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NIEDERAULA Jahresbilanz der Feuerwehren

1.587 Einsatzstunden und viele Löscheulen - Ministerzusage für Gerätehaus

30.03.16 - Die Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Niederaula wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 47 Einsätzen gerufen. Erneut machten 32 Hilfeleistungen die Vielzahl der Einsätze aus, darunter zehn Verkehrsunfälle sowie zwei Gefahrgut- und neun Öleinsätze. Brandeinsätze waren es nur acht – neben sieben Fehlalarmen. Zu Einsätzen auf den umliegenden Autobahnen wurde die Feuerwehr Niederaula sechs Mal alarmiert. Im Vergleich zu den Vorjahren sank die Zahl der Alarmierungen, begründet dadurch, da es kaum Unwettereinsätze gab. Insgesamt 183 Kameradinnen (13) und Kameraden sind aktiv, 68 können als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Der Alters- & Ehrenabteilung gehören 108 und den Feuerwehrvereinen weitere 296 fördernde Mitglieder an.

"Ich möchte Euch allen für die gezeigte Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit herzlich danken", sagte Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung am Ostersamstag in Niederjossa. In seinem Bericht ging er auch auf die hohe Zahl der absolvierten Ausbildungen ein. Insgesamt 84 Aktiven haben die verschiedenen Lehrgänge besucht - eine Vielzahl natürlich die Digital-Umschulung. Dies erkläre auch den neuen Ausbildungsrekord.

Von zahlreichen Aktivitäten der Jugendlichen berichtete Gemeindejugendfeuerwehrwart Roland Pfaff. Neben feuerwehrtechnischen Ausbildungen waren die 37 Jungs und 24 Mädchen - im Vergleich zum Vorjahr vier weniger, die aber in die Einsatzabteilungen ihrer Dörfer gewechselt sind - zählten die Teilnahme etwa an Wettkämpfen oder dem Völkerballturnier zu den Unternehmungen der insgesamt fünf Jugendfeuerwehren in der Marktgemeinde.

Einen hohen Stellenwert besitzt seit vielen Jahren die Brandschutzerziehung in den Schulen und Kindergärten der Marktgemeinde. Jörg Keileweit berichtete von den zahlreichen Aktionen, um dem Nachwuchs in der Gesamtschule, der Grundschule und den Kindergärten den Vorbeugenden Brandschutz und das richtige Verhalten bei einem Feuer näher zu bringen.

Seit dem Jahr 2014 gibt es die Kinderfeuerwehr - die „Löscheulen“. Unter der Leitung von Katja Schenk, Julia Deist und Isabell Apel sind aktuell 16 Mädchen und elf Jungs dabei. "Unser umfangreiches Programm umfasst nur 30 Prozent feuerwehrbezogene Themen, die restlichen 70 Prozent gliedern sich in Bewegungsspiele, Verkehrserziehung und die soziale Komponente der Feuerwehrarbeit. Ob Pilzsuche, Weihnachtsplätzchen backen oder die Teilnahme beim Mini-Orientierungsmarsch der Bambini-Feuerwehr Kirchheim - die Kleinen hatten jede Menge Spaß. Ein Höhepunkt des Jahres war auch der Spielenachmittag im Kreisaltenheim, welcher unbedingt wiederholt werden soll und den Jüngeren wie den Älteren Freude bereitete. Die Löscheulen freuen sich, wenn noch mehr Kinder aus den Ortsteilen den Weg zu ihnen finden.

Das Thema Kinderfeuerwehr war auch ein Stichwort für den Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra. Er berichtete, dass der Fachdienst bei der nächsten Versammlung der Kreisjugendfeuerwehr um den Bereich Kinderfeuerwehr erweitert werden soll, um die Arbeit auf breitere Basis zu stellen. Er dankte den Aktiven vor Ort für ihr Engagement in den unterschiedlichen Bereichen der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Ohne die hervorragende Arbeit der Jugendwarte gäbe es keine Jugendfeuerwehr.

Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach dankte ebenso alle Aktiven für ihren Dienst am Nächsten. Als wesentliche Projekte nannte er die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen der Feuerwehren Mengshausen und Solms (wurde vom Land mit 30.000 Euro gefördert). Im Ortsteil Niederjossa sollen die Arbeiten für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Kürze angegangen werden. Kurz vor der Kommunalwahl hatte Hessens Innenminister Peter Beuth bei einem Besuch die Zusage der Fördermittel für die Feuerwehrgerätehäuser in Rotenburg/Fulda und Niederaula (Niederjossa) gegeben. "Wir gehen davon aus, dass dieses Versprechen auch nach der Wahl Bestand hat. Wenn dem so ist, können sowohl die Rotenburger als auch wir zufrieden sein", sagte Rohrbach. Hintergrund ist, dass Niederjossa zunächst auf der Prioritätenliste des Landeskreises an Position eins stand, der Rotenburger Neubau mit seinem rund acht Millionen Euro-Volumen aber nach oben gesetzt wurde.

Weniger Verständnis zeigte Rohrbach für die Entscheidung des Landes, die geplante sofortige Neubeschaffung und den Ringtausch des LF 8/6 nach Niederjossa, was den Brandschutz stärken würde. So könnte das LF 8/6 möglicherweise auch über das 25. Jahr genutzt werden, was bei einer Ersatzbeschaffung nicht der Fall sein wird. Für den Brandschutz in einer Kommune sei eine Förderung wichtiger als den Zusammenschluss zweier Einsatzabteilungen praktisch als "Sterbegeld" zu unterstützen. Zumal die Beträge in etwa identisch seien (30.000 Euro, Differenz eines förderungsfähigen TSF-W zum LF 10/6). Die Ersatzbeschaffung eines LF 10/6 für das LF 8/6 ist ab 2019 förderfähig.

Die Grüße des Kreises überbrachte der Rotenburger Kreisbeigeordnete Heinz Schlegel, der den Dank des Landkreises für die Einsatzbereitschaft der schlagkräftigen Feuerwehren in der Marktgemeinde Niederaula aussprach. Er lobte auch die Nachwuchsarbeit.

Kurze und knackige Grußworte sprach Thomas Daube, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Einige Neuigkeiten aus dem Bereichen der Kreisfeuerwehr und den zuständigen Behörden und Ministerium brachte Kreisbrandmeister Udo Mohr. Wenig Verständnis zeigte er für die Aussagen des Landesrechnungshofes, nach denen die Kommunen zu viel Geld für ihre Feuerwehren ausgeben. Der Brandschutz sei schließlich eine Pflichtaufgabe der Kommunen, so Mohr.

Zum Abschluss gab es noch einige Ehrungen, Beförderungen und Anerkennungen. Hier die Übersicht:

Anerkennungsprämie:

10 Jahre: Marlies Huras und Meike Wettlaufer (beide Kleba)
20 Jahre: Stefan Wolfert (Niederaula)
30 Jahre: Werner Heil, Armin Möller und Hans-Jochen Rohrbach

Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr:

in Silber: Sandra Becker (Niederjossa)
in Bronze: Ann-Christin Riebold (Mengshausen) und Udo Mohr (Niederaula)

Beförderungen:

zum Oberlöschmeister: Thorsten Rehbein (Mengshausen)
zum Feuerwehrmann: Daniel Pfaff (Kleba)

Anerkennung der Marktgemeinde für über 500 Einsätze:

Lothar Pfaff und Matthias Schenk (beide Niederaula). (Hans-Hubertus Braune) +++


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