Archiv
Am Klinikum Bad Hersfeld und am Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) wird sich in den nächsten vier bis fünf Jahren einiges ändern. - Fotos: Klinikum HEF-ROF / Stefanie Harth

BAD HERSFELD Klinikum baut auf Zentralisierung

"Ein Krankenhaus, zwei Standorte": Über 70 Millionen Euro werden investiert

30.09.17 - Mehr als 70 Millionen Euro investiert das Klinikum Hersfeld-Rotenburg in seine Zukunftsfähigkeit. Dabei setzt das Unternehmen in den nächsten vier bis fünf Jahren auf Zentralisierung. „Ein Krankenhaus, zwei Standorte“ lautet das Motto. Wie Geschäftsführer Martin Ködding berichtet, hat der Aufsichtsrat des Klinikums letzten Montag auf Basis eines medizinischen Gutachtens die Weichen für die bauliche Weiterentwicklung des Klinikums Bad Hersfeld und des Herz-Kreislauf-Zentrums (HKZ) Rotenburg an der Fulda gestellt.

Ins Rotenburger HKZ werden Psychiatrie und ...

Bald Geschichte: Die Klinik für Orthopädie ...

Pressegespräch in Sachen bauliche Weiterentwicklung des ...

Bestreben ist es, für künftige Herausforderungen in der medizinischen Versorgung gerüstet zu sein. „Es gilt, eine zukunftsorientierte medizinisch-pflegerische Strategie auf den Weg zu bringen“, sagt Ködding. Die Investitionssumme, die sich aus eigenen Mitteln sowie aus Zuwendungen des Bundes und Landes zusammensetzt, soll „so effizient verwendet werden, dass wir in den nächsten 15 bis 20 Jahren zufrieden sind“.

„Wir müssen unser Versorgungsgebiet insgesamt betrachten“, untermauert Ködding. „Jetzt eröffnet sich uns die einmalige Chance, grundlegend Strukturen zu ordnen, um zukunftsfähig zu bleiben.“ Isolierte Strukturen hätten keine Zukunft. „Die Gesundheitspolitik favorisiert die Zentralisierung“, ergänzt Dr. Tobias Hermann, medizinischer Direktor des Klinikums Hersfeld-Rotenburg.

Im Detail soll das Bettenhaus West des Klinikums Bad Hersfeld zeitnah saniert werden. Gleiches gilt für das Bettenhaus Mitte, das zudem um einen Anbau erweitert wird. Die am Bad Hersfelder Standort ansässige Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie soll auf dem Rotenburger Hausberg Einzug halten. „Vor Ort stoßen wir an unsere Grenzen“, meint Martin Ködding. Die Verlagerung der Psychiatrie ans HKZ bedeute einen „Quantensprung“ für die Einrichtung. Das HKZ warte mit einer Reha-Struktur auf, was optimal für die Patienten sei.

Mehr als 70 Millionen Euro investiert ...

Abschiednehmen vom Bad Hersfelder Kurpark muss in den nächsten Jahren die Orthopädie. In der Rodenbergklinik – also ebenfalls am HKZ – soll ein Zentrum für Orthopädie mit angegliederter Reha geschaffen werden, das an die Akutmedizin angebunden wird. „Eine solche Rundumversorgung unter einem Dach gibt es nicht so häufig“, unterstreicht Dr. Tobias Hermann. Das Mietverhältnis mit dem Eigentümer der Liegenschaft Am Hopfengarten wird entsprechend gekündigt. Wie Martin Ködding durchblicken ließ, hätte bereits ein Interessent beim Besitzer der Immobilie an die Tür geklopft.

2018 fällt der Startschuss für den Neubau eines Funktionstraktes am HKZ. In direkter Nachbarschaft zu Herzchirurgie und Kardiologie sollen OP-Bereiche errichtet werden. Bereits am Freitagvormittag unterrichtete die Führungsriege den Betriebsrat über das vom Aufsichtsrat abgesegnete Mammutprojekt. Martin Ködding und Co. sind sich darüber bewusst, dass die Neuausrichtung und Umstrukturierung nicht bei allen Mitarbeitern und politischen Mandatsträger – insbesondere in der Festspielstadt – auf Gegenliebe stoßen werden. Man werde das Gespräch suchen und viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. (Stefanie Harth) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Mediadaten
Werbung
Impressum

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Twitter
Instagram

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön