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v. l. Thorsten Pfeifer, Karl-Heinz Becker, Kerstin Knöll, Peter Wagner, Peter Happ, Wolfgang Storck, Udo Manz (Dienstgruppenleiter) und Andreas Weiher - Foto: Elbeth Ziegler

19.05.09 - Bad Orb

Blitzschnell auf durchgehende Pferde reagiert: Lob für beherzte Polizeibeamte

"Allein dank der Geistesgegenwart der Polizeioberkommissare Kerstin Knöll und Peter Wagner konnten schwere Personen- und noch weitere Sachschäden durch die scheuenden Pferde vermieden werden, die vergangene Woche in der Kurstadt für Aufregung sorgten", waren sich die Laudatoren einig, als sie den beiden Beamten ihr Lob aussprachen. Wie wir bereits berichteten, stand am vorletzten Sonntag ein Vierspänner vor dem Ausflugslokal "Haselruhe". Der Gespannführer hatte die Pferde an einem Pfahl angebunden und die Bremse des Gefährts angezogen. Der morsche Holzstamm gab bei einer Bewegung der Tiere nach, brach und erschreckte die Pferde so, dass sie führerlos davon "düsten". Der Halter wollte sie noch stoppen, kam aber einen Augenblick zu spät. Im Galopp donnerte das Gespann durch die Haselstraße und beschädigte mehrere Fahrzeuge.

Die alarmierten Beamten der Polizeistation waren im Nu vor Ort und konnten in der Haselstraße gerade noch ausweichen, bevor sie sich hinter die Kutschesetzen und die Pferde in einer spektakulären Aktion vor dem Bahnhofsrondell in die Hecke abdrängen konnten. Glück im Unglück war,dass Peter Wagner selbst Pferdehalter ist und zusammen mit Kerstin Knöll am Steuer in Bruchteilen von Sekunden die richtige Entscheidung traf. Da die Tiere in Richtung Innenstadt unterwegs waren, hätten sie ungebremst die Kreuzung Untertor überquert und wohl versucht, ihren üblichen Weg durch die Hauptstraße zum Salinenplatz zu nehmen. Drei Pferde kamen mit leichteren Blessuren davon, eines erlitt schwerere Verletzungen. Das beherzte Eingreifen der Beamten wurde nun in einer kleinen Feierstunde im Besprechungsraum der Polizeistation Bad Orb besonders gewürdigt. "Fast wäre Bad Orb bundesweit in negative Schlagzeilen geraten", eröffnete der stellvertretende Dienststellenleiter Andreas Weiher die Ansprachen und verglich die rasenden Rösser mit einer Szene aus dem berühmten Ben-Hur-Wagenrennen. Die Beamten hätten, bereits als sie die führerlosen Pferde auf den Streifenwagen zukommen sahen, die richtige Entscheidung getroffen. Und ohne das Abdrängen wäre es mit großer Sicherheit zu folgenschweren Unfällen gekommen, im schlimmsten Fall mit tödlichen Folgen.

Kriminaloberrat Karl-Heinz Becker, der amtierende Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, sprach den beiden Beamten seine Anerkennung aus und überbrachte auch den Dank des Offenbacher Polizeipräsidenten Heinrich Bernhardt. Allein vom Lesen des nüchternen Textes im Lagebild habe er schon das Ausmaß dessen, was verhindert werden konnte, ermessen können. Dass den Tieren auf ihrer fast fünf Kilometer langen Flucht keine Personen in die Quere kamen, sei großes Glück. Durch ihr umsichtiges Verhalten hätten die beiden Beamten auch großen Imageschaden von der Stadt abgewandt: "Ihnen gebührt höchstes Lob."Dem schloss sich Bürgermeister Wolfgang Storck, der zufällig direkt nach dem Abdrängen der Tiere am Unfallort war, an. Allein die Bremsspur der Kutsche und die demolierten Fahrzeuge auf dem Fluchtweg hätten gezeigt, welche Gewalt hier am Werke war.

"Hundertprozentig hätten wir mit schwersten Unfällen rechnen müssen. Kerstin Knöll und Peter Wagner haben mit kühlem Kopf die letzte Chance vor der Kreuzung genutzt und großen Schaden abgewandt. Das war John-Wayne-reif."Mit Losen für die Jubiläumslotterie bedankte sich Storck bei den Beamten. Dem Dank schlossen sich Thorsten Pfeifer, der als Kradfahrer mit weiteren Kollegen der Autobahnpolizei ebenfalls an der Unfallstelle war und mit anpackte, sowie Peter Happ vom Personalrat an. Happ war dann auch nicht mit leeren Händen gekommen. Er brachte zwei appetitliche Schwartemagen von der GdP (Gewerkschaft der Polizei) als kleines Dankeschön mit. Da an der Unfallstelle von mehreren Passanten Bilder gemacht wurden, bittet die Polizeistation Bad Orb für ihre Akten um die Aufnahmen. Kontakt über 06052/91480 oder per E-Mail an [email protected] zum Bild:v. l. Thorsten Pfeifer, Karl-Heinz Becker, Kerstin Knöll, Peter Wagner, Peter Happ, Wolfgang Storck, Udo Manz (Dienstgruppenleiter) und Andreas Weiher

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