Grund zum Feiern auf der Baustelle Liobastraße - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Grundsteinlegung für 12-Mio-Projekt

Offizieller Baustart für 42 Wohnungen an Liobastraße - "sensible Stelle"

15.08.17 - "Das ist eine sensible Stelle der Stadt", gab der Oberbürgermeister unumwunden zu. Auf der Baustelle des Siedlungswerkes für deren neue Wohnanlage in der Liobastraße wird sichtbar, wie eng sich Bebauung an den Grundstücksgrenzen befindet. Heute wurde feierlich der Grundstein für die 42 Wohnungseinheiten gelegt. Um eine passgenaue Planung für das 12-Millionen-Neubauprojekt zu bekommen, war 2012 eigens ein Wettbewerb für Investoren und Architekten ausgeschrieben worden, den das Siedlungswerk mit dem Entwurf von Sturm und Wartzeck gewonnen hat. 

Siedlungswerk-Geschäftsführer Frank Nieburg bei der Grundsteinlegung

OB Heiko Wingenfeld lobte das Bauprojekt ...

Architekt Jörg Sturm zeigt ein Luftbild ...

 Siedlungswerk-Geschäftsführer Frank Nieburg bedankte sich bei der Feier deshalb auch zuallererst bei Architekt Jörg Sturm für die gedeihliche Zusammenarbeit. Der Entwurf sei eine gelungene Antwort auf die gewachsene Umgebung mitten in der Stadt. In enger Abstimmung mit der Stadt befinde man sich jetzt in der Phase der Umsetzung. Die Nachfrage nach den Wohnungen sei groß, wobei man die Kaufinteressenten auf die Besonderheit des Angebots hinweise: es handelt sich nicht um Eigentumswohnungen, sondern die Mieter werden Mitglied der Genossenschaft, erwerben damit ein Mietrecht auf Lebenszeit und sind damit weder Vermieterwillkür noch Immobilienspekulationen ausgesetzt. 

Die Baugenehmigung und -pläne, Euromünzen eine ...

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Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld lobte das Projekt als zukunftsweisend und positive Entscheidung für moderne, bezahlbare und zentral gelegene Wohnungen mitten in der Stadt und Blick ins Grüne. Die Anwohner, die derzeit unter der Belastung der Baustelle und zusätzlich des Umbaus am ehemaligen Liobaheims litten, bat der OB um Veständnis und Akzeptanz. Die Verdichtung von städtischem Wohnraum sei sinnvoll und förderungswürdig. "Fulda kann auf diese Weise von innen wachsen", warb er für die neue Anlage.

 Kritik der Anwohner von der Stadtverwaltung entkräftet
Eine Initiative der Anwohner hatte - wie berichtet - unter anderem kritisiert, dass die Bauarbeiten bereits im Januar gestartet seien, ohne dass eine Baugenehmigung vorgelegen habe. Die Stadt stellt in einer Antwort auf die Beschwerden richtig, dass Ende Dezember/Anfang Januar lediglich die Abbrucharbeiten begonnen hätten, für die es eine eigene Genehmigung gegeben habe. Mitte März wurde seitens der Anlieger an die Stadt die Kritik herangetragen, dass bereits Bauarbeiten liefen, obwohl noch keine Baugenehmigung vorgelegen habe. Eine Überprüfung durch die Bauaufsicht vor Ort am 16. März habe ergeben, dass die noch laufenden Abbrucharbeiten mittlerweile in die Gründungsarbeiten für den Neubau übergegangen waren. Angesichts der Tatsache, dass die Baugenehmigung noch am gleichen Tag erteilt wurde, wäre eine Einstellung der Arbeiten nicht verhältnismäßig gewesen.

Die Sicht auf den Domturm bleibt ...

 Den Vorwurf der Anwohner, die Bauhöhe der Wohnanlage stelle in der Umgebung einen überdimensionierten „Ausreißer“ dar, weist die Stadt ebenfalls zurück und verweist auf die Gebäude des Liobaheims, der Brauerei und der Winfriedschule. Architekt Jörg Sturm betonte bei der Grundsteinlegung, dass die Sicht auf den Dom auch nach Fertigstellung der Anlage erhalten bleibe - diese Erhaltung der Sichtachse sei nur in ihrem Entwurf gegeben. 

Die Befürchtung, dass die Anlieger für die durch die Bauarbeiten beschädigte Straße zur Kasse gebeten würden, sei laut Stadtverwaltung ebenfalls gegenstandslos. Falls nachweislich durch die Bautätigkeit Straßenschäden entstünden, sei der Bauherr verpflichtet, die Schäden zu begleichen. Um mögliche Schäden zu dokumentieren, habe das Tiefbauamt bereits ein Beweissicherung vorgenommen. Ließen sich Schäden nicht eindeutig der Bautätigkeit zuordnen, trage die Stadt Fulda im Zuge der Instandhaltung die Kosten. Es seien sind keine Maßnahmen geplant, die eine Beteiligung der Anlieger an den Baukosten zur Folge hätte. 
Auch Sorgen hinsichtlich der stark ansteigenden Abwassermengen durch den Zuwachs an Bewohnern seien unbegründet. Der Abwasserkanal habe an dieser Stelle einen Durchmesser von 70 Zentimetern (und das bei größerem Gefälle). Ein Rohr dieser Stärke könne maximal 1219 Liter/Sekunde transportieren. In Sachen Oberflächenwasser sei kein gravierender Anstieg durch den Neubau zu erwarten, da die künftig bebaute Fläche schon bisher weitgehend versiegelt war. Auch beim Schmutzwasser sei der Effekt marginal: Bei einer angenommen Bewohnerzahl von 150 Personen erhöhe sich der Schmutzwassereintrag um lediglich 0,75 Liter/Sekunde. Insofern könne von einer Unterdimensionierung überhaupt keine Rede sein. Die Kosten für den neuen Hausanschluss trage der Bauherr. Anlieger würden nicht herangezogen. Das angemahnte Baustellenschild befinde sich am Bauzaun direkt neben dem Bauwagen, an der Ecke zum ehemaligen Liobaheim. +++ci


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