von links: Wolfram Latsch (Wirtschaftl. Leiter AWO Fulda) Renate Lackner (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit - Violeta gGmbH) Sr. Dr. Lea Ackermann (Gründerin SOLWODI) Adriana de Oliveira (Projektleiterin AWO Fulda) Johanna Pflüger (Projektleiterin AWO Fulda) Gaby Wölffel (Abteilungsleiterin ambulante Jugendhilfe Diakonisches Werk Fulda) Martina Hering (Frauenbeauftragte – Staatliches Schulamt Fulda)

01.07.14 - FULDA

„Was heißt Ehre?“

Eröffnung der Ausstellung und Themenwoche "Tatmotiv Ehre"

"Ehre und Gewalt passen nicht zusammen.“ - Unter diesem Thema fanden sich am Freitag, den 27.06.2014 ca. 120 Gäste aus Politik und Kommunalverwaltung, Vertreter von Netzwerkpartnern und interessierte Bürgerinnen und Bürger in dem von der AWO Fulda getragenen Mehrgenerationenhaus Aschenberg zusammen, um feierlich die Ausstellung „Tatmotiv Ehre“ und die damit verbundenen Schwerpunktwochen zum Thema Ehre und Gewalt zu eröffnen.

Die Wanderausstellung Tatmotiv Ehre wurde von der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES konzipiert und informiert auf 18 Stellwänden mit Fotos und Texten über verschiedene frauenspezifische Gewalteinwirkungen und die Lage bedrohter Frauen. Zudem ist auch ein Anliegen der Ausstellung, Menschen bekannt zu machen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens gegen diese frauenverachtenden Traditionen kämpfen.

Schwester Dr. Lea Ackermann, Gründerin der Organisation Solwodi und Aktivistin gegen Gewalt an Frauen, zeigte in Ihrem Hauptvortrag die Mechanismen von Gewalt auf, die sich im Namen der Erhaltung von Ehre der Familie oder des Mannes vor allem gegen die Frauen richtet. Die bedrückenden Beispiele von psychischer und physischer Gewalt und von Unterdrückung von Menschenrechten, die Schwester Lea aus ihren Erfahrungen der Arbeit in den Beratungsstellen von Solwodi schilderte, sind erschütternd. Und sie sind in den verschiedensten Kulturen zu finden – auch in Deutschland. „Ich freue, mich hier in Fulda ein so großes Interesse an diesem Thema wahrzunehmen. Eine aktive und so gut vernetzte Initiative wie hier ist eine sehr gute Ausgangsbasis, um von Gewalt betroffenen Frauen ein für sie passendes und ausreichend anonymes Beratungsangebot vor Ort zu geben.“

Renate Lackner von der Violeta gGmbH, einer stationären Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen und junge Frauen in der Region, stellte als Sprecherin der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre die Akteure und Aktivitäten der letzten Jahre vor und dankte für die vielfache Unterstützung durch die Kommunen und Netzwerkpartner. „Auch auf Landesebene muss sich hier viel mehr in Richtung Sensibilisierung tun“, führt Frau Lackner aus und fordert den Aufbau von landesweit greifenden Strukturen.

Dr. Norbert Jehn (CDU) überbrachte Grüße aus dem Hessischen Kultusministerium und betonte vor allem die gute Vernetzung und die Schnelligkeit, mit der in Stadt und Landkreis Fulda und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den vergangenen Jahren an diesem Thema gearbeitet wurde. Besonders erfreut wurde die Ankündigung des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld aufgenommen, der die Einrichtung einer Beratungsstelle in der Stadt Fulda noch in diesem Jahr für realistisch hält. Die Beratung soll durch die Organisation Solwodi erfolgen. Er dankte explizit den Akteuren der osthessischen Initiative und deren konstruktiver und zielstrebigen Zusammenarbeit untereinander und mit den Kommunen.

Adriana Oliveira (AWO) und Johanna Pflüger (AWO) stellten zudem noch einen Bezug von Thema und Ausstellung zur Praxis hier in Fulda her. Sie appellieren an eine offene und vertrauensvolle Arbeit mit den Familien. Dialog und Aufklärung sind Ziele die Sie mit den Schwerpunktwochen verfolgen. Frau Martina Hering (Staatliches Schulamt) warb eindringlich dafür, besonders Schulklassen den Zugang zu der Ausstellung zu ermöglichen.

Zum Abschluss wies Herr Latsch, Wirtschaftsleiter der AWO, auf die Bedeutung einer frühzeitigen präventiven Aufklärungsarbeit für dieses Thema hin, wie sie durch die Ausstellung hier am Aschenberg und die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Schwerpunktwochen vom 30.06. – 21.07.2014 geleistet wird und zu der die AWO gerne Räumlichkeiten und Ressourcen zur Verfügung stellt. „Wir freuen uns, möglichst viele Menschen hier am Aschenberg begrüßen zu dürfen und wünschen einen guten Besuch der vielfältigen Veranstaltungen der Schwerpunktwochen“.+++

Ausstellung Tatmotiv Ehre




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