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FULDA "Weihnachtslieder im Club"

Zum ersten, aber nicht letzten Mal: "Kreuz meets Kreuzkirche" mit 400 Besuchern

19.12.16 - 400 Besucher im Club. Keine Party und doch Stimmung: Ein Novum fand am vierten Advent in Fulda statt. Die evangelische Kreuzkirche hatte die zündende Idee, das Weihnachtsliedersingen aus der Kirche in einen angesagten Club, das Kulturzentrum Kreuz zu verlegen. Und was auch in andren Städten schon funktioniert, lockte auch in der Barockstadt rund 400 singfreudige Menschen aller Altergruppen zu "Kreuz meets Kreuzkirche". Weihnachtsliedersingen - das gab es bisher noch nicht im Kulturzentrum. Hunderte bunte Knicklichter erleuchteten bei "Happy XMAS" den Partyraum und auch die frohen Gesichter der Besucher zeigten die gute Weihnachtsstimmung.

Rund 400 Besucher kamen zum ersten ...Fotos: Erich Gutberlet

Der Förderverein "Zukunft bauen" der Evangelischen Kreuzkirche Fulda hatte das Weihnachtssingen geplant. Das Kreuz ist in Fulda bekannt als alteingesessener Partyclub, in dem Woche für Woche viele junge Menschen zu Konzerten, Partys und Tanzveranstaltungen kommen. "Wir suchten einen Ort, in dem sonst nicht gerade Weihnachtslieder gesungen werden", erklärt Pfarrer Stefan Bürger die Ortswahl. Auch der Titel mit der Namensgleichheit der Institutionen "Kreuz meets Kreuzkirche" war dabei schnell geboren. Weihnachtskonzerte in Kirchen gäbe es schon vielfach. Ihm sei es aber auch darum gegangen, Menschen zu erreichen, die Kirche eher kritisch gegenüberstehen, aber dennoch zugleich Sehnsucht nach Religiösem haben. "Und wenn wir Menschen positiv damit überraschen können, wie wir Kirchen uns zu den Menschen hin bewegen, ist viel erreicht", so Bürger.

"Aus der Kirche hinausgehen"

Ihm liege daran, auch aus der Kirche hinauszugehen in Räume, die man nicht erwartet, und die Menschen durch religiös zeitgemäße Inhalte zu bewegen. Kinder kamen mit ihren Eltern und Großeltern. Ein gemeinsamer, froher und besinnlicher Abend für Familien und Alleinstehende lockte rund 400 Menschen am vierten Advent ins Kreuz. Für etwas Gebäck, ein warmes oder kaltes Getränk war auch gesorgt und die Beleuchtung mit Knicklichtern sehr stimmungsvoll.

"Soundaholics", Kreuzkirchenband und Kinder- und Jugendprojektchor

Traditionelle Lieder wie "Alle Jahre wieder" oder "Süßer die Glocken nie klingen" hatten Platz beim Fuldaer Weihnachtssingen, genauso auch internationale Lieder wie "White Christmas" oder "We wish you a merry Christmas". Manch feuchte Augen gab es, als der extra gegründete 15-köpfige Kinder- und Jugendprojektchor unter Leitung des Gymnasiallehrers Johannes Haubs mit den "Soundaholics", einer bekannten Fuldaer Band, im Backgroundchor das Lied von John Lennon "Happy XMAS" sang. Der eine oder andere wird beim Chorus "War is over" an die Menschen im syrischen Aleppo gedacht und auf Frieden gehofft haben. Textsicher musste man nicht sein, dafür gab es ein Liederheft. Die bekannte Fuldaer Band „Soundaholics“ half mit Rhythmus, Gesang und Stimmung. Auch die eigene "Kreuzkirchenband" unterstützte das gemeinsame Singen musikalisch.

Weihnachtssingen in Berlin getoppt

In vielen Städten füllen sich Stadien, wie bei Union Berlin, in dem seit Jahren 28.000 Menschen zum Weihnachtssingen kommen. Bürger sieht eine Tendenz, nach Gemeinschaftserlebnissen zu suchen, alte Traditionen wie die Weihnachtslieder hervorzukramen und so dem eigentlichen Sinn von Weihnachten - der Besinnung auf die Geburt Jesu - wieder näher zu kommen. So ließ es sich der Pfarrer auch nicht nehmen zwei kurze zweieinhalbminütige Impulse zu geben, "auf ungewöhnlicher Bühne" wie er sagte. Zwar scheine es so, dass "Weihnachten komplett überbewertet werde" durch all den Druck, der auf diesem Fest laste – auch auf ihm als Pfarrer übrigens - , weil aber Jesus Christus in die Stadt käme, "coming to town", könne man das Fest nicht hoch genug bewerten.

Die Veranstalter zeigten sich erfreut über den guten Zuspruch in der Fuldaer Bevölkerung. Beim ersten Weihnachtsliedersingen in Berlin seien nur knapp 100 Menschen gekommen, so der Vereinsvorsitzende Peter Müller, das hätten sie beim ersten Mal in Fulda bereits getoppt. Auch über die Einnahmen freut man sich, die dem Förderverein zur Förderung des kirchlichen Lebens und zur Finanzierung der baulichen Erweiterung der Kreuzkirche aus 2013 dienen sollen. Dankbar sei man auch den Sponsoren, dem Kreuz, den Technikern und Künstlern, die mit einer kleinen Aufwandsentschädigung zufrieden gewesen seien.

Und gibt es in 2017 wieder ein Weihnachtssingen? Ja, es bestehen der Wunsch und die Bereitschaft nächstes Jahr wieder ein Weihnachtsliedersingen anzubieten, Michael Schwarz vom Kreuz hat den dritten Advent, 17. Dezember, da in 2017 der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag treffen, schon mal im Kalender vorgemerkt. +++


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