Osthessen Sport
Doppelpass on Tour in Fulda: für zwei Stunden Talk steckt jede Menge Aufwand dahinter Fotos (3): Hendrik Urbin

15.02.2016 - FULDA

Von Kabeltrassen bis Scheinwerfer

Großer Aufwand: ein Blick hinter die Kulissen des Volkswagen Doppelpass on Tour

Ein gut gefülltes Phrasenschwein, eine launige Talkrunde und ein Mario Basler mit einem Feuerwerk an guten Sprüchen. Der "Doppelpass on Tour" am vergangenen Freitagabend in VW-Zentrum atzert:webert in Fulda-Lehnerz war ein voller Erfolg, das Autohaus mit 300 Gästen proppenvoll. Knapp zwei Stunden dauerte die Veranstaltung, in der zunächst die Verantwortlichen des TSV Lehnerz eine Talkrunde hielten ehe Moderator Thomas Helmer mit den Gästen Bernd Hölzenbein, Mario Basler und Oliver Pocher über das aktuelle Fußball-Geschehen diskutierte. Aber wie viel Aufwand steckte dahinter?

"Wir waren ein Jahr lang mit der Planung für diesen Doppelpass beschäftigt", verriet Geschäftsführer Philipp Atzert kurz vor dem Startschuss. Die heiße Phase begann aber erst im Dezember letzten Jahres, wie Peter Kuckenburg, Berater der Berliner Agentur Juniper Group, erzählte. "Ursprünglich war der Termin für den September 2015 geplant, dann kam der Wunsch, zu verlegen", so Kuckenburg. Hintergrund: der Termin im Februar passte viel besser zu den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des TSV Lehnerz.

Aber wie hat man sich die Planung und den Ablauf eines "Doppelpass on Tour" vorzustellen? "Der erste Schritt ist der, dass die Buchung bei uns eingeht. Dann machen wir uns an die Terminplanung", erklärte Kuckenburg. Dann geht es an die Planung der Gäste und der Moderatoren. "Das ist immer die wichtigste Frage. Bei den Gästen legen wir Wert auf einen aktuellen und regionalen Bezug", sagte Kuckenburg, der mit seiner Berliner Agentur als Medienpartner von Sport1 auftritt. Dass David Odonkor kurzfristig nach Moskau reisen musste und dafür der Frankfurter Bernd Hölzenbein einsprang, sei im Nachhinein wesentlich besser gewesen. "So hatten wir wenigstens einen Gast mit regionalem Bezug." Als Moderatoren kämen Thomas Helmer und Oliver Schwesinger in Frage, nach Fulda kam letztlich der Europameister von 1996.

Knapp 300 Gäste kamen ins ...Foto: Martin Engel

Vorher bekam der TSV Lehnerz ...

Gemeinsames Gruppenfoto: Philipp Atzert, Oliver ...

Auf- und Abbau ging an einem Tag über die Bühne. "Freitag früh um zehn Uhr ging es los, Einsatzbereit war das Team ab 16 Uhr und abgebaut wurde bis halb zwei in der Nacht", zeigte Kuckenburg den Aufwand auf. Insgesamt wurden mehrere hundert Meter Kabel verlegt und zwölf Scheinwerfer sorgten für das perfekte Licht. Zudem wurden vier Monitore und zahlreiche Lautsprecher aufgebaut. Für Licht und Ton verantwortlich: das Team von Plazamedia, das auch den sonntäglichen Doppelpass produziert. Mit drei Mann war die Firma in Fulda vor Ort. Ein eingespieltes Team, jeder Handgriff sitzt, jeder kann sich auf den anderen verlassen.

Einige Wochen vor dem Doppelpass reiste Peter Kuckenburg schon einmal nach Fulda: Ortsbegehung. "Man muss ich vorher natürlich die Location ansehen und ein Konzept erstellen. Dann werden Pläne gezeichnet, wie man das aufziehen kann", so Kuckenburg, der auch erklärte, warum es nicht möglich war beispielsweise einen Heribert Bruchhagen zu holen. "Der Doppelpass on Tour ist ein Marketingtool für VW und soll Kunden binden. Funktionäre von Vereinen bekommen deswegen Probleme, wenn sie andere Marken als Sponsoren haben. Etwa Dortmund mit Opel oder eben Frankfurt mit Alfa Romeo." Dass kurzfristig aufgrund der hohen Nachfrage hundert Stühle mehr organisiert werden mussten, war kein großes Problem. Der "Doppelpass on Tour" war ein gelungenes Event und einmal mehr ein gutes Beispiel für die Sportstadt Fulda. (Tobias Herrling) +++

                    

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