03.05.14 - GERSFELD

Was habe ich von Europa?

ZIEGLER-RASCHDORF zu Besuch in Rhön-Hauptstadt

„Was habe ICH von Europa?", zu diesem aktuellen Thema lud der CDU-Stadtverband Gersfeld zusammen mit der MIT Rhön zu einer öffentlichen Veranstaltung mit einer der Spitzenkandidatinnen der CDU Hessen für das Europaparlament, Frau Margarete Ziegler-Raschdorf, ein. In seiner Begrüßung erwähnte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes und Bürgermeisterkandidat Steffen Korell, dass viele Menschen nicht europabegeistert seien und sich von einer überbordenden Bürokratie sowie Einmischungen in Kleinigkeiten des Alltages gestört fühlten. „Die Menschen stehen hinter der europäischen Idee, sind aber mit dem gegenwärtigen Status unzufrieden. Unser Ziel muss sein, Europa den Bürgerinnen und Bürgern wieder näher zu bringen und diese Vorteile bürgernah sichtbar zu machen", so Korell.

In ihrem umfangreichen Referat unterstrich Margarete Ziegler-Raschdorf, dass die Europawahl in einer politischen Krisensituation stattfinde und die gegenwärtige Situation in der Ukraine Sorgen bereite. „Hier genau wird deutlich, was wir zu allererst von Europa haben – eine 70-jährige, nie gekannte lange Zeit des Friedens, der Freiheit und der gemeinsamen Werte in Europa. Dies ist ein kaum zu ermessendes Glück und die Krise in der Ukraine macht erneut deutlich: Wir brauchen ein geeintes Europa!" Sie führte aus, Europa sei in den vergangenen Jahrzehnten große Schritte voran gekommen: es ermögliche einen grenzenlosen Urlaub ohne Schlagbäume, ohne Visapflicht, ohne Geldumtausch, das Studium und die Anerkennung von Studienabschlüssen im europäischen Ausland.

Ganz aktuell seien der Anspruch auf ein Basisbankkonto für jedermann und jede Frau sowie einheitliche Ladestecker für Elektro-Autos vom Europäischen Parlament beschlossen worden. Ein weiterer Meilenstein sei endlich auch die Klärung der uneingeschränkten Mitnahme von Betriebsrenten bei Arbeitsplatzwechsel ins EU-Ausland. „Die Grenzen Europas verschwimmen zunehmend – ein Studium im europäischen Ausland gehört mittlerweile zum Alltag vieler Studierender, die Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist für uns selbstverständlich geworden. Allerdings muss die Zuwanderung ausschließlich in unsere Sozialsysteme unterbunden werden", erläuterte Europakandidatin Ziegler-Raschdorf und betonte: „Wir in Deutschland brauchen in Zukunft ein starkes Europa, um Wohlstand, Arbeitsplätze und Chancen für alle zu sichern. Nur gemeinsam können wir etwas ausrichten, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Europa muss stabiler werden: Ja zu einem stabilen Euro und Ja zu stabilen Finanzen."

Sie wende sich entschieden gegen die Vergemeinschaftung der Schulden von EU-Krisenländern in einer Schuldenunion und sog. „Euro-Bonds". Mit der Einführung der Bankenunion und der Bankenaufsicht habe das EU-Parlament vor wenigen Tagen einen historischen Beschluss gefasst. „Wir wollen keine Schuldenunion, sondern eine Stabilitätsunion. Wenn wir auf Deutschland und Hessen schauen, so stellen wir fest - uns gut geht. Dies ist kein Selbstläufer – wir müssen diesen erfolgreichen Weg mit aller Konsequenz weiter gehen. Die CDU macht erfolgreiche Politik, weil sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt".

In Hinblick auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl berichtete Frau Ziegler-Raschdorf, dass sie das Geschehen in Gersfeld aufmerksam verfolge. „Nach meinem Eindruck bleibt Gersfeld unter seinen Möglichkeiten. Die Stadt an der Wasserkuppe bietet einen hohen Freizeitwert mit immensen Möglichkeiten." Ziegler-Raschdorf ermutigte den Bürgermeisterkandidaten Korell, einen kraftvollen Wahlkampf zu führen. Sollte ihr der Einzug in das EU-Parlament gelingen, so könne Korell mit ihrer vollen Unterstützung rechnen – gerne wolle sie sich dann auch für Möglichkeiten der EU-Förderung einsetzen, z.B. Mittel aus dem Leader-Programm oder des Europäischen Sozialfonds ESF.

Abschließend bedankte sich Lothar Schreiber, Vorsitzender der MIT Rhön, bei der Referentin, dem anwesenden Landtagsabgeordneten Markus Meysner, sowie allen Gästen. Die Vorteile der EU für die Unternehmen und deren Mitarbeiter müssten weiter ausgebaut und zu weit reichende Eingriffe der EU-Kommission in den Markt zurück gedrängt werden. Zufriedenheit zeigte er darüber, dass der Meisterbrief sowie die duale Ausbildung erhalten blieben und das Handwerker bis zu einem Radius von 100 Kilometern ohne EU-Fahrtenschreiber unterwegs sein dürfen. „Wenn es den Unternehmen gut geht, dann profitieren die Arbeitnehmer. Wir müssen alles tun, damit wir den richtigen Weg in den kommenden Jahren weitergehen. Darum geht es am 25. Mai 2014. Wir kämpfen um ein starkes Ergebnis – um eine starke CDU", so Schreiber abschließend.+++




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