21.02.14 - REGION

CDU vor Generationswechsel

KÜNZ und HEUSER kandidieren nicht mehr für Kreisvorstand

Zwei Jahre vor den im März 2016 anstehenden Kommunalwahlen beginnt sich die CDU im Vogelsbergkreis auf der Ebene des Landkreises neu aufzustellen und will damit langfristig die personellen Weichen für die Zukunft stellen. Wie Kreisvorsitzender Ulrich Künz (Kirtorf) und Dr. Hans Heuser (Mücke) als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, werden sie bei den im nächsten Monat anstehenden Neuwahlen des CDU-Kreisvorstands und des Fraktionsvorstandes nicht wieder für ihre seitherigen Funktionen kandidieren.

Beide haben nach ihren Worten über viele Jahre, sogar Jahrzehnte an der Spitze der Vogelsberger Christdemokraten gestanden, Partei und Fraktion geführt und in guten und schlechten Zeiten die Hauptverantwortung getragen.Der Kirtorfer Bürgermeister Ulrich Künz ist von dem Kreisparteitag der Vogelsberger CDU im Februar 2002 zum Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählt worden, zuvor war er stellvertretenden Vorsitzender; als hauptamtlicher Bürgermeister wurde er von Anfang an (seit 1977) zu den Kreisvorstandssitzungen eingeladen und war seitdem immer ein Aktivposten in der nicht immer einfachen Parteiarbeit.

Ebenso ist er seit Jahrzehnten Delegierter für die Landesparteitage der CDU-Hessen und hat in der Vergangenheit auch als Delegierter aktiv an Bundesparteitagen teilgenommen. Neben den Parteiämtern hat er auch für die CDU als Kreistagsvorsitzender (14 Jahre) und als Präsident der Regionalversammlung Mittelhessen Verantwortung übernommen. Als Bürgermeister arbeitet er schon 37 Jahre in der Stadt Kirtorf und ist außerdem seit vielen Jahren als Fraktionsvorsitzender im Zweckverband Ober-hessische Versorgungsbetriebe (ZOV) und im gleicher Funktion im Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis tätig.

Dr. Hans Heuser ist seit 1. März 1991 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Vogelsberg. Zuvor war er stellvertretender Vorsitzender und hat schon damals für seine Fraktion wichtige und arbeitsintensive Funktionen in dem Kreisgremien wahr genommen (.z.B. als Mit-glied des Kreistags-Schulausschusses in den ideologiebeladenen schulpolitischen Auseinandersetzung de 1980-er Jahre. Als Dr. Heuser die Fraktionsführung übernommen hat, befand sich die CDU in der Opposition (im VB-Kreis regierte 1989 – 1993 eine heute kaum vorstell-bare Koalition aus SPD und FDP), er war bei den fünf Kreistagswahlen 1993-1997-2001-2006-2011 jeweils auf Platz 1 der Kreistagsliste Spitzenkandidat seiner Partei und führte sie gemeinsam mit Künz und Landrat Rudolf Marx von 29,4 auf 40,3 Prozent der Wählerstimmen.

Die Zahl der christdemokratischen Abgeordneten erhöhte sich von 19 auf 25. Er führte seine Partei gegen anfängliche Widerstände in den Jahren 1994-1995 zunächst in eine Kooperation und dann eine Koalition mit der SPD. Zudem war in der Amtszeit von Landrat Marx in den Jahren 2001 bis 2011 in der damaligen Koalition von CDU, FW und FDP Vorsitzender des Koalitionsausschusses, der alle wichtigen Entscheidungen von Kreistag und Kreisausschuss vorzubereiten und zu verantworten hatte.Wie Künz und Dr. Heuser weiter ausführen, habe die Kreistagswahl am 27. März 2011 eine Zäsur in die Erfolgsgeschichte der Vogelsberger CDU gebracht.

Genauso wie die SPD habe man Wählerstimmen und auch vier Kreistagsmandate verloren und die bis dahin bestehende Koalition mit FW und FDP habe nur noch 30 von 61 Ab-geordnete im Kreistag zusammen bekommen. Wichtig sei aber, dass die CDU immer noch vor der SPD die meisten Wähler-stimmen im Kreis erreicht habe. Dennoch habe man nach 16 Jahren Regierungsverantwortung die Rolle der Opposition übernehmen müssen, denn die Grünen hatten aufgrund des „Fukushima-Effekts" ihre Mandatszahl deutlich erhöht und die Freien Wähler die schon vorher spürbaren Absetzbewegungen fortgeführt. Schließlich habe die im November 2011 verlorene Landrats-Direktwahl den vollständigen Mehrheits- und Verantwortungswechsel im Vogelsbergkreis vollzogen. Die aus 21 Abgeordneten und 5 Beigeordneten bestehende CDU-Fraktion habe sich in die in einer Demokratie wichtige Rolle der Opposition eingearbeitet und nehme diese Funktion erfolgreich wahr.

Umso wichtiger ist es nach den Worten von Künz und Dr. Heuser, dass frühzeitig und in aller Ruhe die Weichen für die Zukunft der Kreispartei und der Fraktion gestellt werden. Wie in jedem Verein und Verband sei es eine wichtige Aufgabe der Führungspersonen von sich aus zu erkennen, wann der Zeitpunkt für die Weitergabe der Verantwortung gekommen sei. Wer seine Führungsverantwortung wirklich wahrnehme, müsse rechtzeitig die Voraussetzungen für eine geregelte Übergabe schaffen, nichts sei in Parteien und Verbänden schlimmer, als dass die Ämter von Vorsitzenden unter Zeitnot im „Hau-ruck-Verfahren" neu besetzt werden. Zwei Jahre vor der nächsten Kreistagswahl ist nach reiflicher Überlegung und verschiedentlich geführten Gesprächen nach Auffassung der beiden jetzigen Vorsitzenden der Zeitpunkt für die Weitergabe der „Staffelhölzer" gekommen. Jüngere Parteimitglieder sollten jetzt in die wichtigen Ämter des Kreis-und des Fraktionsvorsitzenden gewählt werden, damit die inhaltlich-programmatischen, die personellen und die organisatorischen Weichen für den Wahlkampf in Richtung März 2016 gestellt werden können.

Ziel der CDU-Vogelsberg muss es nach den Worten von Künz und Dr. Heuser sein, wieder die Regierungsverantwortung zu übernehmen, denn die jetzige Koalition aus SPD/Grünen und FW habe in den vergangenen fast drei Jahren für sich selbst wichtige und teilweise hochdotierte Positionen besetzt, für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises aber nicht erkennbares zustande gebracht (sie zuletzt „Zweckverband Jugendarbeit").

Welche Persönlichkeiten die Ämter des Kreisvorsitzenden und des Fraktionsvorsitzenden übernehmen, wird nach den Worten von Dr. Heuser und Künz in den nächsten Wochen in den Beratungen der zuständigen Parteigremien entschieden und Ende März 2014 werden die Wahlen dann durchgeführt. Beide Politiker erklärten abschließend, dass sie auch nach der Weitergabe der Führungsverantwortung als Abgeordnete im Vogelsberger Kreistag – dem sie seit 1981 angehören – bleiben und sowohl im Kreistag als auch in den weiteren Funktionen aktiv weiter arbeiten werden. +++




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