Osthessen Sport
Die Weltmeistermannschaft im Feldhandball von 1966 mit Fuldas OB Dr. Heiko Wingenfeld (rechts) Fotos: Tobias Herrling

18.05.2017 - HANDBALL

Weltmeisterlicher Besuch

Fuldas OB Dr. Wingenfeld empfängt die Feldhandballer von 1966

Weltmeister im grünen Zimmer des Stadtschlosses: Am Mittwochvormittag empfing Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die deutsche Feldhandball-Mannschaft, die vor 51 Jahren Weltmeister wurde. Der Empfang bei deutschen Stadtoberhäuptern hat für die Handballer Tradition.

1966: Die deutschen Fußballer verloren auf dramatische Art das Endspiel um die Weltmeisterschaft in England. Das berühmte "Wembley-Tor" kostete den Titel. Im gleichen Jahr wurde aber eine andere Mannschaft auf dem grünen Rasen Weltmeister. Die deutschen Feldhandballer setzten sich im innerdeutschen Duell die Krone auf. Ebenfalls auf dramatische Art und Weise. Nur dank des besseren Torverhältnisses wurden die Feldhandballer nach dem Spiel gegen die DDR (15:15) Weltmeister.

Der damalige Kapitän, Erwin Porzner ...

Herbert Lübking galt als bester ...

Erwin Porzner schwärmte von seiner ...

"Sport verbindet!", sagte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zu den Herren von 1966, die sich im Fuldaer Stadtschloss versammelten. Was Wingenfeld meint? Obwohl der Titel bereits 51 Jahre zurückliegt, sei die Gemeinschaft und der Geist der Truppe noch immer spürbar. Die Weltmeister von 1966 treffen sich jedes Jahr in einer deutschen Stadt, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Jedes Jahr werden sie dabei von den jeweiligen Bürgermeistern empfangen. Diesmal stand Fulda auf dem Programm.

Und das passte ziemlich gut. Denn laut Wingenfeld sei Fulda eine Sportstadt. "Fulda ist auf einem guten Weg, die Vielfalt des Sports in vielen Bereichen wieder voranzubringen", meinte das Stadtoberhaupt und nannte exemplarisch die Fußballer von Borussia Fulda, die Tischtennis-Profis vom TTC Fulda-Maberzell, den Schwimmer Jan-Philip Glania oder die Marathon-Zwillinge Anna und Lisa Hahner. Nur der Handball sei in der Barockstadt nicht mehr so stark, wie er einst mal gewesen sei.

Wohl bekomms: Porzner stößt mit ...

Umso stolzer zeigte sich Wingenfeld, dass die Weltmeister den Weg nach Fulda gefunden haben. Viele der dreizehn Herren waren zum ersten Mal in der Domstadt und schwer beeindruckt, als Oberbürgermeister Wingenfeld die Geschichte Fuldas - von der Ankunft Bonifatius bis hin zur heutigen Zeit - wiedergab. "Es ist eine Ehre für mich, Sie hier heute zu empfangen. Sie sind sportliche Vorbilder", so Wingenfeld. Neben ihm stand Erwin Porzner. Der damalige Kapitän.

Als er das Wort ergriff, merkte man, wie sehr immer noch der Mannschaftsgeist in der Mannschaft lebt. Aus Mannschaftskollegen wurden Freunde. Und diese Freundschaften halten bist heute an. Alle kommen aus den verschiedensten Teilen Deutschlands: aus Hannover, Berlin und aus dem Süden Bayerns. "Es ist schön, sich jedes Jahr wiederzusehen und sich auszutauschen", sagte beispielsweise die Frau des ehemaligen Torwarts. 

Als Porzner und Co. Weltmeister wurden, sank der Stern ihrer Sportart bereits. Die gewonnene Weltmeisterschaft war die letzte, die ausgetragen wurde. Der Feldhandball wich mehr und mehr dem aufstrebenden Hallenhandball. "Wir haben in Leipzig vor 93.000 Zuschauern gespielt", sagte Porzner und zeigte damit auf, wie populär der Handball im Freien damals war. 

Für drei Tage blieben die Weltmeister in der Barockstadt. Der Kontakt kam über Uwe-Bernd Herching zustande, der ein Bekannter von Spieler Karl Lange ist und den Besuch in Fulda organisierte. Empfang im Stadtschloss und Stadtführung inklusive. Es war ein weltmeisterlicher Besuch einer Sportart, die einst eine große Popularität in Deutschland erfuhr. (Kira Weber/Tobias Herrling) +++

                    

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