FULDANach Verkauf des Areals

Bürgerinitiative fordert: "L14" soll leben - Kundgebung in Innenstadt - VIDEO

30.10.16 - Die Bürgerinitiative "L14" sieht ihr "einmaliges, seit 20 Jahren gewachsenes" Subkulturleben in der Langebrückenstraße gefährdet: Um sich nicht auf dem dortigen Areal zu verstecken, sondern auf sich aufmerksam zu machen, haben die Mitglieder am Samstag eine Kundgebung auf dem Jesuitenplatz stattfinden lassen. Herausgekommen ist ein friedliches und buntes Treiben aller Altersgruppen, das zahlreiche Passanten anlockte. 

Fotos: Erich Gutberlet

So belebt ist die Stadt an einem normalen Samstagmittag selten: Auf dem Jesuitenplatz wurde getrommelt, gesungen, geredet und applaudiert. Bunte Schilder mit Sprüchen wie "Vielfalt statt Einfalt", "Ein Leben ohne Kino35 ist möglich, aber sinnlos", "Wir schaffen das" und nicht zuletzt "L14 lebt" wurden in die Höhe gehalten, begleitet wurde diese Form der Demonstration von energiegeladener Trommel-Musik und Reden der Verantwortlichen, die immer wieder von lautem Jubel untermalt wurden.

"Ohne Kultur würden Städte als pulsierende Lebensräume nicht existieren", sagte Verena Schulenberg, eine der Sprecherinnen und Sprecher der Bürgerinitiative bei ihrer Begrüßung und zitierte damit einen Unesco-Bericht, "Wir wollen heute friedlich für den Erhalt aller Initiativen, Vereine und Nutzer des Areals in der Langebrückenstraße demonstrieren." Die soziokulturelle Vielfalt, die sich dort seit über 20 Jahren entwickelt habe, dürfe nicht zunichte gemacht werden.

Ob diese Sorge begründet ist, steht derzeit nicht wirklich fest: Im August dieses Jahres wurde das Areal von den Investoren Burg und Geisendörfer gekauft. Was mit den Initiativen und Vereinen geschieht, die in den Räumlichkeiten des Jugendwerks der AWO Nordhessen ihren Platz gefunden haben, ist noch unklar. Seit die Betroffenen jedoch von dem Verkauf wissen, haben sie allerhand unternommen, damit die Sache gut für sie endet: Die Initiative wurde gegründet, Gespräche mit dem Oberbürgermeister sowie den Investoren geführt, ein Nutzungskonzept ausgearbeitet und nicht zuletzt die Kundgebung am Samstag organisiert. "Damit wollen wir uns in der Stadt bekannter machen, uns nicht auf unserem Hof verstecken, sondern zeigen, was wir zu bieten haben. Wir hoffen auf viele gute Gespräche."

Denn den Raum, den sich die verschiedenen und unterschiedlichen Menschen in der Langebrückenstraße geschaffen haben, wollen sie weiter nutzen. "Aber nicht nur für uns selbst. Wir wollen ihn mit allen Menschen teilen, die Lust auf Leben haben. Fulda braucht uns", sagte Schulenberg und erntete damit erneut Applaus. (Suria Reiche) +++


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