO

Nur 15 Unfälle, überwiegend mit Sachschäden, sind die Bilanz des heutigen Schneechaos auf den Straßen in Osthessen. In nur einem Fall kam auch eine Person zu Schaden: In Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) bemerkte die 35-jährige Fahrerin eines silbernen VW-Passat ein 10-jähriges Schulkind zu spät. Der Junge war dabei, die Gilfershäuser Straße auf dem Weg zur Bahnhofsrückseite zu überqueren. Aufgrund der schneeglatten Fahrbahn konnte sie nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit dem Kind zusammen. Der Junge klagte nach dem Zusammenstoß über ein Ziehen im Oberschenkel und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Rotenburg gebracht.

Von den 15 Unfällen ereigneten sich drei auf den Straßen im Landkreis Fulda, sechs im Bereich des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, drei im Vogelsbergkreis sowie drei auf den Bundesautobahnen in Osthessen. Die Sachschadenshöhe aller Unfälle schätzt die Polizei auf über 100.000 Euro.

Dass es nur zu so wenigen Verkehrsunfällen mit relativ glimpflichen Folgen gekommen ist, liegt sicherlich daran, dass die Autofahrer zumeist ihre Fahrweise und Geschwindigkeit voll und ganz den Witterungsverhältnissen angepasst haben, lobt die osthessische Polizei. Auf den Autobahnen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis bestimmten Staus und zähflüssiger Verkehr die Lage. Besonders an den Steigungsstrecken im Bereich des Rimbergs auf der Autobahn A 5 und dem Pommer auf der Autobahn A 7 stellten sich immer wieder Lkw auf glatter Fahrbahn quer und behinderten den nachfolgenden Verkehr. Zumeist konnten diese quer stehenden Brummis innerhalb kurzer Zeit von Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) wieder in die Spur gezogen werden.

Lange Staus und Strecken zähfließenden Verkehrs auf der Autobahn A 4 hatten ihre Ursache in den Steigungs- und Gefällstücken auf dieser Strecke, beispielsweise bei Rasdorf (Gemeinde Wildeck) und Sorga (Stadt Bad Hersfeld). Unerfreulich ist das Verhalten einiger Brummi-Fahrer zu kritisieren: Sie hatten im Stau ihre gesetzlichen Ruhezeiten begonnen und sich teilweise schlafen gelegt. Als der Verkehr wieder in Gang kam, blockierten diese Lkw die Fahrspur. Sie verzögerten so die Auflösung der Staus. Die Fahrer mussten von den Helfern des THW und der Polizei einzeln geweckt und zur Weiterfahrt aufgefordert werden.

In den beginnenden Abendstunden hat sich die Verkehrslage weiter beruhigt und der Verkehr kann mittlerweile wieder sicher und flüssig über die Straßen in Osthessen rollen. Auch bei dem heutigen Wintereinbruch setzte die Polizei gemeinsam mit den Rettungsleitstellen der Landkreise, den Autobahnmeistereien, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem THW auf die Leistungsfähigkeit des Konzeptes „Störfallmanagement".

Dieses spezielle Konzept soll eine frühzeitige und abgestimmte Reaktion aller beteiligten Behörden und Organisationen auf entstehende Störfalle im Straßennetz gewährleisten. Dazu gehören der Winterdienst der Autobahnmeistereien, der Einsatz des THW zum Anschleppen behindernd stehender Fahrzeuge, die Versorgung der Verkehrsteilnehmer durch Hilfsdienste wie das DRK und die Anliegergemeinden bzw. die Landkreise sowie die Gewährleistung von Hilfsmaßnahmen der Rettungsdienste. +++

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