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BAD HERSFELD 61 Ausbildungsplätze noch offen

Mehr junge Menschen streben Ausbildung an

10.11.17 - Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz ist in der Region Hersfeld-Rotenburg leicht angestiegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr der Berufsberatung suchten überwiegend über die Arbeitsagentur in Bad Hersfeld und das Kreisjobcenter Hersfeld-Rotenburg 858 junge Frauen und Männer eine Lehrstelle, was einem Plus von 27 zum Vorjahr entspricht (+3,2 Prozent). Mit 1.072 lag auch die Zahl der Ausbildungsplätze, die der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur rekrutiert hat, um 3,2 Prozent höher zum Vorjahr. Wie im Jahr zuvor kamen rechnerisch 125 Ausbildungsstellen auf 100 Bewerber. Damit stellte sich die Ausbildungsmarktlage für Bewerberinnen und Bewerber günstiger als im Hessendurchschnitt dar.

„Für die jungen Menschen in der Region ist dies eine komfortable Situation, während unsere Ausbildungsbetriebe zunehmend Probleme bei der Sicherung ihres zukünftigen Bedarfs an Fachkräften haben“, fasste Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt zusammen. Gemeinsam mit den regionalen Netzwerkpartnern analysierte er das zu Ende gegangene Ausbildungsjahr 2016/17.

Erfreulich sei, so Dombrowski, dass die meisten Unternehmen trotz einer sich immer schwieriger gestaltenden Suche nach Auszubildenden nicht resignieren, sondern bei den Anforderungen den jungen Menschen entgegen kommen. Denn nach wie vor ist die eigene Ausbildung für die zukünftige Fachkräftesicherung unabdingbar. Trotzdem sind 61 Ausbildungsplätze bisher vakant geblieben. Unter anderem werden noch fünf angehende Fleischereifachverkäufer/innen gesucht, vier Fachkräfte für Lagerlogistik und Kaufleute im Einzelhandel. Gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag hat auch, wer eine Ausbildung zum Koch/zur Köchin anstrebt.

Andererseits sind 22 junge Menschen unversorgt geblieben, d. h. sie haben weder einen Ausbildungsplatz noch besuchen sie die Schule oder eine weiterführende Schule. Ein Teil dieser Personengruppe sei relativ spät auf die Berufsberatung zugekommen. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, sind junge Flüchtlinge auf dem Ausbildungsmarkt noch nicht angekommen. „Im abgelaufenen Ausbildungsjahr gab es aus dieser Personengruppe noch kein ausbildungsfähiges Potenzial“, berichtete Ottokar Schwerd, Leiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Allerdings rechnet er im Sommer 2018 mit rund 60 Absolventen aus den INTEA-Klassen. „Wenn auch viele im Schulsystem verbleiben wollen, um ihre Sprachkenntnisse und schulischen Leistungen zu verbessern, werden von diesen Abgängern sicherlich auch einige für die Aufnahme einer Berufsausbildung in Frage kommen. Wobei die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, dass es häufig sinnvoll ist, eine Einstiegsqualifizierung vorzuschalten und erst danach in die Ausbildung einzusteigen.“ Zudem dürfte sich der Einsatz von ausbildungsbegleitenden Hilfen anbieten, um ergänzend zum Berufsschulunterricht theoretische Kenntnisse zu vermitteln.

Die Bilanz der Daten zur Ausbildungsvermittlung bedeutet nicht das Ende der Vermittlungsaktivitäten. Ottokar Schwerd appelliert: „Jugendliche und junge Erwachsene, die bislang weder einen Ausbildungsplatz noch eine tragfähige Alternative gefunden haben, sollten sich zur Nachvermittlung bei der Agentur für Arbeit melden. Die Vermittlungsbemühungen werden für die unversorgten Bewerberinnen und Bewerber ebenfalls fortgesetzt. Auch Auszubildende, die während der Probezeit ihre Stelle verlieren, sollten sich umgehend wieder bei der Berufsberatung melden, um möglichst nahtlos eine Anschlussalternative zu finden. Für Studierende, die nicht sicher sind, ob sie ihr Studium fortsetzen möchten, biete sich ebenso ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit an. Eine Terminvereinbarung bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda ist möglich unter der Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 (kostenfrei). +++


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