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LAUTERBACH Ein feste Burg ist unser Gott

Erfolgreiches Kammerkonzert für „Haus am Kirschberg“

20.10.15 - Mut machen zum Christ-sein und auf Gott zu vertrauen, wollten die Mitwirkenden des Mittelhessischen Kammerchores und des Mittelhessischen Kammerorchesters der Neuapostolischen Kirche mit dem diesjährigen Konzertprogramm. Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy standen dabei im Mittelpunkt.

Viele waren am Samstagabend der Einladung gefolgt und erlebten in der Kirche an der Kantstraße ein Konzert von hoher Professionalität, wie eine Besucherin beim Verlassen der Kirche bemerkte. Der Abend war dem Verein „Hilfe für das verlassene Kind“ gewidmet, zu dessen Gunsten zu Spenden aufgerufen wurde.

Gemeindevorsteher Frank Weller griff den Benefizgedanken auf und unterstrich, dass es für Christen zum praktizierten Glauben höre, Gutes zu tun. Ein Konzert biete dafür eine sehr schönes Möglichkeit. Der 17. Oktober sei der von den Vereinten Nationen zum Tag für die Beseitigung der Armut ausgerufen worden. Der Tag seht unter dem gedanken, sich mit vereinten Kräften für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen.

Der Verein „Hilfe für das verlassene Kind“ handele seit weit mehr als vierzig Jahren genau in diesem Sinne für junge Mütter mit ihren Kindern und Mädchen, die Unterstützung brauchen, um ihr Leben gut gestalten zu können. Diese Arbeit möchten wir mit dem Konzert gerne fördern, fuhr Weller fort.

Marina Hansel und Tobias Hofmann von der Einrichtung „Haus am Kirschberg“ nutzen die Gelegenheit, sich zum einen für das Engagement der Kirchengemeinde zu bedanken und stellten kurz die Arbeit vor, zu deren Erfüllung man immer wieder auf Spenden angewiesen sei.

Die Aktiven in Chor und Orchester brachten ein Programm zu Gehör, dass sehr facettenreich war. Beide Klangkörper harmonierten sehr gut miteinander. Sänger und Spieler folgten mit hoher Konzentration dem Dirigat ihres Leiters Dr. Arno Semrau, der es mit seiner Lebendigkeit verstand, Spannung aufzubauen und zu halten.

Das gesamte Programm stand unter Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Mendelssohns Reformationssymphonie in d-moll (op. 107) verarbeitet dieses Thema in dem 4. Satz und ist gleichzeitig deren mitreißendes Finale. Als Solostück des Orchesters war es einer der Glanzpunkte des Abends und wurde mit bestechender Exaktheit und Begeisterung vorgetragen.

Davor lag ein Programmteil, den der Chor alleine bestritt und Psalmvertonungen wie „Habe deine Lust am Herrn“ im Satz von Herrman Ober ebenso zu Gehör brachte, wie Paul Gerhardt „Ich will ihm singen“ in der Vertonung von Horst Krüger.

Mendelssohns musikalisches Schaffen stand im Fokus des Programms. Neben der bereits erwähnten Reformationssymphonie war es unter anderen auch das Stück „Verleih uns Frieden gnädiglich“, welches aus der Feder von Martin Luther stammt.

Den größeren Programmteil bestritten Chor und Orchester gemeinsam. Mendelssohns Vertonung des 115. Psalms, in 4 Abschnitte aufgeteilt, zeigte das weite Feld, welches beide Klangkörper abzudecken im Stande sind und wie gut die Abstimmung untereinander gelang. Dies war aber auch der guten Akustik der Kirche zu verdanken, wie ein Akteur noch dem Konzert bemerkte, was aufgrund der baulichen Gegebenheiten längst keine Selbstverständlichkeit sei.

In die beschriebene Harmonie fanden sich die Solisten Karola Semrau (Sopran) und Benjamin Koberstein (Bariton) beim Duett mit Chor sowie Markus Gilgen-Koberstein Tenor beim Arioso sehr gut hinein, ausdrucksstark aber zu keinem Zeitpunkt aufdrängend. Markus Gilgen-Koberstein und Benjamin Koberstein trugen sehr einfühlsam den Text „Sonntagmorgen“ von Johann Ludwig Uhland mit Klavieruntermalung von Rüdiger Bellfof vor und leiteten damit zum Finale über.

Der Neumarksche Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, den wiederum Mendelssohn in einer Kantate vertonte, rundete thematisch das Bild ab und unterstrich mit dem letzten Satz: „Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht!“ das Vertrauen auf Gott, welches Verfasser sicher hatte. Den Aktiven in Chor und Orchester gelang es, dies sehr gut zu transportieren. Das es bei den Zuhörern ankam, bewies der langanhaltende Applaus am Ende des Konzerts.+++


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