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FULDA Herausforderung für Hilfsorganisationen

90 Minuten Verpflegungs-Stopp für IC mit 500 Flüchtlingen - Essen & Medizin

07.09.15 - Angesichts der dramatischen Zustände in Ungarn hat Deutschland erneut tausende Flüchtlinge aufgenommen. Nach Tagen voller Strapazen erreichten am Wochenende nach offiziellen Angaben etwa 15.500 Flüchtlinge die Bundesrepublik. Wichtigstes Ankunftsziel war München/Hauptbahnhof. Viele wurden von dort in andere Bundesländer gebracht - auch in Richtung Hessen. 

Fotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld

Nachdem bereits am Samstagabend der ICE 90 aus Wien in Fulda einen kurzen Halt machte und eine kleine Gruppe zur Weiterfahrt nach Mannheim ausstieg, überraschte die Hilfsorganisationen und Rettungsdienste am Sonntagabend die Nachricht, dass gegen 22 Uhr ein vollbesetzter IC aus dem ungarischen Budapest nach Fulda kommen würde. Über die Leitstelle bei der Feuerwehr wurden der Einsatzstab und die Betreuungszüge von Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD) alarmiert. Auch Beamte von Bundes- und Landespolizei waren vor Ort im Einsatz.

Um 22:19 Uhr - der IC ...

Versorgung mit Lebensmitteln - Lage im ...

.... Bahnsteig in Fulda gegen 22:35 ...

Entgegen ersten Informationen war Fulda aber nicht Ziel der rund 500 Fahrgäste. Die Rettungsorganisationen waren gebeten worden, für die Flüchtlinge eine Essensversorgung zu organisieren. "Wir haben mit unseren ehrenamtlichen Helfern und vielen Freiwilligen hunderte Liter Wasser und Essen verteilt", sagte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Christian Erwin zu OSTHESSEN|NEWS und berichtete von 86 eingesetzten Kräften. Es ging aber auch um eine medizinische Versorgung, denn unter den Flüchtlingen befanden sich zahlreiche Schwangere. Exakt um 22:19 Uhr fuhr der Sonderzug, begleitet vom Personal und Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn, am Bahnhof Fulda auf Gleis 9 ein.

Trotz einer Vorlaufzeit von nur knapp zwei Stunden klappte alles vorzüglich. Mehrere Notärzte und Rettungsassistenten waren vor Ort, ebenso wie die Führungsriege der Feuerwehren von Stadt und Landkreis Fulda. Entsprechende Einheiten haben sich vor und hinter dem Bahnhof organisiert und auch am Bahnsteig und im Bahnhof war die Versorgung sichergestellt. Ein mit medizinischem Equipment ausgestattetes Sanitätszelt zur Behandlung war vorbereitet. Die Medien durften nicht auf Gleis 9, sondern auf Anordnung des RP Gießen den Einsatz nur vom Nachbargleis verfolgen.

Einige Kommunalpolitiker - darunter Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Landrat Bernd Woide und Vizelandrat Frederik Schmitt (alle CDU) - und etwa DRK-Geschäftsführer Christoph Schwab verschafften sich am Bahnhof einen Überblick. Aber auch Anhänger des Bündnisses "Fulda stellt sich quer" kamen um zu helfen. Sie wie auch die Politiker halfen das Wasser an die Flüchtlinge zu verteilen. Gegen 23:47 Uhr setzte dann der IC seine Fahrt in Richtung Kiel fort. Das Stadtoberhaupt fasste zusammen: "Unsere Hilfsorganisationen haben hervorragende Arbeit geleistet. Für die Ehrenamtlichen ist es aber immer wieder eine neue, große Herausforderung. Für uns ist in Fulda aber klar: Wenn Hilfe gebraucht wird, sind wir da." (Martin Angelstein / Christian P. Stadtfeld). +++

KBI Adrian Vogler und der ...

Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU).

Stadt Fulda Pressesprecher Michael Schwab.

Stadtverordnete Karin Masche (Die LINKE.Offene ...

Grünen Stadtverordnete Ute Riebold.

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Ein Sanitätszelt wurde vor dem ...

DRK-Geschäftsführer Christoph Schwab (mi.)

Helfer winken dem abfahrenden Zug ...

Kurz nach Mitternacht konnte noch ...

Die Einsatzleitung vor dem Bahnhof ...


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