Breite Waldschneisen wurden angelegt, um großzügige Loipen anzulegen. - Fotos: Marion Eckert

Herrlich verschneite Waldatmosphäre.

09.12.08 - Rotes Moor

Loipenzentrum erfreut sich großer Beliebtheit - bis zu 2.000 Besucher täglich

Das Loipenzentrum am Roten Moor, früher bekannt als Loipe Schwabenhimmel, hat sich im Laufe der Jahre zu dem Langlaufzentrum in der Rhön gemausert. Ob bayerische und hessische Wintersportfreunde, ob sportlich ambitionierter Langläufer, Wochenendausflügler oder Winterwanderer das Rote Moor ist ein Begriff und erfreut sich allgemein großer Beliebheit. Diese Beliebtheit ist in erster Linie auf die gute Qualität der Loipen, die perfekte Präparation und den vorbildlichen Service zurückzuführen.

Dabei war die Ausgangssituation 1997 gar nicht so rosig. Langlauf war in der Hochrhön auf einer Höhenlage von 800 bis 900 Meter im Bereich des Heidelsteins an der hessisch-bayerischen Landesgrenze nur noch eingeschränkt möglich. Die Ursache hierfür waren zu enge Waldschneisen im überwiegend vorhandenen Fichtenbestand. Auch die Loipenpflege war alles andere als optimal. Die Loipen wurden von Mitarbeitern des Bauhofs der Stadt Gersfeld mit einem technisch veralteten Loipengerät präpariert und sie erfolgte nachrangig nach dem Räumen der Straßen in der Stadt. Mit dem vorhandenen Loipengerät, Baujahr 1987 konnten nur Parallelspuren für den klassischen Läufer gezogen werden. Der modernen Entwicklung der freien Technik konnte damit nicht Rechnung getragen werden. Es kam zudem zu Konflikten mit Fußgängern, die zwangsläufig durch die Spuren gingen und diese zum Ärger der Skifahrer zerstörten.

Um die Loipe Schwabenhimmel für den nordischen Wintersport attraktiv zu machen, begann 1998 das erste Freischneiden der Waldschneisen durch Hessen Forst. 1999 gab es einen ersten Einsatz von Großgeräten zur Entfernung von Wurzelstöcken und Herstellung der verbreiterten Loipenprofile. Erste Investitionen an der Loipentrasse wurden durch Stadt Gersfeld, die SKG Gersfeld, Abteilung nordisch, und Hessen-Forst getätigt. Im Jahr 2002 wurde, durch den Landkreis Fulda, ein neues Loipenspurgerat angeschafft und in Betrieb genommen, bei dem die Spurplatten ausgewechelt werden konnten, so dass die Loipen erstmals auch in der freien Technik präpariert werden konnten. Das Gerät wurde von Mitarbeitern der Stadt Gersfeld und von angestellten Vereinsmitgliedern bedient, gleichzeitig wurde die Loipe Schwabenhimmel in „Loipenzentrum Rotes Moor“ umbenannt.

2003 gab die Stadt Gersfeld das Loipenspuren vertraglich an die SKG Gersfeld ab. Die Zuschussbeträge wurden begrenzt, so dass das Risiko eines langen Winters der Verein trug. Um die Bürde des Schneerisikos tragen zu können, führt die SKG Gersfeld im Folgejahr mit großem Erfolg ein Spendenticket zur finanziellen Absicherung des Schneerisikos und der Instandhaltungen am Streckennetz ein. Es werden jährlich bis zu 300 ehrenamtliche Stunden am Streckennetz abgeleistet. Im Juli 2004 wurde am Parkplatz Moordorf das“ Haus am Roten Moor“, ein Gemeinschaftsprojekt von NABU, Landkreis Fulda, SKG und Stadt Gersfeld

eröffnet.

Durch die gute Präparierung für beide Stilarten und die ungebrochene Nordic Aktiv Gesundheitswelle stiegen die Besucherzahlen stark an. Das Loipenzentrum Rotes Moor zieht an schönen Wintertagen zirka 1.500 bis 2.000 Besucher an und mauserte sich zu einem der beliebtesten Langlaufgebiete Deutschlands. Im Jahr 2005 wurde das „Haus am Roten Moor“ durch das Schlagen einer zusätzlichen Schneise und die anschließende Herstellung der Loipentrasse auch in das“Wettkampfgeschehen“ integriert. Das Haus und die neue Loipenführung wurden gleich im ersten Winter hervorragend angenommen. Dann kam 2006 mit einem Jahrhundertwinter von 135 nutzbaren Schneetagen, vom 21.11.2005 bis 04.04.2006. Die SKG Gersfeld hat die bestehende Vereinbarung mit der Stadt Gersfeld zur Präparierung der Loipen gekündigt. „Auf Dauer kann ein Verein mit noch soviel ehrenamtlichem Engagement dem professionellen Anspruch der Nutzer nicht gerecht werden“, erklärte Wolfgang Kemmerzell, der Vorsitzende der SKG Gersfeld, Abteilung Nordisch. Eine vernünftige Finanzierung aller Kosten und die Ersatzbeschaffung des Loipengerätes mussten unter Beteiligung der Nutzer auch zukünftig sichergestellt werden.

Der Loipenpark.de mit Wolfgang Kemmerzell als Inhaber und Geschäftsführer wurde dann im Juni 2006 gegründet. Im Herbst des gleichen Jahres wurde ein Privatisierungskonzept inklusive des Parkplatzausbaus an Parkplatz Moordorf zur langfristigen Sicherstellung der Loipenpräparierung wird vorgestellt. Das Loipenzentrum wurde zudem im August 2006 durch den DSV zum Nordic Aktiv Zentrum zertifiziert. Der schneearme Winter 2007 und Orkan Kyrill ließen nicht eine einzige Skisportveranstaltung zu. Im Winter 2008 begann die erste Langlaufwoche bietet bereits ab 10. November ideale Bedingungen bei fast einem halben Meter Schnee der jedoch bis zum 10.Januar vollständig abtaute Mit dem Silvesterlauf und dem Deutschland Pokal der Senioren konnten die einzigsten Veranstaltungen des Winters in Hessen durchgeführt werden. Über Fasching und über Ostern gab es dann lediglich noch drei Schneewochen.

Nun hat der Winter 2008/09 begonnen. Seit 23. November sind die Wintersportler am Roten Moor unterwegs und freuen sich nach wie vor über die hohe Qualität am Roten Moor, die in dem Leitsatz von Loipenpark.de zusammengefasst wird. „Nur durch Professionalität kann bei Freizeitnutzern Zufriedenheit erzeugt und der Besucher in seinem Freizeitverhalten gelenkt werden.“(me)+++


Sportlich ambitionierte Läufer kommen am Roten Moor genauso auf ihre Kosten wie.....

....Skiwanderer die es gemütlicher angehen lassen.


Bei schönem sonnigen Wetter ist am Loipenzentrum Rotes Moor kaum einmal ein Parkplatz zu bekommen. Eine Erweiterung der Parkfläche wäre dringend nötig.

Ob Klassischer Laufstil oder freie Technik, die Bedingungen am Roten Moor sind für beide Laufstile ideal.

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