Osthessen Sport
Montage: Janina Hohmann

12.06.2017 - FUSSBALL

Warum heißen die so? (1)

SG Huttengrund - Der Klub der Ekkedreeder Stibber und Romsthaler Gränner

Sie heißen Germania, Buchonia, Alemannia oder Britannia. Sieht man sich im Fußball-Raum Osthessen um, stechen einem die teils kuriosen Namen der Vereine ins Auge. In der neuen Serie von ON|Sport gehen wir deren Geschichte und Bedeutung auf den Grund. Den Anfang macht die SG Huttengrund, die ihren Namen einem Freiherrn zu verdanken hat.

So mancher Fuldaer Kreisoberligist hat an die SG Huttengrund keine gute Erinnerungen, wenn er sich bei der Anfahrt auf sein Navigationssystem verlassen hatte. Das führte ihn nämlich nach Hutten und nicht auf den Sportplatz in Eckardroth, einem Ortsteil der Kurstadt Bad Soden-Salmünster, wo die SG Huttengrund ihre Spiele austrägt.

Ehrenvorsitzender Horst Hähnlein Foto: privat

Im Jahre 1978 lösten sich die beiden Sportvereine SG Romsthal und der 1. FC Eckardroth auf und bildeten eine Sportgemeinschaft. Nach dem Willen der Gründer wurde beschlossen, dass der Verein den Namen „Sportgemeinschaft 1978 Huttengrund e.V.“ führt. Der Name Huttengrund wurde gewählt, da die beiden Stammvereine im Gebiet des Huttischen Grundes liegen, benannt nach dem Freiherrn und Humanisten Ulrich von Hutten, der auf der Burg Steckelsberg bei Vollmerz geboren wurde.

So mancher Rechtlose hatte sich über Jahrhunderte im kleinen Eckardroth versteckt. Dort hatte die Justiz keinen Zugriff. Doch die Zeiten haben sich geändert. Bei den Ekkedreeder Stibber und Romsthaler Gränner gelten heute die gleichen Spielregeln wie auf jedem Fußballplatz. Stieber - oder eben Stibber - waren Räuberbanden, die auf Beutejagd gingen. Der Begriff Gränner kommt aus Militärsprache und bezeichnet die aufgesteckte Spitze einer Waffe.

Angebot durch Hallenbau erweitert

Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte sollte im Jahre 2011 vor 2200 Zuschauern das Freundschaftsspiel gegen den Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt werden. Reck-Olympia-Bronzegewinner Eberhard Gienger gleitete damals mit dem Fallschirm in den Mittelkreis des Sportplatzes und legte dort die Lederkugel ab. Kurz nach Spielbeginn setzten Starkregen und Hagelschauer mit Blitz und Donner ein. Aufgrund der Gefahr für die Spieler und Zuschauer wurde das Spiel nach zehn Minuten abgebrochen. Die Zuschauer flüchteten unter die wenigen Überdachungen. Monate später holte die Eintracht das Freundschaftsspiel nach und gewann mit 18:0.

Bis zum Jahre 1994 war der Verein ein reiner Fußballklub. Erst nach dem Bau der Huttengrundhalle in Romsthal war es möglich, auch andere Sportarten anzubieten. Denn Turnen, Sport und Spiel zu pflegen und deren ideellen Charakter zu wahren, war der Vereinszweck. Ebenso wie die sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Jugendpflege fernab jeglicher politischer oder weltanschaulicher Gesichtspunkte. Zusammen mit den Vereinen SG Bad Soden, SV Salmünster und SG Ahl gründete der Klub vor fünf Jahren den Jugendförderverein Bad Soden-Salmünster, der inzwischen 300 Kinder und Jugendliche in 17 Mannschaften betreut. Die SG Huttengrund spielt heute in der Kreisoberliga Fulda-Süd und hat rund 600 Mitglieder. (Dietmar Kelkel) +++

                    

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