Hessentag

Turn-Star Fabian Hambüchen (31) strampelt für den guten Zweck

Fotos: Hans-Hubertus Braune - Olympiasieger Fabian Hambüchen und Heide Aust, die mit großartigem Engagement und vielen ehrenamtlichen Helfern das Festival des Sports organisiert und durchführt

14.06.2019 - Er ist Europameister, er ist Weltmeister und er ist Olympiasieger, doch auf dem Hessentag ist er als Botschafter für die Sporthilfe Hessen, das Kultusministerium und des Hessichen Ministerpräsidenten im Einsatz. Es geht natürlich um den ehemaligen Weltklasseturner Fabian Hambüchen (31). Am Donnerstag schaute er auf dem Hessentag vorbei und ließ viele Sportbegeisterte an seiner Karriere und seinen derzeitigen Projekten teilhaben.



In einer lockeren Talkrunde plauderte der ...

und machte viele Fotos

Fabian Hambüchen im Gespräch mit O|N-Volontär ...

Zunächst wurde Hambüchen zu seiner Vergangenheit befragt, seine vielen Titel und Ehrungen wurden dort benannt. Der zweimalige Sportler des Jahres gewährte allerdings auch einen Blick hinter die Kulissen. Seit Kindesbeinen war sein Vater Wolfgang Hambüchen sein Trainer was auch zuhause manchmal für Probleme sorgte: "Wenn wir in der Turnhalle Stress miteinander hatten, ging das zuhause weiter, wir mussten sogar manchmal in getrennten Räumen zu Abend essen", gestand Hambüchen rückblickend. Erst mit dem Auszug von Zuhause mit 21 konnte man nach dem Training auch getrennte Wege gehen.

Im Moment ist Hambüchen für viele Sponsoren und auch für den TV-Sender Eurosport häufig im Einsatz: "Ich muss noch in kein festes Arbeitsverhältnis und kann sogar mithilfe von Eurosport nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokyo als Experte arbeiten", erläuterte der Wetzlaer zufrieden. Auch im privaten Umfeld hat sich was verändert. Seit dem vergangenen Oktober wohnt Hambüchen in seinem eigenen neugebauten Haus in Wetzlar.

Danach stellte Hambüchen eines seiner Herzensprojekte vor. Die Sporthilfe Hessen mit der Sportler wie er persönlich, Timo Boll oder auch die Niederaulaerin Schützin Jaqueline Orth untersützt wurden. Denn mithilfe der Sporthilfe Hessen können nicht nur finanzielle Sorgen eingedämmt werden sondern auch Studien ermöglicht werden, was Hambüchen auch persönlich wahrnahm.

Zu seinen Zukunftsplänen ließ Hambüchen im Gespräch mit O|N durchblicken: "In Zukunft möchte ich als Trainer arbeiten. Auch am liebsten im Leistungssport, ob nun einen Sportler vom Jugendalter in die Weltspitze führen, wie mein Vater, kann ich jetzt noch nicht genau beantworten." Zudem befand der Olympiasieger von Rio de Janeiro: "Jetzt bin ich froh, dass ich mit meinen verschiedenen Botschaftertätigkeiten und dem Expertenjob bei Eurosport über meiner fernerliegende Zukunft noch nicht nachdenken muss."

Während dieses Gespräches sammelte Hambüchen auf einem Fahrrad Geld für die Charity- Aktion, während des Hessentags, "Teamgeist hilft". Mit seinen absolvierten Kilometern sorgte er dafür, dass nun in den restlichen Tagen an verschiedenen Standorten noch 10.000 Kilometer gefahren werden müssen, um die 50.000 Euro für verschiedene Organisationen spenden zu können. (Kevin Kunze)+++