Drei Musikformationen - ein Dirigent. Ein Ohrenschmaus. - Fotos: Gudrun Schmidl

BEBRABlech trifft Saiten in Ellis Saal

Drei hochkarätige Musikformationen unter dem Dirigat von Igor Karrasik

27.11.17 - Er ist ein Sprachtalent und ein äußerst unterhaltsamer Moderator. Die Rede ist von Igor Karassik, der am Samstagabend dem erwartungsfrohen Publikum im fast voll besetzten Ellis Saal als „waldhessischer Stardirigent mit weißrussischen Wurzeln“ vorgestellt wurde. „Blech trifft Saiten“ gehört zu den Kultveranstaltungen mit Tradition und erfreut sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit. Es war Igor Karassik, der zu seinem 50. Geburtstag ein gemeinsames Konzert mit dem Eisenbahn Blasorchester Bebra, dem Posaunenchor der Auferstehungskirche Bebra und dem Mandolinenverein „Wanderlust“ 1925 Weiterode e.V. initiiert hat. Alle drei beliebten und bekannten Musikformationen spielen unter dem bewährten Dirigat
des inzwischen 61-Jährigen.

In der Kirche müssen die ...

Den Freunden der „Zupf- und Blasmusik“ wurde rund drei Stunden lang ein Klangerlebnis der besonderen Art geboten. Eingestimmt von den Klängen der Mandolinen, die mit flotten Weisen zunächst nach Ungarn, dann nach Mexiko entführten. „Auf der Heide blüh´n die letzten Rosen“ von dem Komponisten Robert Stolz berührte das Publikum ganz besonders. Igor Karassik, der mittlerweile seit 25 Jahren in Deutschland lebt und als Berufs- und Profimusiker arbeitet, hat dieses Stück speziell für das Mandolinenorchester umgeschrieben. Die gelungene Uraufführung an diesem Abend wurde frenetisch beklatscht. Neu eingeübt und erstmals vor Publikum gespielt wurde die „Godfather-Suite“, die Igor Karassik als kleines Medley aus dem Film „Der Pate“ vorstellte. Er betont mit einem Augenzwinkern, dass er neben Russisch, Deutsch und Tschechisch auch Englisch sprechen kann, es aber einfach nicht will.

Igor Karrasik schwitzt. Da hilft ...

Nach dem ersten Teil des Konzerts wurden mit Waltraud Gillmann und Elfi Klunk die „Dienstältesten Mitspielerinnen“ des Mandolinenvereins von der 1. Vorsitzenden Margarethe König geehrt. Seit 60 Jahren ist Waltraud Gillmann aktiv, hat seitdem nicht mehr zählbare Auftritte absolviert. Elfi Klunk, die Schwester von Margarethe König, ist seit 50 Jahren eine feste Größe an der Gitarre. Alle Mitglieder des Mandolinenvereins, vielfach aus einer Familie, genießen das gemeinsame Musizieren auf hohem Niveau, das sie auch bei diesem Konzert eindrücklich unter Beweis stellten.

Ein komplett neues Programm, eine interessante Mischung aus pastoraler und weltlicher Musik, präsentierte der Posaunenchor. Der Psalm 100 „Jauchzet dem Herrn der Welt“ aus der Feder von Mendelsohn/Bartholdy, gesprochen und vertont, war ein Höhepunkt im Programm. Wunderschön interpretiert wurde auch der Evergreen "You raise me up". Bei den Liedern „In dir ist Freude in allem Leide“ und „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ durften die sangesfrohen Gästen mit Liedblättern als Hilfsmittel einstimmen, wurden aber wegen der zunächst zu lauten Posaunen nicht gehört. Das war vielleicht auch gut so, denn Igor Karrasik betonte, dass er aus Angst, dass das Publikum falsch singt, noch mehr geschwitzt hat als üblich.

Im dritten Teil wurde der „Kulturtempel“ mit böhmischer Blasmusik ordentlich ins Beben gebracht. Das „Eisenbahn Blasorchester Bebra“ kann nicht nur so laut wie eine Eisenbahn spielen, sondern auch wie Ernst Mosch und sein Orchester in besten Zeiten. Als Hommage an den verstorbenen Ausnahme-Musiker haben die Blechbläser ein mitreißendes Programm aus dem vielfältigen Repertoire der „Egerländer Musikanten“ zusammengestellt, das von der immer wieder gern gehörten „Fuchsgraben-Polka“ eröffnet wurde. „Wir sind Kinder von der Eger“, „Es war im Böhmerwald“, die „Amsel-Polka“ oder „Kannst du Knödel kochen“ wurden allesamt begeistert beklatscht und natürlich wurde auch im dritten Teil des Konzerts nach dem „letzten offiziellen Lied“ eine eingeforderte Zugabe gewährt.

Mit „Pfeffer und Salz“ wurde das hochkarätige Konzert zusätzlich gewürzt und mit „Bis bald, Auf Wiedersehen“ eine Neuauflage im kommenden Jahr versprochen.  Wie immer in Ellis Saal, wo mit Wohlfühlatmosphäre und kulinarischer Rundumversorgung auch das „Drumherum“ stimmig ist. (Gudrun Schmidl) +++

Waltraud Gillmann (Mitte) und Elfi ...


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