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MdB Brand und Kömpel bei der Rollichallenge. - Archivfoto: Miriam Rommel

FULDA Sensibilisiert Tausende

„Rolli-Challenge Fulda“ begeistert fast 700 Teilnehmer

05.06.15 - „Unter der Schirmherrschaft der Mitglieder des Deutschen Bundestages, Frau Birgit Kömpel und Herrn Michael Brand, haben wir die ,Rolli-Challenge' vor sechs Wochen, am 25. April, eröffnet“, sagt Hanns-Uwe Theele, 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda e. V. (IGbFD).

Bereits am ersten Tag der „Rolli-Challenge“ nahmen neben dem hessischen Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, der Landtagsabgeordneten Sabine Waschke, dem zukünftigen Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, dem Bürgermeister von Fulda, Dag Wehner, dem Stadtbaurat Daniel Schreiner, dem Bürgermeister von Künzell, Peter Meinecke und seinem Nachfolger Timo Zentgraf, dem Direktor der Hochschule, Prof. Dr. Karim Khakzar, zahlreiche Stadtverordnete und bekannte Persönlichkeiten die Gelegenheit wahr, die Altstadt im Rollstuhl zu erkunden.

Den offiziellen Abschluss der Aktion am 6. Juni bildet um 12:00 Uhr eine Gruppe der Wirtschaftsjunioren. Gleichzeitig findet die Verlosung der tollen Preise der zahlreichen Sponsoren, mit einem Gesamtwert von mehr als 2.000 Euro statt. Welche Zahlen auf den Teilnahmekarten gewonnen haben wird auch auf der Internetseite und Facebook-Seite der IGbFD veröffentlicht.

Annähernd 700 Personen haben an der Aktion teilgenommen. Dies entspricht ca. einem Prozent der Bevölkerung der Stadt Fulda. „Das ist eine schier unglaubliche Anzahl. Wenn man das mit anderen Städten vergleicht, entspricht ein Prozent bei einer Stadt wie Frankfurt circa 7.000 Bürgern oder bei der Stadt Berlin rund 35.000 Menschen“, so Theele. „Aber die Sensibilisierung für Barrierefreiheit beschränkt sich bei dieser Aktion ja nicht nur auf die Teilnehmer. Denn jeder Teilnehmer hat von seinen Erlebnissen und Erfahrungen einer Vielzahl von Freunden berichtet und somit wurden durch direkte Erlebnisberichte viele tausend Menschen unmittelbar erreicht“, freut sich der Vereinsvorsitzende. „Für weitere tausende von Menschen in Fulda, die innerhalb der sechs Aktionswochen die Teilnehmer in den Rollstühlen beobachtet haben, war die Aktion und somit Barrierefreiheit das Stadtgespräch. Ich würde sogar sagen, dass es kaum jemanden in Fulda gibt, der in den vergangenen Wochen nicht über das Thema Barrierefreiheit diskutiert hat“, ist sich Theele sicher.

„Genau dies war ja auch unsere Absicht. Um das Bewusstsein in der Bevölkerung für Barrierefreiheit und Inklusion zu erhöhen, haben wir uns diese besondere Aktion ausgedacht. Unsere Erwartungen wurden um ein Vielfaches übertroffen. Die Medien haben umfassend berichtet, zahlreiche Videotrailer wurden erstellt, Radio FFH und HR4 haben auf die Aktion hingewiesen und sogar RTL hat die ,Rolli-Challenge Fulda' im Selbstversuch getestet und einen tollen Beitrag gesendet. Die Resonanz und der Zuspruch aus allen Teilen des Landes war riesig.

Auch wenn die ,Rolli-Challenge Fulda' nun beendet ist, werden wir, wie in den vergangenen Jahren, weiterhin Führungen von Gruppen im Rollstuhl und mit Blindenstock und Verdunklungsbrille anbieten. Barrierefreiheit ist ein sich stetig wandelnder Begriff und wird von vielen Beteiligten innovative Ideen einfordern und muss besonders von Planern mit viel Fachkompetenz begleitet werden. Dabei will unser Verein auch in Zukunft mit unseren Mitgliedern als Fachmann in eigener Sache Unterstützung geben, wo immer sie gefragt ist. Denn die Barrieren in Fulda lassen sich eben nicht nur am Kopfsteinpflaster fest machen.

Dies haben alle Teilnehmer in den vergangenen Wochen erkannt. Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Geschäftsinhaber aus dem Handel, Betreiber von gastronomischen Betrieben, Architekten, Schüler, Studenten, Angestellte und Auszubildende von zahlreichen Unternehmen haben vielfältige Erfahrungen machen können. Viele Gruppen habe ich auf Anfrage begleitet und nach hunderten von persönlichen Rückmeldungen und Erfahrungsberichten bin ich sehr sicher, dass unsere schöne Stadt auf einem guten Weg ist und die Teilhabe von Menschen, dank verbesserter Barrierefreiheit, in Zukunft Stück für Stück weiterentwickelt wird. Die Erfahrungen der Teilnehmer sind in Stichpunkten auf der Internetseite und Facebook-Seite der IGbFD abrufbar.

Diese Aktion wird langfristig wirken und eben nicht binnen weniger Tage aus den Köpfen verschwunden sein“, sagt Theele. „Wir danken allen Förderern aus der Gastronomie und dem Handel, den Medien, dem Sanitätshaus Keil und allen Teilnehmern für die Unterstützung.“+++


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