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REGION NACHGEDACHT 139

Menschen, die nicht "satt" machen - Gedanken von Christina LEINWEBER

ZUR PERSON: Christina Leinweber, 1988 geboren in der osthessischen Bischofsstadt Fulda, neun Jahre katholisch-private Schulausbildung – so war der Weg zum Theologiestudium für sie vorbestimmt und beschlossen. Es ging dann für vier Jahre Studium in die nächste Bischofsstadt Paderborn - hatte dann ihr erstes Staatsexamen in der Tasche und nach einjähriger Refendarzeit in Lauterbach seit kurzem auch das zweite Staatsexamen. Ihre Tätigkeit als Kolumnistin bei osthessen-news.de möchte sie auch in Zukunft fortsetzen. Sie selbst bezeichnet sich als liberal-theologisch und kommentiert (seit 139 Wochen) in der Serie NACHGEDACHT Dinge des All-tags aus ihrer persönlichen Sicht.

06.09.15 - Wir können so viel essen - bis wird satt sind. Wir können so viel trinken - bis wir sitt sind. Aber es gibt einen unstillbaren Hunger, der mit dem bloßen körperlichen Gefühl wenig zu tun hat. Es ist ein Gefühl des unstillbaren Verlangens, das wir Menschen oft haben, wenn wir von etwas begeistert sind. Oder von jemandem. Ja, ich spreche heute davon, dass es Menschen gibt, von denen man nicht "satt" werden kann. Von denen man nie genug hat, weil sie einfach so erhellend und gut zu uns sind.

Manche Menschen haben eine - ich nenne es gerne Aura - die andere anlockt. Ich könnte sofort eine Hand voll Menschen benennen, mit denen ich unglaublich gerne sehr viel Zeit verbringe und von denen ich nie genug haben kann. In ihrer Anwesenheit fühle ich mich nie überflüssig, sondern immer gewollt. Und ich merke, wie die Ruhe von ihnen auf mich übergeht. Wenn sie anfangen zu sprechen, klebt man an ihren Lippen und so mancher Satz, den sie sagen, möchte man sich gerne sofort aufschreiben und als neues Lebensmotto begreifen.

Und genauso muss es damals gewesen sein, als Jesus zu den Menschen sprach. Seine Anwesenheit bedeutete etwas, sie bewirkte Nachfolge. Von ihm konnte man auch nicht "satt" werden, sonst hätten sich nicht so viele Menschen entschieden, mit ihm zu gehen. Wenn man sich einmal die Mühe macht, ein Evangelium komplett zu lesen und tatsächlich am Ball zu bleiben, kann man etwas davon spüren. Es ist eine wunderbare Gabe, wenn man Menschen begeistern kann. Ich denke, jeder kann sich einmal die bewusste Mühe machen, für andere eine Bereicherung zu sein. Versuchen wir doch in der nächsten Woche selbst einmal, ansteckend zu sein - mit guter Laune, mit guten Gedanken oder einfach nur mit unserer Anwesenheit.  (CHRISTINA LEINWEBER) +++


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