Eine glückliche Mutter mit ihrem Kind, die am Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums entbunden hat - Foto: Klinikum Hanau

HANAU 177 Frühgeburten im Jahr 2017

Eltern-Kind-Zentrum bietet die optimale Versorgung für eine sichere Geburt

13.01.18 - Im Jahr 2017 kamen im Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Hanau bei 1506 Geburten 1543 Kinder zur Welt. „Mit 14 Kindern am 11. Januar 2018, freuen wir uns außerdem über einen neuen Tageshöchstwert“, verkündet Geschäftsführer Volkmar Bölke. Rund um die Uhr stehen Experten für Geburtshilfe sowie Kinderärzte direkt vor Ort bereit. Das ist in Hanau einmalig. Als einziges Perinatalzentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe (Level 1) im Main-Kinzig-Kreis, ist das Eltern-Kind-Zentrum besonders auf die Versorgung von Risikogeburten (z.B. bei Diabetes, Früh- oder Mehrlingsgeburten) spezialisiert.

Insgesamt zählte man im vergangen Jahr 177 Frühgeburten vor Abschluss der 36. Schwangerschaftswoche. Darunter zahlreiche Zwillinge. 167 Kinder wogen weniger als 2500 Gramm, 54 Kinder unter 1500 Gramm und fünf Kinder waren mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm besonders klein – damit stieg die Zahl der sehr kleinen Frühchen um 69 Prozent an. Neben den zu früh geborenen und leichten Kindern, sind auch schwere Kinder keine Seltenheit mehr. Durch immer häufiger werdende Schwangerschaftsdiabetes wogen im vergangenen Jahr 105 Kinder mehr als 4000 Gramm – 4970 Gramm brachte das schwerste Kind auf die Waage.

„Unser Ziel ist eine sichere Geburt und eine anschließend optimale Versorgung", sagt Dr. med. Bernhard Bungert, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie Leiter des Bereichs Neugeborenenmedizin. Deshalb wird das Angebot des Klinikums stetig weiterentwickelt. Der Kreißsaal erhielt beispielsweise eine neue, moderne Überwachungseinheit, die es ermöglicht, die Sicherheit von Mutter und Kind optimal zu gewährleisten. „Ob in den Entbindungszimmern, dem Arztzimmer oder am zentralen Stützpunkt, wir können die Herztöne aller Ungeborenen überall gleichzeitig überwachen", erklärt Georgi Popivanov, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe. Innerhalb von zehn Minuten kann im Notfall ein Kaiserschnitt erfolgen, das sei ein sehr enges Zeitfenster, sagt er.

Auch wenn die meisten Geburten ohne schwere Komplikationen verlaufen, rät Privatdozent Dr. med. Thomas Müller, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zu einer kurzstationären Geburt: „Unsere Patientinnen können eine Geburt nach ihren Wünschen in der Sicherheit einer Klinik erleben und gehen, sofern gewünscht, bereits nach wenigen Stunden nachhause, erhalten aber trotzdem, im Falle einer möglichen Komplikation, die optimale Versorgung.“

Laut Milupa-Geburtenliste verzeichneten bundesweit insgesamt 689 deutsche Kliniken im vergangenen Jahr 761.076 Geburten. Damit setzte sich zwar nicht der Ansteig um 6 Prozent aus dem Jahr 2016 fort, die Geburtenrate stabilisierte sich jedoch und verzeichnet einen minimalen Anstieg von 0,06 Prozent. Durch Schließungen und Zusammenschlüsse sei im vergangen Jahr die Zahl der Geburtskliniken um zwei Prozent zurückgegangen. (pm) +++


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