Osthessen Sport
Nach einem halben Jahr in Lauterbach wieder vereint: Fabian (links) und Hendrik Horak Fotos (4): Tobias Herrling

26.02.2016 - EISHOCKEY

Play-Offs zum Greifen nah

Fabian und Hendrik HORAK wollen Saison mit den Luchsen krönen

Läuft alles nach Plan, können die Luchse am Freitag im Heimspiel gegen den Neusser EV (20 Uhr) das Ticket für die Play-Offs so gut wie in der Tasche haben. Voraussetzung: ein eigener Sieg und eine Dinslakener Niederlage gegen Dortmund. Dann hätten die Luchse sechs Zähler Vorsprung bei zwei verbleibenden Partien - ein kaum zu verspielendes Polster. Zwei, die mithelfen wollen, diesen nicht zu erwarteten Erfolg perfekt zu machen, sind Fabian und Hendrik Horak.

Vor wenigen Wochen, kurz vor Ablauf der Wechselfrist, schloss sich Fabian Horak den Raubkatzen an und komplettierte das zweite Bruderpaar in den Reihen der Luchse. Denn vor der Saison kam schon Bruder Hendrik in den Luchsbau, zudem spielen Julian und Emanuel Grund für die Vogelsberger. Fabian Horak kam auf eigenen Wunsch vom DNL 2 Team der Roten Teufel Bad Nauheim nach Lauterbach. „Ich bin durch meinen Bruder auf die Mannschaft gekommen, habe mit trainiert und mir haben das Team und das Training gefallen“, sagt der 20-Jährige, der sich schon gut eingelebt habe in der Mannschaft von Arno Lörsch.  „Ich bin super aufgenommen worden, die Mannschaft hat einen tollen Zusammenhalt.“

In Bad Nauheim wurden die ...

Hendrik Horak (vorne) in Aktion: ...Archivfoto: Julius Böhm

Mit den Luchsen können die ...

Ähnliches bekommt man von Hendrik zu hören, der bereits im Sommer den Schritt nach Lauterbach wagte - ebenfalls aus Bad Nauheim.  „Ein ehemaliger Mitspieler hat quasi als Mittelsmann zwischen mir und Arno Lörsch fungiert“, erzählt der ältere der beiden Brüder über das Zustandekommen seines Wechsels. Hendrik und Fabian Horak haben den Großteil ihrer bisherigen Karriere in Bad Nauheim verbracht, fingen aber in Frankfurt, ihrer Heimatstadt, mit dem Eishockey an. „Unsere Groß-Cousins haben in der DNL (Deutsche Nachwuchsliga, Anm. d. Red.) gespielt und wir sind da einmal mitgeschleppt worden“, erzählt Hendrik, wie die beiden Stürmer mit dem Sport in Berührung kam. Erst meldete sich Hendrik als sechsjähriger bei den Löwen an, ein Jahr später schließlich auch Fabian. Zusammen wurden sie in der Saison 2012/2013 mit dem Nachwuchs der Roten Teufel Deutscher Juniorenmeister. 

Nun schicken sie sich an, mit den Luchsen Lauterbach in die Play-Offs der 1. Liga West einzuziehen. Ein eigener Sieg und eine Dinslakener Niederlage in Dortmund und eine weitere Überraschung wäre so gut wie perfekt. „Wir leben von unserem Teamspirit. Hier spielt einer für den anderen“, umreißt Hendrik das Erfolgsgeheimnis der Lörsch-Schützlinge. Und Fabian ergänzt. „Gegen Neuss müssen wir wieder unseren Willen und Disziplin an den Tag legen.“ Dann könnte eine jetzt schon sehr gute Saison gekrönt werden, denn eigentliches Ziel war Platz sechs in der Hauptrunde und das Erreichen der Finalrunde. Jetzt winken die Play-Offs um die Meisterschaft.

... und eine ohnehin schon ...

Dafür nehmen die beiden Anlagenmechaniker, die im elterlichen Betrieb in Frankfurt arbeiten, auch die Strapazen des Pendelns auf sich. Zwei bis dreimal die Woche Training in Lauterbach, zwei Spiele am Wochenende. Viel Zeit für Freizeit bleibt da nicht. „Man muss gut planen, dann geht das schon“, verrät Fabian, der auch privat viel mit seinem Bruder unternimmt - und sich gut versteht. Konfliktpotential herrscht aber bei der Wahl ihres Lieblings-Fußballklubs: Hendrik drückt den Bayern, Fabian Dortmund die Daumen. „Wenn er mit dem Pokalsieg kommt, komme ich mit dem Champions-League-Sieg“, lacht Hendrik. Am Freitag möchten sie aber gemeinsam mit den Luchsen einen Riesenschritt Richtung Play-Offs machen. (Tobias Herrling) +++

                    

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