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Zur Vorstellung des schulinternen Projekts luden Schulleiter Wolfgang Haas (v. l.), Gerhard Rimbach als Kassierer im Förderverein, Fördervereinsvorsitzender Herbert Heisterkamp, Fachlehrer Heinrich Müller und die Projektverantwortlichen Judith Sperlich und Bianca Feyerabend zur Pressekonferenz ins Solarhaus ein. - Fotos: Gudrun Schmidl

BEBRA Berufliche Schulen on tour - "come on board"

Ein Schulprojekt auf der Suche nach Sponsoren

20.12.16 - "We have a dream - Airstream." Ein schulinternes Projekt in drei Akten. Während im ersten Akt auf das Projekt neugierig gemacht wurde, präsentierten die Verantwortlichen im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag den detaillierten "Fahrplan" von der Anschaffung möglicher Airstreams Sovereign 31 ft (9,45 m) oder alternativ Ambassador 1ft = 12 in (30,48 cm – 1 in = 2,43 cm) bis zur Fertigstellung - voraussichtlich im Jahr 2020. Schulleiter Wolfgang Haas begrüßt die Initiative der fachlich versierten Lehrerinnen Bianca Feyerabend und Judith Sperlich, die als Projektverantwortliche fungieren und in einer ausführlichen Powerpoint-Präsentation den gemeinsamen Traum sichtbar werden ließen.

Ziel des Schulprojekts ist, eine "Landyacht" mit flexibler Nutzung für Ausstellungen, Konferenzen, Schulungen, als Messestand und zur Promotion mit Pressebereich, vielleicht auch als rollendes Klassenzimmer oder multifunktionalen Raum für den Schulalltag zu nutzen. Nachdem das Projekt spruchreif war, nahm Sperlich Kontakt zu "airstream4you" auf. Es ist möglich, dort ein altes Fahrzeug aus den 1970er Jahren zu erwerben. Die Anschaffung eines gebrauchten Airstreams schlägt je nach Zustand mit rund 20.000 Euro zu Buche. Die Chassis- Sanierung und die Tandemachse mit TÜV/EU Zulassung verschlingt weitere 10.000 Euro.

In ihrer Kostenschätzung veranschlagt Judith Sperlich für die Sanierung der später hochglanzpolierten Aluminiumhülle 2.000 Euro, Elektro, Solar, Heizung, kosten 8.000 Euro, Dämmung und Verkleidung wurden mit 3.000 Euro berechnet, der feste Innenausbau und das flexible Mobiliar werden rund 12.500 Euro verschlingen. Hierbei ist an eine feste Theke und kleine Schränke für einen Kühlschrank und Aufbewahrung sowie eine Spüle mit fließendem Wasser gedacht. Die Möblierung soll eine multifunktionale Nutzung möglich machen. Das macht summa sumarum 55.550 Euro. Aktuell sind rund 25.000 Euro nötig, um das Projekt zum Laufen zu bringen.

Herbert Heisterkamp, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Beruflichen Schulen Bebra, steht dem Projekt ebenfalls positiv gegenüber: "Ich weiß, dass Projekte an dieser Schule zum Erfolg geführt werden." Er verweist auf das Solarhaus, das 1999 erbaut und später umgebaut und erweitert wurde. In seiner Verantwortung liegt es, entsprechende Sponsorengelder zu beschaffen, die Bankenwelt mit ins Boot oder in diesem Fall den Airstream zu nehmen oder zum Beispiel bei Achsenherstellern und Zulieferern gute Angebote raus zu handeln. Er glaubt fest daran, dass die größte Schule im Bereich Bad Hersfeld, Rotenburg und Eschwege mit 1.800 Schülern, davon 500 Schüler aus ganz Hessen und darüber hinaus, eine große Außenwirkung und Strahlkraft hat und mit ihrem Projekt überzeugen kann.

Firmen, die sich finanziell beteiligen, können den fertigen Airstream kostenfrei nutzen, der ansonsten für eine Tagesmiete zwischen 800 und 1.000 Euro gemietet werden kann. Als Eigenanteil zur Finanzierung des Projekts hat der Förderverein 5.000 Euro angesetzt. Schulleiter Haas stellt in Aussicht, dass es durchaus realistisch ist, Geld aus schulischen Mitteln in das Projekt einfließen zu lassen. Bis Mitte 2017, bestenfalls schon im Mai, soll der Airstream auf dem Schulgelände stehen. Es ist ein Tieflader nötig, um das Stück wahrscheinlich von Hamburg aus nach Bebra zu transportieren. Die Chassis-Sanierung und Achserneuerung für TÜV und EU Zulassung ist im Schuljahr 2017/2018 vorgesehen. Die Sanierung der Aluminiumhülle, das Überprüfen und die Erneuerung der Nietverbindungen ist im Schuljahr 2018/2019 geplant, die Elektroplanung und Umsetzung, die Dämmung und der Innenausbau soll im Schuljahr 2019/2020 abgeschlossen werden.

Die Beruflichen Schulen können natürlich auch mit ihren Fachbereichen für das Schulprojekt punkten. Alle Kollegen der Abteilungen Metall-, Kfz-, Elektro-, Holz- und Malerwerkstatt können Hand in Hand arbeiten und sich in vorerst circa 4.500 veranschlagten Arbeitsstunden ergänzen. "Die Idee wird von den Schülern aufgesogen", berichtet Feyerabend über die schon jetzt spürbare Begeisterung. Jeweils zehn Schüler bilden eine Gruppe in den jeweiligen Arbeitsschritten.

Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass "zu Beginn viel Geld in die Hand genommen werden muss". Aber die Restauration und der Aufbau sind durch das "Knowhow" und die Fachkompetenzen der Schule in diesem Zeitfenster, über mehrere Jahre, sicherlich gut zu realisieren, betonen die Projektverantwortlichen. Mit der Besichtigung des Airstreams i0 2017 auf dem Schulgelände öffnet sich der Vorhang für den dritten Akt. Die Frage: "Wo geht die Reise hin?", soll spätestens im Jahr 2021 zum 25-jährigen Geburtstag des Fördervereins beantwortet werden. (Gudrun Schmidl) +++


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