Über 50 Angestellte trotzten tapfer Regen und Kälte - Fotos: Carina Jirsch

NEUHOFErster Streik seit 1999

Über 50 DPD-Mitarbeiter fordern 13. Gehalt und höhere Ausbildungsvergütung

10.11.17 - Bis jetzt war es ruhig im DPD-Paketzentrum in Neuhof-Dorfborn. Nun fand am Freitag vor den Toren der DPD GeoPost GmbH Depot 136 der erste Streik seit dem Bestehen in 1999 statt. Über 50 Mitarbeiter versammelten sich und trotzten dabei mit ihren gelben Warnwesten und weißen Transparenten tapfer Kälte und Regen.

Patrick Fois von verdi und ...

"Wir unterstützen verdi in den Tarifverhandlungen", sagte Betriebsratsvorsitzender Volker Grittner im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Auch für den Betriebsrat sei der Streik eine Premiere. Die Stimmung im Unternehmen selbst sei gut. Jetzt gehe es um die Verhandlungen. Gemeinsam mit Marco Weber vom Betriebsrat und Patrick Fois, hessischer Verhandlungsführer von verdi für den Tarifvertrag, riefen sie die Mitarbeiter auf, ein Zeichen zu setzen.

verdi selbst hat am Dienstag mit den befristeten Streikmaßnahmen gestartet. Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrages sowie des Tarifvertrages über Vergütungen und sonstige Leistungen an Auszubildende im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen. Wie Fois verdeutlichte, habe es vor den Verhandlungen Umfragen gegeben, aus welchen verdi die Forderungen formulierte.

"Wir fordern 6,5 Prozent mehr Lohn, die Einführung einer Erfahrungsstufe, das 13. Monatsgehalt sowie 150 Euro mehr für die Azubis pro Ausbildungsjahr." In der ersten Verhandlungsrunde am vergangenen Montag sei die Arbeitgeberseite weit hinter den Forderungen zurückgeblieben. "Sie bieten uns ab dem 1. Februar 2018 zwei Prozent und ein Jahr später weitere 1,9 Prozent bei 24 Monaten Laufzeit und drei Nullmonaten an", so Fois. Die Einführung eines 13. Monatsgehaltes sowie die Einführung von Erfahrungsstufen würden komplett abgelehnt. Das sei für die Mitgliedsbetriebe nicht darstellbar. "Unsere Forderung, die Ausbildungsvergütung deutlich um 150 Euro je Ausbildungsjahr zu erhöhen, haben sie mit ihrem Angebot von 20 Euro im ersten, 35 Euro im zweiten und 40 Euro im dritten Ausbildungsjahr ebenfalls deutlich unterschritten." Wie Fois betont, würden Arbeitgeber immer jammern, dass sie keinen Nachwuchs bekämen - so ein Angebot, sei ein Schlag ins Gesicht. Aus diesem Grund werde es von der verdi-Tarifkommission als nicht annehmbar abgelehnt.

"Am 24. November gehen die Tarifverhandlungen weiter und da hoffen wir, dass die Arbeitgeber einknicken." Davor seien die Angestellten noch einmal gefragt, denn am 23. November ruft verdi zu einem großen Streik am Bahnhofsvorplatz auf (von 11 bis 14 Uhr) und rechnet mit rund 500 Streikenden. (jul) +++


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