- Archivfoto: Gerhard Manns

LUDWIGSAU"Fit machen für Energiewende"

TenneT investiert 40 Millionen Euro in Ausbau Umspannwerk Mecklar

22.10.14 - Am Umspannwerksstandort Mecklar in Ludwigsau (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) modernisiert und erweitert TenneT nach eigenen Angaben die bestehende Anlage zwischen Friedlos und Mecklar, um sie für die Herausforderungen der Energiewende fit zu machen. Aufgrund der zentralen Lage in der Mitte Deutschlands und der Einbindung wichtiger Bestandsleitungen von Borken im Osten, Dipperz (Fulda) im Süden, Vieselbach (Thüringen) sowie als Endpunkt der in der Planung befindlichen Leitung von Wahle in Südniedersachsen, ist das Umspannwerk ein wichtiger Knotenpunkt im deutschen Übertragungsnetz. Über die zwei bestehenden Transformatoren werden außerdem das nachgelagerte 110 Kilovolt (kV) Netz und somit weite Bereiche Osthessens direkt mit Strom versorgt.

Nachdem Anfang Oktober erste Rodungsarbeiten begonnen haben, werden ab der 43. Kalenderwoche die Erdarbeiten und die Hangsicherung auf dem TenneT-Gelände nordwestlich der bestehenden Anlage beginnen. Im Frühjahr 2015 werden dann die Arbeiten für die Errichtung der neuen Schaltanlage und der Kompensationsspulen folgen. Bis 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. TenneT investiert am Standort Mecklar nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Euro. Über die bauausführenden Firmen sollen Aufträge auch an regionale Unternehmen vergeben werden.

Durch Zubau von Windkraftanlagen in Norddeutschland und nach Abschaltung aller deutschen Kernkraftwerke werde auf der Nord-Süd-Achse der TenneT-Regelzone in Zukunft ein Lastfluss von rund 7 Gigawatt zu transportieren sein. Das entspreche sieben Großkraftwerken. Eine stabile und ausfallsichere Übertragung dieser Leistung sei laut Tennet nur dann möglich, wenn die Belastung der Stromkreise auf den 380-kV-Hauptverbindungen gleichmäßig aufgeteilt sei und genügend Reservekapazitäten zur Verfügung stünden. Deshalb werde das Umspannwerk Mecklar um 13 Schaltfelder, eine Sammelschiene sowie Quer- und Längskupplungen erweitert. Dadurch würden die Kurzschlussfestigkeit und die Stromtragfähigkeit des Umspannwerks erhöht. Die neue Anlage werde ebenso wie die Bestandsanlage als gasisolierte Schaltanlage errichtet, wodurch deutlich weniger Platz benötigt werde und die magnetischen Felder minimiert würden.

Aufgrund der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien würden zusätzlich zwei sogenannte Kompensationsspulen errichtet. Mit Hilfe dieser Kompensationsanlagen sei es möglich, innerhalb von Sekunden auf Spannungsschwankungen im Stromnetz zu reagieren. Im Falle einer absinkenden Einspeisung von Solar- und Windstrom stelle TenneT die Stabilität und Betriebssicherheit des Übertragungsnetzes durch Zuschaltung der Kompensationsspulen sicher. +++


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