Viele Protestaktionen hat es in den vergangenen Jahren...

26.01.13 - REGION

Nach zwei Jahrzehnten Planung und Diskussion: B 87n kommt nicht!

Rund zwei Jahrzehnte lang wurde um sie geplant und gestritten, Bürgerversammlungen abgehalten und Fachleute damit beschäftigt, sie war Gegenstand vieler Protestaktionen und wie es derzeit aussieht, wird sie nun doch nicht gebaut. Die Rede ist von der Bundesstraße 87n, die nach den Vorstellungen von Wirtschaftsleuten und Politikern quer durch die Rhön führen und dabei die Städte Fulda und Meiningen verbinden sollte. Bei einer Länge von 62 Kilometern würde der Neubau etwa 225 Millionen Euro kosten.

Doch jüngste Informationen aus dem Berliner Bundesverkehrsministerium besagen: dieses Projekt ist weder politisch noch wirtschaftlich tragfähig und durchsetzbar. Und jetzt sieht es so aus, als würde die B 87n in der bisher geplanten Form gar nicht gebaut. Dies gab auch am gestrigen Freitagabend der Tanner Bürgermeister Markus Meysner in der Stadtverordnetenversammlung bekannt.

Ursprünglich einmal als Verbindung der beiden Wirtschaftsräume Fulda/Hessen und Meiningen/Thüringen gedacht, gab es im Laufe der Jahre viele positive, aber auch eindeutig negative Stellungnahmen. Die die Planungen wurden konkret - und es gab eindeutige Trassenverläufe. Zuletzt sollte ein kilometerlanger Straßentunnel quer unter der Rhön das Straßenprojekt "akzeptabel" machen. Und auch der A7-Autobahnanschluss Fulda-Mitte wurde nicht zuletzt als Teilkomponente der B 87n gebaut.

Doch auch die Gegner der B 87n hatten gute Argumente, ein solches "Millionending" durchs international anerkannte UNESCO-Biosphärenreservat abzulehnen. Mit Hinweisen auf ein "schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis" und Gefahren für den Rhön-Tourismus wurden die B 87n ebenso abgelehnt wie die Gefahr eines "steigenden Schwerlast-Transitverkehrs" als Querverbindung zwischen den Autobahnen A71 und A7/A66.

Fakt ist derzeit, dass der Bau dieser neuen Bundesstraße politisch und wirtschaftlich offenbar keine Chancen mehr auf eine Realisierung hat. Doch die Verkehrsplaner legen das Projekt jetzt nicht einfach "ad acta", sondern gesucht wird nach "Alternativen". Und da scheinen sich "Lösungen" insofern abzuzeichnen, zumindest den zunehmenden Verkehr in die Rhön und aus der Rhön in Form neuer Ortsumgehungen "umzuleiten". Eine nachhaltige Entlastung für die Bewohner, die massiv darunter leiten. In Dipperz ist die Ortsumgehung noch im Bau, fertig aber ist beispielweise Hilders-Wickers (beide Kreis Fulda). Landes- und Kommunalpolitiker wollen sich jetzt dafür einsetzen, dass die "freigewordenen Geldmittel" nun für einen verstärkten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur genutzt werden (ma).  +++

HINWEIS: "osthessen-news.de" hat in den vergangenen neun Jahren Dutzende Male über das Pro und Contra der B 87n in vielen Texten, Bildern und Videos berichtet. Sie alle befinden sich im ON-Archiv und sind alle zugänglich. Wenn Sie auf der Hauptseite oben rechts das Feld "SUCHEN" anklicken und dann den Begriff wie  B 87n eingeben, können Sie die langwierige Geschichte dieses Straßenprojektes noch einmal umfangreich nachvollziehen.  +++


...gegen die Trasse Fulda-Meiningen im Zuge der B 87n gegeben

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