31.08.13 - BAD NEUSTADT

Andacht in der Bonifatius-Kapelle auf der Salzburg mit Fl├Âtist CICCONE

Aufstehen zum Leben und zur Ruhe kommen im schn├Âden Alltag war bei der j├╝ngsten Abendandacht in der Bonifatius-Kapelle auf der Salzburg kein Widerspruch: Christopher Ciccone, in der Region wahrlich kein Unbekannter mehr, schaffte den Spagat spielend. Er entf├╝hrte die Zuh├Ârer bei seiner Klangreise mit einer Reihe von ethnischen Bambusfl├Âten und indianischen Fl├Âten in eine Reise nach innen. Klinikseelsorgerin Maria Platz leitete die abendliche Andacht unter dem Thema ÔÇ×fl├ÂtenARTig" zu Mediationen ├╝ber das Altarbild der Kapelle. Mit kurzen Ausz├╝gen aus biblischen Psalmen verband sie die einzelnen Fl├Âtenst├Âcke. So auch die Bitte aus Psalm 31: ÔÇ×Gott sei mir gn├Ądig, denn mir ist angst; vor Gram zerfallen mir Auge, Seele und Leib". Tr├Âstlich dabei die biblischen Feststellung: ÔÇ×Mit meinem Gott ├╝berspringe ich Mauern."

Christopher Ciccone, dessen famili├Ąre Wurzeln in Italien liegen, verstand es wunderbar, aus seinem Fundus an Fl├Âten ganz unterschiedliche, zu Herzen gehende Melodien hervorzuzaubern, auswendig gespielt selbstverst├Ąndlich. So ungew├Âhnlich die Formen der Fl├Âten so unterschiedlich ist auch deren Holz, aus denen sie geschnitzt sind, ob aus afrikanischer Birke geschnitzt, aus Bambus, oder aus dem Holz der tasmanischen Eiche.

Es hei├čt, Musik ├Âffnet die Seelen und Herzen der Zuh├Ârer, und das gelang ihm sichtlich in dem wie immer gut gef├╝llten Kirchlein auf der Salzburg. Ciccone selbst, Jahrgang 1978, bezeichnet sich als gl├╝cklich verheirateter Vater einer bezaubernden Tochter. Die Musik begleite ihn bereits seit seiner Jugend als treuer und kraftvoller Begleiter auf dem eigenen Lebensweg.

Im Fr├╝hjahr 2011 erst sei die erste indianische Fl├Âte in sein Leben getreten, die ihm den Zugang zu der faszinierenden Welt der improvisierten Musik aufzeigte. Seither habe er erfahren, dass gerade in der Improvisation von Musik etwas geschieht, dass zutiefst fasziniert: die Begrenzungen von Verstand sowie Raum und Zeit scheinen sich aufzul├Âsen. ÔÇ×Die sanften T├Âne der Naturinstrumente schaffen einen Raum von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit", so Ciccone, der die Zuh├Ârer einlud, sich von den Kl├Ąngen tragen und entspannen zu lassen.

Nicht eben leicht erschlie├čt sich das Altarbild des Bonifatiuskirchleins, schon gar nicht auf den ersten Blick: Thomas Lange schuf das mehrteilige Gem├Ąlde unter dem Titel ÔÇ×Hoffnung", erl├Ąuterte die Seelsorgerin. Demnach lassen sich auf ihm sichtbaren K├Ârperhaltungen eines Menschen von rechts nach links einen Prozess erkennen: von der kauernden ├╝ber eine sich langsam erhebende bis hin zu einer aufrecht schwebenden Gestalt.

Die Darstellung des gekr├╝mmten, von seiner Not niedergehaltenen Menschen ist auf kleinteiligen Leinw├Ąnden gemalt, die in ihrer Anordnung an ein Gitterwerk erinnern, das den hoffnungslosen Menschen einengt und gefangen h├Ąlt. Auf der benachbarten gro├čen Fl├Ąche erhebt sich der Mensch und wird frei und beginnt letztlich zu schweben.┬áDie der gewohnten Sehweise von links nach rechts gegenl├Ąufige Bewegung der menschlichen Gestalten betont den von seinen N├Âten befreiten Menschen, der sich ├╝ber alle Dunkelheiten seines Lebens erhebt und dadurch die gewonnene Hoffnung verk├Ârpert, so Maria Platz weiter. Der Applaus der begeisterten Zuh├Ârer zum Schluss der kleinen, musikalischen Abendandacht sprach f├╝r sich.

Wer mehr ├╝ber die verschiedenen Fl├Âten wissen und noch mehr Musik von ÔÇ×fl├ÂtenARTig" h├Âren m├Âchte, ist am Montag, 2. September, um 19.30 Uhr in die Frankenklinik im Rh├Ân-Klinikum eingeladen. Inder Reihe der Montagsgespr├Ąche der ├Âkumenischen Klinikseelsorge gestaltet Christopher Ciccone den Abend ÔÇ×Mit h├Ârendem Herzen ÔÇô sich vom Klang ber├╝hren lassen".BU: Zu Herzen gehende Abendandacht in der Bonifatiuskirche auf der Salzburg mit Christopher Ciccone. Foto Partl

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