02.02.13 - REGION

20 Jahre Hartnäckigkeit haben sich für das Vogelsbergwasser gelohnt

Was lange währte wurde endlich wahr: Im Interesse ihrer Mitglieder kann die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV e.V.) seit letztem Dienstag online auf die Grundwassermessdaten der OVAG zugreifen und diese kontrollieren. Nach einer arbeitsreichen Einrichtungs- und Erprobungszeit gewährt die OVAG der SGV nunmehr jederzeitigen Einblick in alle relevanten Daten, die ihre Fördergebiete und die verteilten Wassermengen betreffen. ‚Das lang herbeigesehnte Vogelsberger Grundwasserinformationssystem, das zwischen Genehmigungsbehörden, SGV und Wassergesellschaften ausgehandelt wurde, hat damit einen enorm wichtigen Fortschritt zu seiner Verwirklichung erfahren’, sagt Cécile Hahn, Vorsitzende der SGV.

‚Wir freuen uns sehr, ab jetzt selbständig die Grundwasserdaten aller OVAG-Gebiete einsehen und auswerten zu können. Damit wird endlich die Transparenz hergestellt, die die SGV seit über 20 Jahren als die konstruktive Grundlage der umweltschonenden Grundwassergewinnung einfordert.’Denn während Anfang der 90iger Jahre die OVAG der SGV jede Dateneinsicht verweigerte und danach recht unübersichtliche Messreihen zur Verfügung stellte, konnten in den letzten 15 Jahren die wissenschaftlich ermittelten Zustände von Grundwasser und Naturraum nur anhand der Berichte des jeweiligen Vorjahres beurteilt werden. Wenn daraus Verstöße gegen das Wasserrecht oder Trockenschäden ersichtlich wurden, war es aber zum Handeln meist zu spät.

Mit monatlichen Datenübersendungen seit 2010 und dem Direktzugriff auf das Grundwasserinformationssystem ändert sich das entscheidend: von nun an kann die SGV von sich aus und zeitnah alle wichtigen Messwerte der OVAG-Wasserwerke abrufen und auswerten und damit die Grundwasserentnahmen zum Wohl des Naturraumes unmittelbar kontrollieren.Damit dies auch klappt, hatte die OVAG am 28.Januar 2013 im Wasserwerk Inheiden zu einem Fachgespräch eingeladen, an dem neben den Regierungspräsidien Gießen und Darmstadt auch die SGV und das verantwortliche Fachbüro AHU teil-nahmen. Basierend auf moderner Technik und einer umfassenden Grundwasser-Datenbank, die bis in die Anfänge der Grundwasserförderung in Inheiden zurückreicht, wurden die verschiedenen Möglichkeiten der Datenauswertung demonstriert und besprochen.

Die Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass hier enorme Fleiß- und Programmierarbeit und ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Wasserförderung und Naturschutz geleistet wurde.‚Für uns ist mit dem zeitnahen Zugriff auf die Datenbank ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen’, so Dr. Hans-Otto Wack, wissenschaftlicher Berater der SGV. ,Auch wenn es lange gedauert hat, hat die Transparenz nun das Niveau erreicht, das wir schon seit einiger Zeit im Gebiet des Wasserverbandes Kinzig haben. Die Noch- Blockierer einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Vogelsberger und Wetterauer Naturschutz wie die Stadtwerke Gelnhausen oder die Stadtwerke Gießen sollten sich hieran ein Beispiel nehmen, denn nur in der Zusammenarbeit liegt die Chance der Region für einen nachhaltig intakten Naturraum.’ +++

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