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04.03.08 - Fulda

Wer wird neuer KLINIKUM-Vorstand? Kommt ZIEGLER-RASCHDORF (CDU)?

Wer wird der oder die künftige Vorstandsvorsitzende der Klinikum Fulda gAG? Spätestens am 01. August - also in knapp fünf Monaten - muss dieser Posten neu besetzt werden, denn der jetzige stellvertretende Vorstandsvorsitzende, der frühere langjährige Chefarzt Prof. Reiner Dölp, hat dieses Amt für ein Jahr übernommen. Nach den Vorschriften des Aktiengesetzes ist dies die maximale Amtszeit für die "Sonderform" eines stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Zur Erinnerung: im Sommer vergangenen Jahren musste der jahrelang als "erfolgreicher Klinikumsvorstand" gelobte Claus-Dieter Schad seinen Hut nehmen - für nicht wenige ein "Bauernopfer" als Folge des damaligen Salmonellen- und Legionellenskandals. Lesen Sie dazu auch folgenden Bericht: http://www.angelstein-tv.de/OsthessenNews/beitrag_A.php?id=1138412

Mittlerweile dauert die Suche nach einem oder einer geeigneten Vorstandsvorsitzenden viele Wochen an, Anzeigen wurden geschaltet und sogar ein "Headhunter" beauftragt. Zur Zeit fänden intensive Gespräche mit "einigen sehr interessanten Bewerbern" statt - so erklärte Fuldas Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum gAG, Gerhard Möller, auf Anfrage von "Osthessen-News". Das Auswahlverfahren werde sich nicht mehr lange hinziehen - und die Entscheidung des Aufsichtsrates "jetzt zügig fallen". Auf die Namen möglicher Bewerber und Bewerberinnen angesprochen, reagierte Möller sehr zurückhaltend. Er werde aus "begreiflichen Gründen" keine Stellung zu dem laufenden Verfahren abgeben, sagte er. "Auch jedes Dementi ist ja eine Festlegung".

Viele Namen werden derzeit als mögliche Kandidaten "gerüchteweise" gehandelt. Dazu gehören hochkarätige Fachleute von Uni-Kliniken aus Deutschland ebenso wie heimische Fachleute aus der "Krankenhaus-Szene". Unverhohlen ist auch von einer Frau die Rede: der osthessischen CDU-Landtagsabgeordneten Margarethe Ziegler-Raschdorf. Dies erfuhr "Osthessen-News" aus einer seriösen Quelle. Die gelernte Juristin (56), gebürtige Fuldaerin und Mutter von drei Kindern, wird nach dem Ergebnis der jüngsten Landtagswahl voraussichtlich nicht mehr in den Landtag zurückkehren. Hätte Sie also eine Chance?

Von der Redaktion direkt angesprochen, wirkte Ziegler-Raschdorf gestern Abend fast sprachlos und völlig überrascht. "Wer hat Ihnen denn das erzählt?" Sie selbst wollte davon noch nichts wissen, sondern wies darauf hin, dass vor der konstituierenden Sitzung des Landtags über ihre politische Zukunft noch gar nicht endgültig entschieden sei. "Ein Fünkchen Hoffnung" bestehe offenbar noch, dass sie doch noch als Nachrückerin in den Landtag einziehe. Falls dies nicht der Fall sein würde, dann verstärke sie ihre kommunalpolitischen Aktivitäten.

Aber genau genommen ist eine Entscheidung zugunsten der CDU-Politikerin auch nicht vorstellbar. Wie sagte doch der Aufsichtsratsvorsitzende Möller im Gespräch mit "Osthessen-News" wörtlich: "Im Gespräch sind mehrere interessante Bewerber mit einschlägigen Erfahrungen im Klinikmanagment". Und bei einer solcher Einschränkung kommt Ziegler-Raschdorf eben nicht in Frage.

Leicht dürfte dem Aufsichtsrat des Krankenhauses der Maximalversorgung die Personalentscheidung nicht fallen. Denn in den vergangenen Jahren hatte das Image des Hauses, das mit 1.000 Betten, 2.600 Mitarbeitern und jährlich rund 110.000 Patienten (stationär und ambulant) im Umkreis von knapp 100 Kilometern um Fulda die größte Klinik ist, gelitten: die vorzeitige Abberufung des Medizinischen Vorstands 2006, der Ausbruch der Salmonellen-Epidemie, das Auftreten von Legionellen im Trinkwasser und der Rücktritt des langjährigen Klinikchefs brachten erhebliche Unruhe wie bundesweite Schlagzeilen und kratzten am Ruf - was viele engagierte Mitarbeiter als ungerecht empfanden. Der neue Vorstand hat also künftig vieles aufzuarbeiten und zu bewältigen: Vertrauensstärkung in der Außenwirkung, aufbauende Bestärkung nach innen. Und er - oder sie - muss das Klinikum nicht nur bis 2012 für über 90 Millionen Euro architektonisch umbauen, sondern auch strukturell und medizinisch in ein neues Zeitalter führen. (ci / gw) +++

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