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Die drei Cops von "Knock Out" im Kaisersaal ... v.l.n.r.: Ingo Hoffmann, Martin Niedergesähs und Klaus Stickelbroeck - Fotos: Martin Engel

FULDA Krimi-Reihe „Tatort Fulda“

„Knock Out“ - Wenn echte Cops über Anekdoten aus ihrem Leben schreiben

02.03.16 - Der barocke Kaisersaal ist gut gefüllt, die Erwartungen hoch. „Wir erhoffen uns Spaß und Spannung“, so Sigrid Peuster, eine der zahlreichen Zuschauer am gestrigen Dienstagabend im Fuldaer Stadtschloss. Der Einspieler eines James Bond Klassikers lenkt die Aufmerksamkeit nach vorne zu den Hauptakteuren des Abends: Die Krimi-Cops stehen in den Startlöchern, um aus ihrem mittlerweile fünften Buch „Knock Out“ zu lesen.

Die Krimi-Cops, das sind fünf gebürtige Düsseldorfer Frohnaturen und obendrein echte Polizisten, die ihre Arbeit gerne mal auf besondere Weise ausleben. Zum Beispiel als Autoren von teils fiktionalen und teils auf reellen Erlebnissen basierenden Romanen. „Als Polizist lernt man Leute kennen, die lernt man so nicht kennen“, verrät Klaus Stickelbroeck, einer der Cops. Klar, dass diese Anekdoten festgehalten und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden müssen. Diesmal waren sie allerdings nur zu dritt auf Mission.

Gute Unterhaltung: OB Dr. Wingenfeld (Mitte) ...

Die Lesung gehört zu der Krimi-Veranstaltungsreihe „Tatort Fulda“, präsentiert von City Marketing. Außergewöhnliche Räume werden hier zum Schauplatz. Am heutigen 02.03. liest Autor Klaus Stickelbroeck süffige Short-Storys zur Bierprobe unter dem Motto "Noch´n Pils & Noch´n Mord" in Hohmanns Brauhaus in der Fuldaer Florengasse. Ort des Geschehens am gestrigen Abend: Der Kaisersaal, oder wie der Ehrengast Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld zu sagen pflegte „Nicht nur ein historischer Ort, sondern ein historischer Ort des Verbrechens, aber für heute sind wir sicher.“


v.l.n.r.: Besucherin Sigrid Peuster, Margarete Habouria ...

Wer schon immer wissen wollte, was Polizisten nach Dienstende so treiben, bekam an diesem Abend die Antwort: Ingo Hoffmann, Martin Niedergesähs, Klaus Stickelbroeck, Carsten Vollmer und Carsten Rösler setzen sich nach getaner Arbeit gern zusammen, sinnieren über ihre manchmal kuriosen und manchmal lustigen Fälle, und geboren werden virtuelle Kollegen, die die Ermittlungsarbeit übernehmen. In ihrem neuen Roman, einem hochexplosiven Mix aus Crime und Slapstick, ermitteln der mürrische Kriminalhauptkommissar Pit (Peter) Struhlmann, genannt „Struller“ mit dem Herz am rechten Fleck und sein manchmal naiver Praktikant Christian Jensen, der - als Immer-noch-Student - gerne mit Theorien und Gesetzestexten glänzt.

Die Geschichte spielt in der Heimatstadt der echten Polizisten. Inspiration schöpfen die fünf Männer aus aktuellen Anlässen. „Bei 'Knock Out' geht es größtenteils um K.O.-Tropfen, ein großes Thema in Düsseldorf“, erzählt Ingo Hoffmann. Ziel sei es, die Polizeiarbeit in den Büchern realistisch darzustellen. Die Szene beginnt damit, dass Praktikant Jensen am Morgen von Struller telefonisch zu seinem nächsten Fall gerufen wird. Eine Leiche wurde am Düsseldorfer Hafen aufgefunden. „Eine Leiche?“, fragt Jensen auf den Schlauch stehend. „Ja, ein Mensch, vor kurzem noch gelebt, jetzt tot“, kontert „Struller“ sarkastisch. Wenig später befinden sich die beiden gemeinsam auf der Fahrt zum Tatort. Nachdem sie die Stelle – nicht ganz unfallfrei- erreicht haben, werden die zwei Ermittler vom Einsatzleiter über den bisherigen Tatbestand unterrichtet. In der Nacht habe es einen lauten Knall gegeben, ein Motorboot sei in die Kaimauer gekracht und explodiert. Eine männliche Person liegt halb verkohlt unter einer Feuerdecke – womöglich ein Drogenabhängiger. Die Leiche hat zwei Schusslöcher in der Brust. „Geht die Leiche in die Gerichtsmedizin“, will Praktikant Jensen wissen und wird daraufhin von seinem Chef auf die Schippe genommen. „Nein, ich nehme ihn mit zu mir nach Hause.“

Weitere Personen befinden sich nicht an Bord – zumindest nicht auf den ersten Blick, doch bei genauerem Durchsuchen der Bootsreste entdecken sie noch eine gefesselte, junge Frauenleiche. Die turbulenten Ermittlungen nehmen ihren Lauf und führen die zwei schlagfertigen Cops in düstere Altstadtspelunken, vorbei an kuriosen Gestalten, über Partykneipen bis hin zu einem Porno-Dreh, bei dem ein möglicher Verdächtiger namens „Ronny Riemen“ vor der Polizei flüchtet, die ebenfalls anwesende üppige Blondine „Gloria“ beim späteren Verhör Hinweise zu ihrem Kollegen geben soll und es dabei schließlich nur um das Eine geht. So gestaltet sich die Suche nach Zeugen und Täter holpriger als gedacht.

Die lustigen Szenen veranlassen manchmal zum Kopfschütteln darüber, was tatsächlich Realität sein kann. Langweilig wird es hier nicht. Spannung und Humor wechseln sich ab und regen darüber hinaus zum Miträtseln an, denn nicht bei allen in der Handlung vorkommenden Szenen gibt es brauchbare Tipps zum Täter. Der Weg ist lang, und die Informationen verdichten sich mit der Zeit.

Gegen Ende der Lesung kommt es zum großen „Showdown“, bei dem Hauptkommissar „Struller“ ins Visier des möglichen Täters gerät. Nicht nur, dass der Ermittler in Gefahr ist, ein lauter Knall wirft Spekulationen auf. Wie es weitergeht, wollten die echten Polizisten an diesem Abend leider nicht verraten. Aber Sie wissen ja, im Zweifel war der Mörder immer der Gärtner. (Helena Lemp) +++

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld

Reginald Bukel, Vorsitzender City Marketing

Edi Leib, Planung/Organisation City ...

Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler (re) ...

Eva Bergener und Birgit Hartmann, ...

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