Foto: Hans-Hubertus Braune

22.11.13 - BAD HERSFELD

Die Vorweihnachtszeit ist eine lukrative Zeit gerade auch für Internet-Kaufhäuser. Amazon zum Beispiel setzt in dieser heißen Verkaufsphase jede Menge Saisonkräfte ein. Aktuell wirbt der amerikanische Internetriese mit Mega-Plakaten etwa an der Bundesstraße 27 in Hauneck-Sieglos um weitere Aushilfskräfte. Das Geschäft mit Sonderangeboten, kostenlosem Versand und schneller Lieferung könnte jedoch in den kommenden Wochen einen kleinen Knacks bekommen. Seit Monaten schon kämpft die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di um eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter. Konkret geht es um die Eingruppierung in einen Rahmentarifvertrag für den Versand- und Einzelhandel, den Amazon jedoch strikt ablehnt.

Nun will ver.di den Druck erhöhen und in der Vorweihnachtszeit gezielt streiken. Davon soll auch der Standort in Bad Hersfeld betroffen sein. Zu Einzelheiten machte die Gewerkschaft noch keine Angaben. Bereits in den vergangenen Monaten gab es in beiden Logistikzentren in der Festspielstadt Streiks. Laut Amazon hatten diese jedoch keine Auswirkungen auf die Auslieferung der bestellten Waren gehabt. Ziel der Gewerkschaft ist es jedoch, Amazon in der Vorweihnachtszeit empfindlich zu treffen und damit mehr Druck auf den Arbeitgeber aus zu üben. Allein in Bad Hersfeld sind mehrere tausend Menschen beschäftigt. Über genaue Beschäftigungszahlen schweigt das Unternehmen. (Hans-Hubertus Braune) +++




© Osthessen-News.de Impressum