4. Fuldaer Drachenspektakel

Die Drachenflieger hinter dem Fest - Teil 3

Fotos: Petra und Marcel Kramer -

08.08.2018 - Viele verschiedene Drachenflieger kommen am Wochenende beim 4. Fuldaer Drachenspektakel zusammen und präsentieren ihre schönsten Werke. Alle teilen sie die Liebe zu den bunten Wesen, die sich in teils gewaltiger Größe in die Lüfte erheben. OSTHESSEN|NEWS stellt die Personen vor, die helfen, das Drachenspektakel zu einem außergewöhnlichen Erlebnis zu machen. Heute: Petra und Marcel Kramer; Herbert Leßmann; Marc und Niekol Vanden Broeck; die "Crazy Wings", bestehend aus Petra und Ralf Bünger und Ralf Aschoff; Eva und Helmut Schmid.



Marcel und Petra Kramer

Petra und Marcel Kramer kommen aus Bad Schönborn-Bad Langenbrücken im Badner Land und frönen dem Drachenhobby mit ihren beiden Kindern Tanja und Tobias. Zusammen mit seinem Sohn gründete Marcel Kramer das Team "Kitefriends Longbridge", das er inzwischen mit seiner Frau Petra weiterführt. Zu dem außergewöhnlichen Hobby kamen die Kramers auf der ostfriesischen Insel Langeoog, wo sie ihren ersten Lenkdrachen kauften und begannen, sich für Technik und Tricks zu interessieren. Die ersten großen Einleiner-Showdrachen im Besitz der Kramers waren der Fisch Nemo und ein 16 Meter langer Gecko. Insgesamt 50 Drachen dieser Art können sie mittlerweile ihr Eigen nennen. Dazu kommen etwa 40 Stab- bzw. Lenkdrachen. Der beeindruckendste darunter ist "Tabrix", der einen rot-orangenen Feuerdrachen darstellt und eine Flügelspanne von neun Metern hat. Familie Kramer besucht regelmäßig Drachenfeste, so zum Beispiel in Narbonne, Rodgau, Donaueschingen und Malmsheim.

Fotos: Herbert Leßmann

Seit 1987 beschäftigt sich Herbert Leßmann mit Drachen. Zusammen mit den Kindern begann er mit dem Lenkdrachenfliegen. Nach den ersten gekauften Drachen folgte bald der Spaß am Selbstbauen. Das "L-Team" besuchte immer das Drachenfest auf Römö in Dänemark. Nach einer krankheitsbedingten Pause intensivierte sich das Hobby für ihn ab 2008. Das Hauptaugenmerk liegt seitdem auf den Einleinern. Regelmäßig besucht er auch Drachenbauworkshops. Etwa 12 nationale und internationale Drachenfest fährt er pro Jahr an.

Marc und Niekol Vanden Broeck Fotos: Marc und Niekol Vanden Broeck

Marc und Niekol Vanden Broeck kommen aus Belgien zum Drachenspektakel nach Fulda. Die ersten Drachen, die so vor etwa 30 Jahren noch kauften, gingen sehr schnell kaputt, weshalb sie sich bald dazu entschieden, die Drachen selbst zu bauen. Die Pläne bekamen sie von Freunden oder aus Büchern. Was als kleiner Spaß am Strand begann, wurde über die Jahre zu einer echten Leidenschaft. Sie sind begeistert davon, Drachen zu bauen, fliegen zu lassen und auf Drachenfesten neue Freunde kennenzulernen.

Ralf Bünger Fotos: Crazy Wings

Petra Bünger, Ralf Bünger und Ralf Aschoff sind Teil der Gruppe "Crazy Wings". Die Leidenschaft fürs Drachenfliegen begann 1996 mit den Lenkdrachen. Nach einem Urlaub auf der Insel Fanø war ihre Begeisterung so groß, dass sie ihre Gruppe benannten. Die vielen, großen Einleiner-Drachen weckten den Drachenvirus in ihnen endgültig und sie begannen, selbst zu nähen. Sie sind auf Drachenfesten in ganz Deutschland aber auch Frankreich, Spanien, Dänemark und den Niederlanden unterwegs.

Petra Bünger

Ralf Aschoff

Fotos: Eva und Helmut Schmid

Eva und Helmut Schmid aus Kiedrich hörten in einer Doku über die Nord- und Ostseeküste zum ersten Mal von Drachenfesten und kauften einen Tag später die ersten Bücher über den Drachenbau. 30 Jahre sind seitdem vergangen und die Passion ist noch genauso groß, wie am ersten Tag. Auch ihre Tochter begeistert sich für das ungewöhnliche Hobby. Die Familie besucht mit dem Wohnmobil Drachenfeste in ganz Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Italien.

Für die Drachenflieger liegt ein wichtiger Reiz im Gemeinschaftsgefühl. Über das Hobby fällt es leicht neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen, zum Beispiel nach einem gelungenen Fliegertag am Strand bei einem Bierchen und leckerem Gegrillten. (jh) +++

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