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Rund 100 Teilnehmer protestierten bereit Anfang Juni gegen die sinkenden Milchpreise auf dem „Daretzhof“ in Kleinlüder -

REGION Preise auf niedrigstem Niveau

Milcherzeuger aus der Region ziehen protestierend gen Brüssel

28.08.15 - Nach 2009 und 2012 befindet sich der Milchmarkt 2015 in einer weiteren, sehr schweren Krise. Die Preise für Milchprodukte sind auf globaler Ebene auf ein historisch tiefes Niveau regelrecht abgestürzt. In dessen Folge ist dadurch aktuell schon ein Milchpreisrückgang um über 13 Cent je Kilogramm Milch gegenüber Dezember 2013 eingetreten. Im Bundesdurchschnitt liegt der Milchpreis bei nur noch rund 28 Cent/kg, Tendenz weiter fallend. Im nord-/ostdeutschen Raum werden teilweise nur noch 24 /kg Cent bezahlt. Ein Ende dieser Talfahrt ist noch längst nicht absehbar – erst recht nicht, wann sich eine spürbare Erholung der Milcherzeugerpreise einstellen könnte. 

Nach vielen erfolglosen aufsehenerregenden Protestaktionen in den vergangenen Wochen in ganz Deutschland, wollen sich die europäischen Milcherzeuger nun in Brüssel Gehör verschaffen. Zu einer großen Kundgebung am Vormittag des 7. Septembers werden etwa 5000 Teilnehmern und 500 Traktoren erwartet. Die Aktion startet um 11 Uhr vor dem Justus Lipius-Gebäude des Europäischen Rats am Rond-Point Schuman, 1048 Bruxelles.

Für die Teilnehmer aus der heimischen Region werden Busse eingesetzt. Abfahrtszeit ist gegen 4.00 Uhr in Fulda. Anmeldungen bei O.Harder Tel 06642/6258 oder J.Hochgrebe Tel. 06429/825626 bis zum Sonntag, 30. August. Olaf Harder vom BDM-Kreisteam weist daraufhin, dass das Niveau der Milcherzeugungskosten im Bundesdurchschnitt weiter bei rund 45 Cent je Kilogramm liege, nach veröffentlichten Daten von Landwirtschaftskammern brauchen auch „gut geführte“ Milchviehbetriebe zur Kostendeckung mindestens 41 Cent/kg.

Hochgerechnet auf die deutsche Milcherzeugungsmenge ergibt das für die deutschen Milchviehhalter einen jährlichen Verlust von über 4 Milliarden Euro, auf EU-Ebene sogar von annähernd 20 Milliarden Euro. Geld, das die Milchviehhalter nicht in ihre Betriebe investieren und damit im ländlichen Raum ausgeben können. Die Profiteure der Krisen seien ausschließlich die Konzerne der Ernährungsindustrie. Die Betriebe des BDM fordern Kostendeckende Milchpreise und die Inkraftsetzung des vom BDM erarbeiteten Kriseninstruments sowie des Marktverantwortungsprogramms. Mit dem Geld aus der Superabgabe müsse sofort ein freiwilliger Lieferverzicht finanziert werden, damit die Menge runtergehe. ++gr++


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