27.04.14 - BAD HERSFELD

Grundlagen für Klage geschaffen

BI "Rettet den Stadtwald" hat mit Schallmessungen begonnen

Nach der Rodung der geplanten Standorte für Windkraftanlagen im Stadtwald hat die Bürgerinitiative nach eigenen Aussagen noch vor dem Bau der Anlagen mit Schallmessungen begonnen. Beauftragt worden sei dazu ein Experte für Schallmessungen, Sven Johannsen vom Akustik-Messlabor der Firma Asgard aus Birkenau. Mit einer sogenannten „beweissichernden Schallmessung nach TA-Lärm-Kriterien" habe die BI nun den ersten Teilschritt geschaffen, die vermutlich fehlerbehaftete Schall-Immissionsberechnung der Windkraftanlagenplaner und Betreiber auf dem Klageweg anzufechten. So ließen sich gegebenenfalls zumindest umfangreiche Nachtabschaltungen auf Dauer durchsetzen, meint die BI.

„Wir schaffen so die Grundlage für den Nachweis, dass die befürchtete Schallbelastung der Anwohner den Anlagen zugeordnet werden können. Dies ist mit einer Messung vor dem Bau der Anlagen möglich. So ließe sich belegen, dass die nach der Errichtung zu erwartende Belastung tatsächlich den Windkraftanlagen gerichtsverwertbar zuzuordnen sind." Die BI befürchtet, dass die geplanten Anlagen teils wesentlich lauter sein würden, als im Genehmigungsverfahren durch die Firma ABO-Wind eingereicht worden sei. Das liege darin begründet, dass die Berechnungen hier in der Regel auf einem sogenannten neutralen Luftschichtungsmodell beruhten, welche es in der Realität jedoch so nicht gebe. Daher würden, je nach Topographie und meteorologischer Wetterlage, oft höhere Schallbelastungen und Werte für betroffene Bürger beim Betrieb der Anlagen erzeugt. Diese würden die seitens der BI beauftragten Messungen dann belegen.

Die BI geht davon aus, dass diese Schallmessungen auch von möglichen Investoren sehr genau wahrgenommen würden. Angesichts der vom Vorstand der ABO-Wind Dr. Jochen Ahn eingeräumten ohnehin grenzwertigen Wirtschaftlichkeit des Standortes, wären weitere Abschaltungen sicherlich ein zusätzlicher Grund, um von diesem Projekt noch Abstand zu nehmen, meint Markus Gressmann, der Sprecher der Bürgerinitiative Rettet den Stadtwald.+++




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