4. Fuldaer Drachenspektakel

Die Drachenflieger hinter dem Fest - Teil 2

Fotos: Katja und Markus Flander -

30.07.2018 - Viele verschiedene Drachenflieger kommen beim 4. Fuldaer Drachenspektakel am 11. und 12. August zusammen und präsentieren ihre schönsten Werke. Alle teilen sie die Liebe zu den bunten Wesen, die sich in teils gewaltiger Größe in die Lüfte erheben. OSTHESSEN|NEWS stellt die Personen vor, die helfen, das Drachenspektakel zu einem außergewöhnlichen Erlebnis zu machen. Heute: die "Allesflieger" Katja und Markus Flander, Ralf Kruse und Simone Schmidt sowie Werner Wambach und Wolfgang Wambach vom Drachenclub Aiolos Rodgau.

Katja und Markus Flander sind die "Allesflieger" aus Völklingen im Saarland. 1997 begann ihre Drachenfliegerleidenschaft mit dem Lenkdrachen. Zwei Jahre später besuchten sie ihr erstes Drachenfest, das "Kite Fliers Meeting" auf der dänischen Insel Fanø und wurden an diesem Tag vom "Drachenvirus" voll erwischt. Mittlerweile besitzen sie 49 Stab- und 35 stablose Drachen in einem Größenspektrum zwischen drei bis 30 Metern. Nicht selbst genäht, aber selbst gekauft. Der ihrer Meinung nach schönste ist der "Wyverex" vom deutschen Drachenbauer Ralf Zimmermann. Im Laufe eines Jahres besuchen die beiden zwischen 12 und 15 Drachenfesten in ganz Europa. Ihr persönliches Drachenfest-Highlight erlebten sie 2014 beim Fliegen in der Wüste von Kuwait.



Fotos: Ralf Kruse und Simone Schmidt

Ralf Kruse wurde 2005 vom "Drachenvirus" infiziert. Seitdem kauft und näht er so viele Drachen, dass sie inzwischen einen eigenen Anhänger füllen. 2009 steckte er dann Simone Schmidt an, bei der sich die Begeisterung bis in den Beruf erstreckt. Sie hat eine eigene Firma, die Windspiele verkauft. Die beiden fahren jährlich etwa 15 Drachenfeste an und unterstützen zum Beispiel Dorffeste, Jugendzentren und Kindergärten mit ihrem Wissen.

Fotos: Werner Wambach

Seit 1989 ist der Hanauer Werner Wambach Drachenflieger. Mit dem Kauf seines ersten Drachen, eines Delta Dart, bekam er Kontakt zu anderen Drachenfliegern. 1992 und 1993 nahm er als Zwei- und Vierleinerpilot an der Deutschen Drachen Meisterschaft in Paderborn teil. Nach einem Unfall im November 1993, bei dem er sich das Kniegelenk zertrümmerte, hörte er mit dem Wettkampfsport auf und fliegt seitdem "just for fun". Er ist Gründungsmitglied beim Drachenclub Aiolos Rodgau e. V. und im Besitz von etwa 80 Ein-, Zwei- und Vierleinerdrachen. Drachenfeste besuchte er in der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark, und Deutschland.

Fotos: Wolfgang Wambach

Auch Wolfgang Wambach fliegt seit 1989. Unter seinen 40 Drachen befinden sich Modelle wie Rokkakus, Deltas, Minikühe, Sterndrachen und ein Auto von Peter Lynn. Sein Lieblingsdrache ist allerdings Vereinsdrache Susi, eine 28 Meter lange gelbe Krake mit Pflaster auf der Stirn. Auch er ist Gründungsmitglied des Vereins Aiolos Rodgau. Der Reiz liegt für ihn auch im gemütlichen Beisammensein bei Lagerfeuer, Grillspezialitäten und Lieblingsgetränk. Er besuchte Drachenfeste zum Beispiel in Emmen (NL), Fanø (DK), Cuxhaven, Gelsenkirchen und Lünen.

Für die Drachenflieger liegt ein wichtiger Reiz im Gemeinschaftsgefühl. Über das Hobby fällt es leicht neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen, zum Beispiel nach einem gelungenen Fliegertag am Strand bei einem Bierchen und leckerem Gegrillten. (jh) +++

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