Überall auf den Äckern kleine "Plastikschnitzel" -

GROSSENLÜDER

17.10.13 - In einem Schreiben an die Regierungspräsidien Kassel und Darmstadt, den Landkreis Fulda sowie die Gemeinde Großenlüder haben die Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großenlüder und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gefordert, der Verteilung von Plastikmüll auf Äckern im Landkreis Fulda ein Ende zu setzen. Wiederholt hatten BürgerInnen auf Feldern, auf denen Gärreste des Biogasparks am Finkenberg verteilt werden, Plastikteilchen in relevanten Mengen festgestellt. Anscheinend werden Verpackungen, beispielsweise von verdorbenem Fleisch, vor der Verarbeitung von Abfällen nicht oder nur unzulänglich entfernt. Die Gärreste aus der industriellen Biogasanlage im Ortsteil Kleinlüder werden in einem größeren Umfeld im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis ausgebracht, so der Vorwurf der Bürgerinitiative.

Kerstin Desch-Wöhrl von der Bürgerinitiative Pro Lebensraum Großenlüder führt hierzu aus: „Wir sehen mit großer Besorgnis, wie unsere Umwelt durch eine solche Praxis mit immer mehr Plastikmüll verunreinigt wird. Statt aus der Verschmutzung der Meere mit Plastik zu lernen, wird dieses nun auch noch auf Äckern verteilt. Damit besteht die Gefahr, dass es sowohl den Boden wie auch Gewässer kontaminiert und erhebliche Schäden bei der Wanderung durch die Nahrungskette hervorruft. Das Problem scheint sich zudem auszuweiten."

Auf einem Acker in Müs seien inzwischen erhebliche Mengen von beispielsweise mit Kugelschreiberminen belastetem Kompost festgestellt worden. Dieser Kompost soll aus einer Anlage im Raum Gelnhausen stammen. Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU ergänzt: „Wir erwarten, dass die Regierungspräsidien nicht erst bei der Verteilung von Gärresten und Kompost auf Äckern eingreifen. Vielmehr muss bereits bei der Erteilung immissionsschutzrechtlicher oder bauordnungsrechtlicher Genehmigungen sichergestellt werden, dass kein Plastik in die Gärreste oder den Kompost gerät. Für bereits bestehende Anlagen kommen nachträgliche Anordnungen in Betracht, um umweltgefährdende Praktiken zu unterbinden."

Falls ein Bebauungsplan zum Betrieb einer Anlage erforderlich sei, sollte dieser zudem nur von der Kommune verabschiedet werden, wenn der Betreiber vorab rechtsverbindlich plastikfreie Gärreste garantiert. +++




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