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Der symbolischer Knopfdruck zum Start des KATWARN-Systems im Landkreis Fulda -

FULDA Wenn das Handy zweimal klingelt...

KATWARN-System warnt Bevölkerung künftig im Katastrophenfall

02.06.15 - Eine ominöse Wolke erscheint über dem Industriegebiet. Die Feuerwehr rückt aus. Die Bevölkerung nimmt die Alarmierung wahr, was sie jedoch konkret bedeutet, wissen nur die Beteiligten. Eine durchaus ungemütliche Situation, selbst wenn man nicht direkt involviert ist. Große Teile Hessens haben hierfür bereits ein Warnsystem, seit heute zählt auch der Landkreis Fulda zu ihnen.

Im Gefahrenfall können Bewohner des Landkreises nun Warnungen und Hinweise zur richtigen Verhaltensweise direkt auf Smartphone oder Handy erhalten. Dies ist ein zusätzliches Angebot und ergänzt bisherige Warnsysteme wie Sirenen oder Presse- und Rundfunkmeldungen. Im Falle von Coli-Bakterienbefall des Trinkwassers zum Beispiel, könnten die angemeldeten Bürger so eine kurze Vorab-Information erhalten.

Auch Großbrände, Bombenfunde oder Stürme können auf diese Weise  kurzfristig bekannt gegeben werden. Besonders für Gehörlose soll das System vom erheblichem Nutzen sein, da diese Zielgruppe Radiowarnungen nicht wahrnehmen kann. Spezielle Symbole und Informationen klären so einfacher auf und Warnungen können über soziale Netzwerke geteilt werden.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld (links) ...Fotos: Sabrina Ilona Teufel

Das Warnsystem KATWARN steht kostenlos als Smartphone-App oder per SMS oder E-Mail zur Verfügung. Entwickelt wurde das System von Fraunhofer Fokus, die technische Plattform stellt die SV Sparkassenversicherung. Ganz billig ist das System nicht. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Installation auf 45.000 Euro. 15.000 davon übernimmt das Land Hessen. In der Folge entstehen dem Landkreis jährlich Kosten von 3.000 Euro plus die Kosten für den SMS-Versand an Abonnenten.

Dennoch, die Kosten erachten die Beteiligten für vertretbar und auch der Aufwand ist laut Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld „sehr überschaubar“. Moderne Medien und die guten Medienkompetenzen der Bevölkerung könnten so sinnvoll genutzt werden.

Damit die App korrekt warnen kann, werden Standortdaten der Nutzer benötigt. Die Hersteller haben jedoch darauf geachtet, dass diese anonymisiert und bei größtmöglicher Datensicherheit verwendet werden. Weitere Informationen unter www.katwarn.de (Sabrina Ilona Teufel)+++


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