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Mehr Rente, wegfallender Tankrabatt, neue Regelungen bei der Grundsicherung: Das ändert sich im Juli - Symbolbild: Pixabay

01.07.2026 - REGION

OSTHESSEN|NEWS gibt einen Überblick

Änderungen im Juli: Sprit wird teurer, Punktehandel verboten, Renten steigen

Im Juli fällt der Tankrabatt weg, Bußgeldbescheide können auch nach sechs Monaten zugestellt werden und das Bürgergeld wird zum Grundsicherungsgeld. Erneut gibt es im neuen Monat einige Änderungen. OSTHESSEN|NEWS gibt einen Überblick.

Der Tankrabatt entfällt ab Juli wieder, viele nutzten den Dienstag noch um günstiger ...Foto: Maurice Schumacher

Tankrabatt entfällt

Seit Mai galt der Tankrabatt in Deutschland. Die Steuern für Diesel und Benzin wurden um etwa 17 Cent gesenkt. Dies sollte Autofahrer entlasten, allerdings kam es nicht immer entsprechend bei den Kunden an. Ab Juli entfällt dieser Rabatt wieder. Besonders am Dienstagvormittag war an vielen Tankstellen in der Region besonders viel los. Es kam zu Wartezeiten, da viele Autofahrer noch einmal den Rabatt mitnehmen wollten, bevor der Preis wieder steigt.

Bürgergeld wird zum Grundsicherungsgeld

Ab Juli heißt das bisherige Bürgergeld Grundsicherungsgeld. An der Höhe der Leistung ändert sich nichts, allerdings ist die Unterstützung an mehr Mitwirkung gebunden. Wenn beispielsweise Termine beim Jobcenter wiederholt nicht wahrgenommen werden oder nicht genug Eigeninitiative bei der Jobsuche gezeigt wird, können die Leistungen gekürzt werden. Dies passiert nicht bei einmaligen Vorfällen, sondern bei Wiederholung ohne triftigen Grund.

Foto: O|N Archiv / Marvin Myketin

Punktehandel wird verboten, Bußgeldbescheide dürfen länger dauern

Wer zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, hatte bisher die Möglichkeit, dass eine andere Person die Punkte oder ein Fahrverbot übernimmt. Im Internet bieten Agenturen den Dienst über Strohmänner an. Dies ist nun verboten. Verstöße können nun mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet werden. Bislang war es eine Grauzone. Außerdem gilt eine neue Verjährungsfrist für Bußgelder. Die Zustellung von Bußgeldern darf nun ein halbes Jahr dauern - bisher waren es drei Monate.

Mindestlöhne im Pflegebereich steigen und Renten werden erhöht

Ab dem ersten Juli steigen die Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege - eine weitere Erhöhung ist in einem Jahr vorgesehen. Außerdem steigen die Renten um 4,23 Prozent. Das betrifft in Deutschland etwa 21,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner. In Zukunft will die Bundesregierung die Empfehlung der Rentenkommission umsetzen. Demnach sollen die Renten künftig weiter steigen, allerdings nicht mehr so stark.

Im Juli gibt es einige Änderungen, viele davon werden die Menschen im Geldbeutel spüren. Manche können sich freuen, andere weniger. (fw) +++

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