SCHOTTEN Besonderer Europapreis

55 Jahre Städtepartnerschaft mit Arco/Italien

19.10.15 - Die Feierlichkeiten zum 55-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen der italienischen Stadt Arco und Schotten im Gasthaus „Zur Birke“ in Burkhards, nahm das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) am vergangenen Samstag zum Anlass, um dem Partnerschaftsverein Schotten eine hohe Ehrung zu teil werden zu lassen. Im Beisein von Abordnungen aus den Partner- beziehungsweise befreundeten Städten Arco/Italien, Crosne/Frankreich, Beloeil/Belgien, Ozimek/Polen, Rymarov/Tschechien, Roccella Jonica/Italien und Bogen/Bayern überreichte Dr. Christoph Müllerleile den besonderen Europapreis anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 an den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Schotten, Hans-Otto Zimmermann.

„Die Europäische Union erfreut sich nicht der Wertschätzung, die sie eigentlich verdient. Zwischen der optimistischen Erwartung des französischen Staatsmanns Jean Monnet, dass die europäische Einigung keine Staaten, sondern Menschen zusammenbringen würde, und der heute allgegenwärtigen Kritik an den Behörden in Brüssel scheinen Welten zu liegen.“, meinte Müllerleile in seiner Laudatio. Durch die Situation in Griechenland, die zunehmende Distanzierung einiger Staaten von den gemeinschaftlichen Zielen der EU und den unsolidarischen Umgang mit hilfebedürftigen Flüchtlingen und Minderheiten durch EU-Mitglieder, wenden sich immer mehr Bürger Europas von dem Ideal einer friedlichen, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ab. Eine sinkende Wahlbeteiligung sei Ausdruck des zunehmenden Vertrauensverlustes in die Demokratie und die Europäische Union.

Lag die Wahlbeteiligung bei den ersten Wahlen zum Europäischen Parlament 1979 europaweit noch bei durchschnittlich 63 Prozent, so waren es dreißig Jahre später, im Jahre 2009, gerade noch 43 Prozent. Und das, obwohl die Bedeutung Europas und des Europäischen Parlaments für jeden Einzelnen von uns zunehme.

Der Verschwisterungsverein Schotten habe die Gelegenheit genutzt, gemeinsam mit den Partnerstädten zu zeigen, dass Europa nicht nur eine Frage der Brüsseler Politik ist. Beispielhaft vereinte der Europatag in der Vogelsbergschule am 9. Mai zentrale Aspekte der europäischen Gemeinschaft: die kulturelle Vielfalt, die politische Debatte und die gemeinsame Geschichte. Den Auftakt machte ein Konzert, wie es wohl noch nicht oft zu hören war.

Fotos: gr

Gianfranco Zancarli und Lino Rosà wurden ...

Über das Internet verbunden sangen sechs europäische Schulchöre die erste Strophe der Europahymne in ihrer Landessprache. Die positive Rückmeldung aus den beteiligten Städten und die Begeisterung unter den Schülerinnen und Schülern lassen auf eine Fortsetzung und auch auf Nachahmung in anderen Städten und Gemeinden hoffen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern des Europaparlaments, des Hessischen Landtags und der Stadt wurden unter anderem Fragen bezüglich Bildung und Wirtschaft diskutiert und die Bedeutung der Wahlen zum Europäischen Parlament als direkte Einflussmöglichkeit auf die Politik der Europäischen Union hervorgehoben.

Gemeinsames Singen der Europa-Hymne

IPZ Vorsitzender Christoph Müllerleile überreicht Hans-Otto ...

Gemeinsam eröffnete man dann die Ausstellung „Zeugnisse europäischer Freundschaften aus mehr als 50 Jahren“, die durch die Präsentation von Gastgeschenken, der Partnerschaftsurkunden und Auszeichnungen der Historie der Schottener Partnerschaftsarbeit eine greifbare Dimension erhielt. „Die Geschichte der europäischen Partnerschaften ist auch die Geschichte der europäischen Einigung der Bürger“, so der IPZ-Vorsitzende.

Nicht umsonst spreche man bei den Städtepartnerschaften auch von kommunaler Außenpolitik. Die Zusammenarbeit zwischen Städten sei einfacher realisierbar als die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene. Sie ebne den Weg für die Einigung der Staaten. Aber sie ist keine Selbstverständlichkeit.

Mit seinen zahlreichen lebendigen Städtepartnerschaften beweise Schotten, dass die Europäische Union und die Europäische Bürgerschaft nicht auf abstrakten Ideen beruhen. Müllerleile gratulierte dem Verschwisterungsverein Schotten und den Gremien in Schottens Partnerstädten zu einer kreativen Umsetzung der europäischen Idee, die die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit auf ganz verschiedenen Weisen dargestellt habe.

Gastgeschenke wurden zwischen Schotten und Arco ...

Es folgten Ansprachen von Bürgermeisterin Susanne Schaab und den Vertretern der Partnerstädte. Sie würdigten den großen Weitblick der Gründer dieser Partnerschaften, denn sie seien Jahre voraus gewesen, wenn über Europa und ein gemeinsames Ziel, die europäischen Staaten geredet wurde. Bereits im September diesen Jahres hatte Gernot Schobert (Götzen) für sein über 40-jähriges Engagement für die Partnerschaft das „Silberne Banner“ der Stadt Arco erhalten. Jetzt wurden Lino Rosà, der Vorsitzende des Partnerschaftsverein Arco und Gianfranco Zancarli (Arco) mit Ehrennadel und Ehrenurkunde der Stadt Schotten für dieses Bemühen ausgezeichnet.
Der Festkommers im Gasthaus „Zur Birke“ endete mit dem gemeinsamen Singen der Europa-Hymne „Ode an die Freude“. (gr)+++


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