Der Fuldaer Rechtsanwalt Johannes Rothmund bewirbt sich für die CDU um das Landtagsmandat. Er will Nachfolger von Dr. Walter Arnold werden. - Archivfoto: Julius Böhm

FULDA"Schwerpunkte setzen - Probleme ansprechen"

Nächster CDU-Mann: Johannes Rothmund (42) will Arnold-Nachfolger werden

14.11.17 - Johannes Rothmund (42) ist nach OSTHESSEN|NEWS-Informationen der vierte Union-Kommunalpolitiker aus der Region Fulda, der in den Landtag einziehen will. Er kandidiert "nach reiflicher Überlegung" für den Wahlkreis 14 I (u.a. Städte Fulda und Hünfeld) und stellt sich bisher gegen drei Mitbewerber aus den eigenen Reihen (Thomas Hering, Benjamin Tschesnok und Ingrid Manns). Nachdem der amtierende Landtagsabgeordnete Dr. Walter Arnold am letzten Freitag überraschend bekanntgegeben hat, dass er nicht mehr antreten wird und seinen Posten für einen Neuanfang räumt, hat Rothmund die Entscheidung final getroffen.

"Ich habe mich seit Ende letzten Jahres innerhalb der CDU-Kreistagsfraktion und innerhalb des Präsidiums des CDU-Kreisvorstandes, dem ich als Schriftführer angehöre, dahingehend geäußert, dass ich für eine Kandidatur gegen den Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes, Dr. Walter Arnold, nicht zur Verfügung stehe. Ich war und bin - bei aller Kritik von verschiedenen Seiten - davon überzeugt, dass er in der Sacharbeit für die Region in der nächsten Legislaturperiode noch viele positive Impulse hätte setzen können", erklärt Rothmund. Der Rückzug von Arnold habe die Situation für ihn verändert. "Durch meine Kandidatur sehe ich nun die Geschlossenheit unseres CDU-Kreisverbandes nicht mehr gefährdet, vielmehr stellt diese jetzt einen Beitrag zum politischen Wettbewerb der besten Ideen und Köpfe dar."

Erst nachdem Arnold erklärt hat, ...

Dr. Walter Arnold sitzt seit ...Archivfoto: Hendrik Urbin

Rothmund ist verheiratet und hat drei Kinder. Der 42-Jährige Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Dr. Leinweber und Partner wohnt mit seiner Familie in der Rhön-Gemeinde Hofbieber. Dort sitzt er für die Union in der Gemeindevertretung. Hinzu kommt neben einem Mandat im Fuldaer Kreistag auch ein Engagement in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) sowie im Aufsichtsrat der Dalberg Klinik Fulda, Vorsitzender des Beirates der KNHH-Stiftung (Kommunales Netzwerk Humandienste Hofbieber) und Vorstandsmitglied im Förderverein des Freibades Bieberstein. "Ich will mich für die Region stark machen und meine Erfahrungen aus der freien Wirtschaft und aus der kommunalen Arbeit in die Gremien mit einbringen."

Zu den politischen Zielen: "Die CDU muss inhaltliche Schwerpunkte setzen, bestehende Probleme offen ansprechen und Lösungen anbieten, um für einen großen Teil der Bevölkerung wählbar zu sein", macht der Anwalt deutlich. Dies sei in der Vergangenheit etwa bei der finanziellen Ausstattung der Kommunen, der massiv erhöhten Anzahl von eingestellten Bewerbern für den Polizeidienst, der Sanierung des Städtischen Klinikums, dem Ausbau der Hochschule Fulda sowie der Entwicklung des Paktes für den Nachmittag für unsere Schulen in guter Weise gelungen.

Für die Zukunft müssten laut Rothmund weiter innovative Konzepte in einem vielfältigen Themenkreis entwickelt werden. "Dies beginnt bei einer personalstarken Landespolizei, die auch Reserven für Notlagen beinhalten muss, damit das Gewaltmonopol des Staates auf Dauer nicht gefährdet wird. Es setzt sich fort in der Sanierung und dem Ausbau der Verkehrswege und endet in der Erhaltung eines leistungsfähigen Bildungssystems. Hier sollten wir Wege finden, um in unserer Region Bildung für alle gleichermaßen zugänglich zu machen und Kinder bestmöglich zu fördern." Die Gesellschaft und insbesondere die Region Fulda stehe vor der Herausforderung, den wachsenden Bedarf an Fachkräften in den nächsten Jahren zu decken und junge Menschen für unsere starke Region zu begeistern. "Hierfür arbeite ich seit Jahren im MIT-Kreisvorstand, um Anregungen und Kritik zu formulieren."

Die Balance zwischen überregionalen Themen, wie dem demographischen Wandel, der Sorge vor Altersarmut und der stetigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für geringqualifizierte Arbeitskräfte, sowie regionalen Belangen (Ausbau der Mittel- bzw. Oberzentren Hünfeld und Fulda, Neubau der Therme in Bad Salzschlirf, Förderung der medizinischen Versorgung im ambulanten und stationären Bereich) seien besonders wichtig. "Gerade der ländliche Raum bietet Ressourcen, um Lösungsansätze für diese Fragen zu finden. Es bedarf hierfür allerdings der Unterstützung durch die Landespolitik. Hierfür stehe ich und werde mich mit aller zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzen, dass unserem ländlichen Raum das Gewicht in der Politik zukommt, welches ihm zusteht."

Im Februar 2018 entscheiden die CDU-Delegierten, welcher der bisher vier Kandidaten für die Union bei der Landtagswahl nächstes Jahr ins Rennen geschickt wird. Rothmund freut sich auf "inhaltliche Diskussionen und einen fairen Wahlkampf". (Christian P. Stadtfeld) +++


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