07.08.13 - REGION

250 Unwettereinsätze in der Region - 600 Kräfte im Einsatz - NEU: V I D E O

In der Region Osthessen kam es am frühen Dienstagabend infolge von plötzlichem Starkregen mit starken Sturmböen allein in Stadt- und Kreisgebiet Fulda zu 110 Unwettereinsätzen, an denen rund 300 Feuerwehrleute beteiligt waren. Schwerpunktmäßig waren Unwettereinsätze im Stadtgebiet Fulda sowie in den Gemeinden Eichenzell, Neuhof, Gersfeld, Petersberg und Hilders abzuarbeiten. Eine Vielzahl von umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern, gefluteten Kellerräumen und Straßen erforderten den Einsatz der Feuerwehren.

Besonders hervorzuheben sind ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der B 254 und ein Baum auf der Rhönbahnlinie in der Gemarkung Gersfeld. In Schlüchtern schlug ein Blitz in die Polizeistation ein - es gab kein Strom für Funk und Telefon. Besonders pikant: die Unterführung des Fuldaer Bahnhofes stand erneut – und zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen – komplett unter Wasser. Für hunderte Reisende gab es deshalb nasse Füße.

Im Fuldaer Kreisgebiet arbeiten die Gemeinden die durch die zentrale Leitstelle zugewiesenen Einsätze eigenständig ab. Koordiniert und gelenkt wurden die Einsatzmaßnahmen durch einen gemeinsamen Führungsstab Stadt/ Landkreis Fulda. 

HIER DER ON-LIVETICKER:

19:20 Uhr: Das Hessenliga-Spiel in Flieden gegen Alzenau findet wohl statt - auf dem Kunstrasenplatz. Laut Verein soll Anpfiff um 19.30 Uhr sein - man hofft, dass noch viele Zuschauer kommen, denn die Fußball-Schiedsrichter sind auch schon da.

19:15 Uhr: Vor dem Bahnhof von Gersfeld/Rhön ist ein Baum auf die eingleisige Rhönbahnstrecke gefallen. Die Strecke ist gesperrt, die Feuerwehr unterwegs.

19:05 Uhr: Wie soeben bekannt wird, hat ein Blitz in das Gebäude der Polizeistation Schlüchtern/MKK eingeschlagen. Jetzt ist die Polizei vorerst nicht mehr erreichbar.

18:59 Uhr: Info von einem ON-Leser: Seine Frau sitzt gerade im IC 2204 in einem Waldstück bei Schlüchtern/MKK. Ein Baum hat wohl den Zug beschädigt, der nicht mehr weiterfahren kann. Eine Evakuierung ist laut Durchsage nicht möglich, weil die Gesamtstrecke Hanau – Fulda gesperrt ist und die 150 Fahrgäste warten jetzt auf die Feuerwehr.

18:57 Uhr: Die Fuldaer Kurfürstenstraße nahe dem Bahnhof steht bis zu 30 Zentimeter unter Wasser. In der Mitte der Senke müssen Fahrzeuge durch einen kleinen See fahren.

18:53 Uhr: Soeben hat die Leitstelle Fulda für die Rhöngemeinde Poppenhausen/Wasserkuppe das Unwettermodul ausgelöst.

18:45 Uhr:  Nach knapp 40 Minuten hat sich das Unwetter über Fulda gelegt. Es wird heller und die Sonne scheint. Das Gröbste ist wohl vorbei.

18:39 Uhr: Im Stadtgebiet von Fulda sind an vielen Stellen die Kanaldeckel von den Wassermassen hochgedrückt worden. Im Park am Frauenberg sind zahlreiche Bäume umgeknickt.  

18:30 Uhr:  Für den Bereich der Rhönstadt Gersfeld (Kreis Fulda) wurde gegen 18:30 Uhr das Unwettermodul ausgelöst.

18:20 Uhr: Auf der Bundesstraße 254 zwischen Fulda und Großenlüder (kurz vor dem Bimbacher Parkplatz) hat sich ein Unfall ereignet. Vermutlich infolge Aquaplaning ist ein Pkw auf die Gegenfahrbahn gekommen. Es gibt mindestens zwei Verletzte. Die Feuerwehr Großenlüder ist dort im Einsatz.

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Der Deutsche Wetterdienst hat eine "amtliche Warnung vor starkem Gewitter" für den Kreis Hersfeld-Rotenburg herausgegeben. Sie ist gültig von: Dienstag, 06.08.2013 17:22 Uhr bis: Dienstag, 06.08.2013 20:00 Uhr. Eine Amtliche UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER mit ORKANBÖEN, HEFTIGEM STARKREGEN und HAGEL gibt es auch für den Kreis Fulda und den Vogelsbergkreis - gültig von: Dienstag, 06.08.2013 17:45 Uhr bis: Dienstag, 06.08.2013 20:00 Uhr. Um 19:05 Uhr wurde die Warnung allerdings für beide Landkreise Fulda und Vogelsberg wieder aufgehoben.

Von Südwesten ziehen Gewitter im Kreis Hersfeld-Rotenburg auf. Dabei können Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 und 9), vereinzelt auch schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 km/h (Bft 10) sowie Starkregen mit Mengen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Hagel auftreten. Die Gewitter ziehen in Richtung Nordost.

Für den Vogelsbergkreis und den Landkreis Fulda können nach Angaben des DWD  Gewitter aus SW auftreten, dabei orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 105 und 115 km/h, 29 und 32 m/s, 56 und 63 kn, Bft 11) Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 120 km/h (33 m/s, 64 kn, Bft 12) sowie Starkregen mit Mengen über 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Hagel von 4 cm Durchmesser.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Örtlich kann es Blitzschlag geben. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich. 

Im Stadtgebiet von Fulda sind zahlreiche Äste von Bäumen gefallen und haben teilweise auch Fahrzeuge beschädigt. Alarm wurde bisher ausgelöst für die Feuerwehren von Fulda, Gersfeld, Flieden und Hünfeld.

Am späten Nachmittag ist das Unwetter auch über den Main-Kinzig-Kreis gezogen. Zum Zeitpunkt 19:30 Uhr verzeichnete die Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises nahezu 110 Einsätze im gesamten Kreisgebiet. Insgesamt waren 47 Ortsteil-Feuerwehren in 24 von 29 Kommunen im Kreis ausgerückt, um die Schäden zu beseitigen. Besonders betroffen war zunächst die Region Hanau-Land, in der die Feuerwehren aus allen Kommunen im Einsatz waren. Im weiteren Verlauf zog das Unwetter dann in Richtung Osten über das Kreisgebiet hinweg und sorgte für Einsätze der Feuerwehren in Steinau, Schlüchtern, Sinntal und Flörsbachtal. In Nidderau rückten die Brandschützer auch aus, um die Bahngleise und Oberleitungen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Drei Eisenbahnstrecken waren durch  Bäumen behindert.

Die Zentrale Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises war zeitweise mit bis zu 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, um die Einsätze der Rettungskräfte zu koordinieren. Neben den Meldungen von umgestürzten Bäumen gingen bei der Polizei des Weiteren viele Einbruchs-Alarme, die sich als Fehlmeldungen herausstellten, ein. ++++

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