23.08.13 - UNSLEBEN

„Poli-Work" - „Spontanes Abenteuer Kochen" mit Politikern und acht Kindern

„Poli-Work." – Hinter diesem etwas sperrigen Kürzel verbirgt sich die Intention des Bezirksjugendringes, Politiker auf die Jugendarbeit aufmerksam zu machen. Nun hatte die Kolpingjugend Unsleben Steffen Vogel, CSU-Stimmkreiskandidat von Rhön-Grabfeld und Hassberge für den Bayerischen Landtag und selbständiger Rechtsanwalt aus Schweinfurt zum „Spontanen Abenteuer Kochen" ins Pfarrheim eingeladen.

Im Rahmen des Ferienprogramms beteiligten sich acht Kinder mit Jugendleiter Lukas Voll und Michael „Paula" Pagel, Vorsitzender des Kreisjugendrings Rhön-Grabfeld am Spontankochen, ganz so, wie es Fernsehzuschauer von der Late-Night-Sendung „Kerner/Lanz kocht" kennen. Dort erhielten Profiköche gelegentlich jeweils einen unbekannten Warenkorb, aus dem sie ein Menü zaubern sollten.

Profis kennen natürlich die Produkte und wissen, wie man sie zu behandeln hat. Das konnte man bei den Kindern natürlich nicht voraussetzen. Dafür war Steffen Vogel zuständig, der sich zur Verstärkung Unslebens Bürgermeister Michael Gottwald mitbrachte. Dann konnte es losgehen. „Jeder Teilnehmer bringt etwas im Wert von zirka 1,50 Euro nach Wahl mit und alle kochen ein Überraschungsmenü", hieß es auf der Einladungskarte.

„Kochen nach Rezept und Einkauf nach Zutatenliste kennt jeder", erklärte Pagel. An diesem Abend mit Steffen Vogel sollte es in der Küche zur Abwechslung mal abenteuerlicher zugehen. Denn am Anfang wusste keiner so genau, was am Ende herauskommt. Weil ausdrücklich gebeten wurde, sich nicht miteinander abzusprechen, ergab sich ein bunter Warenkorb.

Dank guten Wetters traf man sich im idyllischen Innenhof des Pfarrheims. An einem großen Kessel über offenem Feuer hängend knisterte schon heißes Wasser. In einer anderen Ecke war eine kleine Kochstation aufgebaut. Geschirr und Besteck stammten teils aus Beständen der Kolpingküche, teils wurden sie nebst Gewürzen und alltäglichen Zutaten von Pagel privat beigesteuert.

Dann wurden die mitgebrachten Waren ausgebreitet: Eine Menge Nudeln waren darunter, Tomaten und Gurken, aber auch diverse Dosen und Milch. Nun war guter Rat teuer: was kochen wir mit dem was wir haben? Das dauerte eine ganze Weile, schließlich einigte man sich und begann gemeinsam zu schnippeln, zu rühren und zu bruzzeln. Nudeln rein ins Wasser – hey, das muss doch erst kochen.

Zwiebeln und Knoblauch schneiden, rein in die Pfanne, Speck dazu, Eier und Tomaten: Die Zugabe zu den Nudeln, nach Vorgabe von Steffen Vogel, gelang prima. Dazu noch ein Gurkensalat, den Bürgermeister Michael Gottwald persönlich abschmeckte. Er outete sich dabei gleich als Hobbykoch. Alle anderen Sachen fanden sich recht abenteuerlich zu einem Eintopf verwurstelt wieder. Lustig war’s, Spaß gemacht hatte es allen und am Ende auch noch ordentlich geschmeckt, so das Fazit der Truppe. (ger) +++

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