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- Fotos: Klaus Dehnhard

02.12.10 - BAD HERSFELD

Auf den osthessischen Autobahnen rund um das Kirchheimer Dreieck ging von Mittwochabend bis Donnerstagnachmittag nichts. Zum Teil standen die Lastwagen am Rande der Autobahnen und kamen nicht mehr weiter. Die Räum- und Streudienste waren im Dauereinsatz, um die Verkehrssituation zu verbessern. Mittlerweile (Stand: 16:45 Uhr) haben sich die großen Staus und Behinderungen weitgehend aufgelöst, wie die Autobahn-Polizei in Bad Hersfeld mitteilte. Nach Angaben der Polizei waren die Räum- und Streuarbeiten durch Lastzüge blockiert worden, die bereits festgefahrene Lastzüge auf dem rechten Fahrstreifen noch überholen wollten, dann aber wegen der glatten und schneebedeckten Farbahn im Steigungsbereich ebenfalls stecken blieben. Gegen Mitternacht waren Betreuungseinheiten des DRK alarmiert worden, um auf der Autobahn die dort wartenden Personen mit Decken und warmen Getränken zu versorgen.

16:45 Uhr: Mittlerweile haben sich die großen Staus und Behinderungen weitgehend aufgelöst, wie die Autobahn-Polizei in Bad Hersfeld mitteilte. Nur im Bereich von Baustellen kommt es zu den üblichen Staus.

9:30 Uhr: Nun sind auch mehrere Feuerwehren aus Bad Hersfeld, Friedewald, Kirchheim und Niederaula alarmiert, um unter anderem liegengebliebene LKWs und Autos mit Kraftstoff zu versorgen.

8:30 Uhr: Der Verkehr rollt nur langsam an. Besonders betroffen ist die Region um das Kirchheimer Dreieck, Hattenbacher Dreieck sowie Bad Hersfeld und Friedewald. Nun wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, um liegen gebliebenen Auto- und LKW-Fahrern auf der A 4 zu helfen. Die Situation ist also weiterhin "chaotisch".

Im Einsatz waren seit 23:34 Uhr die beiden Betreuungszüge Hersfeld und Rotenburg. Aus dem DRK Kreisverband Hersfeld waren 20 Einsatzkräfte im Bereich der BAB A 4 zwischen Friedewald und Bad Hersfeld mit der Ausgabe von heißem Tee / Kaffee, heißen Würstchen und Decken beschäftigt.

Die Autofahrer konnten teilweise nur zu Fuß erreicht werden, da die Autobahn, auch für Einsatzfahrzeuge, nicht befahrbar war. Betroffen waren Hunderte Autofahrer in ihren Fahrzeugen und LKWs und auch mehreren Bussen. Die Lage entspannt sich nur sehr zögerlich, so der Stand um 6:30 Uhr.

Nachfolgend die Pressemitteilung der Polizei zur Situation in der vergangenen Nacht:

Bereits am Mittwochnachmittag kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld zu starken Schneefällen und infolgedessen zu ersten Behinderungen auf den Autobahnen. Von dem starken Schneefall war insbesondere die BAB A4 betroffen. Im Verlauf der Nacht zu Donnerstag ließ der Schneefall nicht nach, brachte zunächst den Schwerlastverkehr und im weiteren Verlauf den gesamten Verkehr auf der A4 zum Erliegen. Es konnte im Bereich der Anschlussstellen Friedewald und Bad Hersfeld eine Schneehöhe von 20 cm festgestellt werden.

Die Autobahnmeisterei Kirchheim war mit allen verfügbaren Streufahrzeugen auf der A4 im Einsatz.

Sehr bedauerlich war nach Polizeiangaben an dieser Situation jedoch, dass die Räum- und Streuarbeiten durch Lastzüge blockiert wurden, die bereits festgefahrene Lastzüge auf dem rechten Fahrstreifen noch überholen wollten, dann ebenfalls wegen der glatten und schneebedeckten Farbahn im Steigungsbereich steckenblieben. Hinzu kam dann, dass die Räumfahrzeuge der Autobahnmeisterei Kirchheim auf der A4 - hinter den blockierten Lastzügen – im Stau festsaßen und so die Fahrbahn weder räumen noch abstreuen konnte. Eine Fahrgassenbildung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Der Verkehr staute sich so zwischen Bad Hersfeld und Friedewald - in beide Richtungen - auf mehrere Kilometer (ca. 15 km).

Da kurzfristig keine Änderung der Verkehrssituation erkennbar war, die Kraftstoff- und Batteriereserven der Fahrzeuge sich mit zunehmender Uhrzeit dem Ende zuneigten, wurden durch das Deutsche Rote Kreuz warme Getränke und Decken an die im Stau stehenden und frierenden Verkehrsteilnehmer verteilt. Nachgeführte Streufahrzeuge wurden durch eine Polizeistreife über Landstraßen an die A4 herangeführt und entgegengesetzt auf die Fahrbahn gelotst, so dass der Stau, nicht wie gewohnt von hinten, sondern von vorne aufgelöst wurde, um zunächst den Einsatz der steckengebliebenen Streufahrzeug wieder zu gewährleisten.

Da durch diese mühevolle Vorgehensweise weitere Stunden vergingen, legten sich einige Verkehrsteilnehmer in ihren Fahrzeugen bzw. in ihren Fahrerkabinen schlafen, was zur Folge hatte, dass sie die Freigabe der geräumten Fahrbahn verpassten und der Stau sich nicht auflösen konnte. Die Streife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld musste nun von Fahrzeug zu Fahrzeug gehen, die Fahrer „wachklopfen“ und im bestimmten aber höflichen Ton zur Weiterfahrt animieren. Nach ca. 12 Stunden war es dann endlich soweit, dass sich der Verkehr in Fahrtrichtung Osten und Westen langsam wieder in Bewegung kam. Es kommt jedoch fortwährend zu Behinderungen, da sich der Stau nur sehr schleppend auflöst. Polizeistreifen müssen weiterhin die Strecke auf der A4 abfahren, um noch schlafende Verkehrsteilnehmer zu wecken.

Ein ähnliches Bild stellte sich auf der A7, Fahrtrichtung Süd, zwischen Parkplatz Pommer und dem Autobahndreieck Kirchheim im dreistreifigen Bereich dar. Hier konnte aber ein defektes Streufahrzeug durch die Fingerfertigkeit des Mitarbeiters der Autobahnmeisterei Kirchheim zeitnah behoben werden, so dass der Verkehr hier schnell wieder in Gang gebracht wurde. Der nachfolgende Verkehr staute sich auf ca. 5 Kilometer und löste sich relativ schnell wieder auf. Die vergangene Nacht dürfte für viele Verkehrsteilnehmer unvergesslich geworden sein. +++


























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