Die Bischofsheimer Stadträte beschlossen mit zwei Gegenstimmen für die Sanierung und Erweiterung der Rhönhalle Frankenheim zu einem „Stadtteilbürgerzentrum“ eine Förderung zu beantragen. Die Zukunft der leerstehenden Schule (rechts im Bild) ist noch nicht geklärt. - Foto: Marion Eckert

BISCHOFSHEIMStadtrat Bischofsheim

Rhönhalle in Frankenheim: Umbau zum „Stadtteilbürgerzentrum“?

11.10.17 - Die Zukunft der Rhönhalle in Frankenheim war lange Zeit ungeklärt. Nun haben sich die Bischofsheimer Stadträte mit zwei Gegenstimmen entschieden, die vorliegende Planung weiter zu verfolgen, um die Rhönhalle zu einem „Stadtteilbürgerzentrum“ aus- und umzubauen. Für diese Vorhaben sei der Stadt Bischofsheim eine Förderung in Höhe von 60 Prozent in Aussicht gestellt worden, informierte Bürgermeister Georg Seiffert das Gremium. „Bislang wurden nur Vorgespräche mit den verschiedenen Förderstellen geführt. Um jedoch eine gesicherte Förderzusage zu erhalten wird von den Fördergebern ein entsprechender Beschluss gefordert“. Sollten die Fördermittel deutlich geringer ausfallen oder überhaupt nichts gewährt werden, dann habe der Stadtrates noch immer die Möglichkeit das Projekt zu stoppen.

Bedenken aus dem Gremium, dass mit diesem Bauprojekt die Stadthalle für Bischofsheim hinfällig beziehungsweise finanziell für die Stadt Bischofsheim nicht mehr tragbar sei, wollte Seiffert so nicht stehen lassen. Für die Rhönhalle bedarf es einer Lösung, die Chance sie mit Fördermitteln zu einem „Stadtteilbürgerzentrum“ aufzuwerten sei im Moment da und sollte zumindest geprüft werden. „Es ist für mich persönlich noch keine Lösung für den Stadtteil Bischofsheim, das möchte ich ausdrücklich betonen. Für den Stadtteil Bischofsheim müssen wir weiterhin nach einer adäquaten Lösung suchen.“ In der weiteren Diskussion sagte Seiffert, dass er den „Traum von einer Stadthalle“ nicht aufgegeben habe und nicht aufgeben werde, eine Lösung zu finden.

Rückblick: Nach einer lang andauernden Diskussion kam in Frühjahr 2016 eine Planung für den Neubau einer Stadthalle nördlich von Aldi vorerst nicht zur Umsetzung. Als Hauptgründe führte Seiffert die mangelnde Überzeugung im Stadtrat und der Bevölkerung für dieses Projekt an. Zudem blieb die Frage nach der Zukunft der stark sanierungsbedürftigen Rhönhalle in Frankenheim völlig unbeantwortet. Dann kam die Bürgermeisterwahl und Bischofsheims neuer Bürgermeister Georg Seiffert ging das Thema umfassend an. Im Juli 2017 wurde die Sanierungsmöglichkeiten der Rhönhalle in Frankenheim erstmals vorgestellt. Gleichzeitig wurde für den Stadtteil Bischofsheim die Erweiterung der Schulturnhalle zur multifunktionalen Nutzung dem Neubau einer Stadthalle gegenüber gestellt. Damit verbunden war der Aufruf an alle Bürger und Vereine, sich mit ihren Ideen und Vorstellungen einzubringen. Von 46 angeschriebenen Vereinen haben sich zehn zurück gemeldet, ein Bürger beteiligte sich schriftlich. Ende August fand zu dem eine Bürgerversammlung mit rund 100 Teilnehmern zu dieser Thematik statt. „Aus den Vereinsrückmeldungen, von der Bürgerversammlung und den bisher geführten Diskussionen lässt sich leider kein eindeutiges Meinungsbild ableiten, da die Interessenlagen der Vereine und in der Bevölkerung zu unterschiedlich sind“, fasste Seiffert die bisherigen Situation zusammen.

Die vorliegenden Planungen für den Umbau der Rhönhalle zu einem „Stadtteilbürgerzentrum“ schließen das bestehende Wohnhaus mit ein, hier sei ein Foyer mit einer Glasfront vorgesehen, um der Halle „ein Gesicht zu geben.“ Die Halle sollten hinter der Bühne um einen Künstlerbereich mit Umkleiden und sanitären Anlagen erweitert werden. Der Hallenbereich an und für sich werde vergrößert, die Lücke zwischen Eingangsbereich und Bühnenanbau geschlossen. Die Vergrößerung der Bühne in der Breite und der Tiefe sowie mehr Raum im Lager- und Umkleidebereich sei als Anregung eingegangen.

Patrick Bauer frage nach einer Kombination mit der Feuerwehr, ähnlich wie diese in Oberweißenbrunn in das Dorfgemeinschaftshaus integriert worden sei. Auch sei zu klären, was mit der ungenutzten alten Schule geschehe. Die Zukunft des leerstehenden Schulgebäudes habe mit dem Beschluss zur Sanierung der Rhönhalle erst einmal nichts zu tun, erklärte Seiffert, aber natürlich müsse in einem nächsten Schritt hierfür eine Lösung gefunden werden. Die Integration der Feuerwehr, sei von den Bedürfnissen der Ortsteilwehr ebenso abhängig, wie von möglichen Fördermitteln. Auch das sei zu klären. Die Sanierung der Rhönhalle im Bestand ohne, Ausbau zu einem „Stadtteilbürgerzentrum“ also ohne eine Mehrwert für Frankenheim zu erzielen bezifferte Seiffert auf 800.000 Euro, hierfür gebe es keine Förderung. Die Erweiterung und der Umbau zum „Stadtteilbürgerzentrum“ werde auf 2 Millionen Euro beziffert, abzüglich einer 60prozentigen Förderung bleiben ebenfalls 800.000 Euro für die Stadt übrig. (me) +++


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