Osthessen Sport
Foto. Marion Eckert

17.02.2017 - BISCHOFSHEIM/Rhön

"Ein Vorbild im gesamten Landkreis"

Rudi-Jung-Stiftung zur Förderung von Kinder- und Jugendsport gegründet

Anlässlich seines 86. Geburtstag hat Rudi Jung zur Förderung des Kinder- und Jugendsports im Stadtgebiet Bischofsbesuch und für den Erhalt der Kirchenorgel der katholischen Stadtpfarrkirche St. Georg eine Stiftung aus seinem Privatvermögen errichtet. Im Rahmen eines Festaktes dankte Bürgermeister Georg Seiffert für die überaus großzügige Zuwendung, die für die Bischofsheimer Sportvereine und die Kirche ein Glücksfall seien. Eigentlich hatte Rudi Jung seine Stiftung ganz im Stillen errichten wollen, doch mit eine wenig Überzeugungsarbeit konnte Bürgermeister Seiffert ihn doch überreden, den Geburtstag und die Stiftung öffentlich zu feiern. Zumal er für den Jubilar noch eine ganz besondere Überraschung parat hatte.

Aufgrund der großzügigen Unterstützung der Bischofsheimer Vereine und Kirche wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Bischofsheim ernannt. Rudi Jung ist in Bischofsheim geboren und aufgewachsen. Sein Urgroßvater war der letzte Polizeidiener Bischofsheims und hat mit der Amtsglocke die Bekanntmachungen ausgeschellt. Diese schwere Amtsglocke wurde im Rahmen der Verleihung der Ehrenbürgerwürde als Dauerleihgabe an Rudi Jung übergeben.
Als 23-Jähriger ging Rudi Jung nach Frankfurt, arbeite zunächst ein Jahr bei einer Immobilienfirma, bis er als Vertriebsmitarbeiter bei den Gelben Seiten begann und dies bis zur Rente fortführte. Gute Freunde machten ihn irgendwann auf die Möglichkeit im Aktiengeschäft aufmerksam.

Rudi Jung ging das Risiko ein und mit besonderem Geschick, dem notwendigen Mut zum Risiko und dem Quäntchen Glück war er dabei sehr erfolgreich. 1967 heiratete er seine Frau Karla, vor 32 Jahren zog sie es zurück nach Bischofsheim, wo er sich seither mit Rat und Tat in den verschiedenen gemeinnützigen Organisation und Vereinen in und für Bischofsheim engagiert.

Vor einem Jahr reifte der Entschluss, aus seinem Privatvermögen eine großzügig ausgestattete Stiftung für den Erhalt des Kinder- und Jugendsports in Bischofsheim zu errichten. Rat und Unterstützung holte er sich unter anderem bei Altbürgermeister Armin Lommel. Die Ausarbeitung der Stiftungssatzung übernahm der Kämmerer der Stadt Bischofsheim Joachim Dierolf. Mittlerweile sei die Stiftung von der Regierung von Unterfranken und dem Finanzamt bestätigt und anerkannt.

Die Verwaltung der Stiftung übernimmt die Stadt Bischofsheim, ohne Entschädigung. Dass ihm die Verbundenheit mit einigen Vereinen und Sportarten besonders wichtig sei, werden diese in der Stiftungssatzung explizit genannt. Dies sind der VfR Stadt Bischofsheim, der RWV Haselbach, der WSV Oberweißenbrunn und der TSV Bischofsheim. Pfarrer Manfred Endres dankte voller Erstaunen und Freude für die großzügige Zuwendung für die Kirchenorgel der Stadtpfarrkirche. Aber auch die Sportförderung sah er als sinnvoll und notwendig an. "Es gibt nichts sinnvolleres als sich für junge Menschen stark zu machen." Für die genannten Vereine sprach der Vorsitzende des VfR Stadt Bischofsheim Axel Braun, ist Rudi Jung doch schon seit vielen Jahren ein Freund und Gönner des Kinder- und Jugenfußballs. Die Stiftung ermögliche den Sportvereinen nun, ihre Arbeit noch besser auszugestalten und Unterstützung zu bieten. Derzeit werden in den vier Vereinen 850 Kinder und Jugendliche sportlich betreut. "Die nachhaltige Absicherung und der konsequente Ausbau unserer Abteilungen ist nun möglich." Braun versprach dem Jubilar und Gönner, dass der Kinder- und Jugendsport in den vier Vereinen stets im Sinne von Rudi Jung gepflegt werde.

Bürgermeister Seiffert ergänzte, dass nicht nur die vier genannten Vereine Nutznießer der Stiftung seien, sondern alle Vereine im Bischofsheimer Stadtgebiet können für den Bereich Kinder- und Jugendsport einen Antrag stellen.
Die Glückwünsche des Landkreises Rhön-Grabfeld zum Geburtstag und der Ehrenbürgerwürde der Stadt Bischofsheim überbrachte der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll. In Bischofsheim werde Rudi Jung unvergessen bleiben, als großer Sponsor und Förderer des Kinder- und Jugendsports. Mit seiner Stiftung sei er ein Vorbild im gesamten Landkreis und darüber hinaus.

Das letzte Wort oblag Rudi Jung selbst, der sich überwältigt von der Ehrung und Anerkennung zeigte. "Unser Ehe blieb leider kinderlos. Wir sind ohne direkte Nachkommen geblieben und möchten uns daher gemeinnützig engagieren", fasste er seine und die Beweggründe seiner Frau zusammen. Dem Sport in seiner Vielfalt habe er stets nahe gestanden, in früheren Jahren auch als aktiver Sportler. Der jährliche Ertrag der Stiftung werde den Vereinen zur Verfügung stehen. "Ich habe nach Errichtung der Stiftung selbst keinen Zugriff mehr auf das Stiftungsvermögen", schloss Jung seine Ausführungen. (Marion Eckert) +++

                    

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